2010 - Erstellen einer Biodiversitätsdatenbank für den Nationalpark Gesäuse

Eine Biodiversitätsdatenbank setzt viele unteschiedliche Tabellen in Zusammenhang, was eine gute Organisation der Daten und eine genaue Datenabfrage ermöglicht.

Eine Biodiversitätsdatenbank setzt viele unteschiedliche Tabellen in Zusammenhang, was eine gute Organisation der Daten und eine genaue Datenabfrage ermöglicht.

Autor(en): Zimmermann P.

Generationen von Wissenschaftlern beschäftigten sich damit die Vielfalt des Lebens so genau als möglich aufzuzeichnen. Diese Aufzeichnungen, ob sehr alte oder neue, haben einen unschätzbaren wissenschaftlichen Wert, stehen jedoch für verschiedene Untersuchungen erst nach aufwändigen Bearbeitungsprozessen zur Verfügung, nur um in weiterer Folge wieder in irgendwelchen Ordnern vergessen zu werden. Vor allem komplexere Auswertungen erfordern eine repräsentative Datenbasis, sprich neben einer korrekten Aufbereitung spielt auch die Menge der Daten eine fundamentale Rolle. Für bestimmte Analysen ist es außerdem notwendig mit den Daten eine möglichst große Zeitspanne abzudecken, wobei an dieser Stelle nach GEISER, E. & MALICKY, M., (2007) von zumindest 30 – 100 Jahren auszugehen ist.

Durch eine Biodiversitätsdatenbank stehen dem Forscher, einmal aufbereitete Daten in wenigen Minuten zu Verfügung. Alleine in Österreich muss von einem Datenvolumen ausgegangen werden, dessen datenbankgerechte Aufarbeitung wohl mehrere 100 Mannjahre benötigen wird. Für die Zukunft muss es das Ziel sein, eine Brücke zwischen dem Datenbringer und dem Administrator der Datenbank zu schlagen, denn es gilt die notwendigen Bearbeitungsschritte für einen Datenimport maximal zu minimieren.

Der Datenimport, beziehungsweise die Vorbearbeitung der Daten, kann durch eine standardisierte Eingabe wesentlich effizienter und dadurch zeitsparender erfolgen. Daher werden im Zuge dieser Arbeit nicht nur mehrere tausend Datensätze importiert sondern auch Überlegungen angestellt, wie der vorhin genannte Brückenschlag durchzuführen wäre. Infolge dieser Arbeit konnte dabei bereits auch ein in der Praxis gut anwendbares Standartformular in MS Excel entworfen werden, welches Redundanzen an sensiblen Datenbankfeldern, wie beispielsweise dem Taxonnamen oder dem Fundort, weitestgehend unterbindet und dem Datenbringer dennoch eine schnelle Eingabe seiner Daten erlaubt. Um mit biologischen Verbreitungsdaten korrekt umzugehen, ist es eine Voraussetzung über grundlegende Kenntnisse zur Biodiversität und ihrer Entstehung zu verfügen. Daher wird auch diesen Bereichen in der vorliegenden Arbeit Aufmerksamkeit geschenkt.

„Man liebt nur, was man kennt und man schützt nur, was man liebt “ (Konrad Lorenz) - zusätzlich zum WAS, ist auch das WO von essentieller Bedeutung um die Gefährdung einer Art richtig einschätzen zu können und dementsprechende Schutzmaßnahmen einzuleiten. Die mit der Softwarelösung BioOffice 2.0 etablierte Biodiversitätsdatenbank wird in Zukunft die Antworten zu diesen Fragen bereithalten und dem Nationalpark Gesäuse ein wirkungsvolles Instrument für seine Mühen zum Schutz eines, nicht allein aufgrund seiner Artenvielfalt, beeindruckenden Gebietes.



Berichte und Veröffentlichung

Zimmermann P. (2010): Erstellen einer Biodiversitätsdatenbank für den Nationalpark Gesäuse. Masterarbeit an der Universität Graz. 164 S.

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