2001 - Geomorphologische Grundlagenerhebung und Bewertung im Projektgebiet Nationalpark Gesäuse

Die Geomorphologie des Gesäuses ist durchaus komplex.

Die Geomorphologie des Gesäuses ist durchaus komplex.

Autor(en): Remich B.

Die Einschätzung von gravitativen Naturprozessen ist vor allem im Hochgebirge, zu dem auch der Nationalpark Gesäuse zählt, mit seiner hohen Dynamik oft äußerst schwierig. Neben den theoretischen Hilfsmitteln der Berechnung und Modellierung, trägt die Aufnahme vergangener Ereignisse wesentlich zum besseren Verständnis dieser Prozesse bei. Ziel der vorliegenden Arbeit war daher eine Bestandsaufnahme und eine Modellierung der gravitativen Naturprozesse im Nationalpark Gesäuse. Aufgrund der Datengrundlagen wurden aus der Menge der dieser Überkategorie zuzuordnenden Prozesse folgende ausgewählt: Lawine, Mure, Rutschung und Sturz-Ereignis bzw. Felssturz.

Die Bestandsaufnahme wurde auf Grundlage einer umfangreichen Literaturrecherche durchgeführt. Die Naturprozesse aus den verschiedenen Quellen (Bücher, Fotos, Archive etc.) wurden danach in die neu erstellte GRANAT-Datenbank übertragen und mit dem Geographischen Informationssystem (GIS) in einer Karte verortet.

Die GIS-Modellierung der vier Naturprozesse beschränkte sich auf die jeweilige Disposition im gesamten Projektgebiet (ca. 110 km²) und wurde mit Hilfe der qualitativen Indexmethode durchgeführt. Durch den Vergleich der Ergebnisse der Bestandsaufnahme mit denen der Dispositionsmodellierung konnte deren Aussagekraft überprüft und im Falle der Dispositionsmodellierung bestätigt werden.



Berichte und Veröffentlichung

Remich B. (2001): Geomorphologische Grundlagenerhebung und Bewertung im Projektgebiet Nationalpark Gesäuse. Diplomarbeit an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz. Graz, 83 S.

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