2004 - Geologie/Hydrologie/Karst- u. Höhlenkunde des Sulzkarsees und Umgebung-Endbericht 2003-2004

Der Sulzkarsee - ein hochalpiner See glazialen Ursprung und zudem der einzige See im Nationalpark Gesäuse. Der See und seine Umgebung werden in dieser Arbeit hinsichtlich Geologie und Hydrologie untersucht.

Der Sulzkarsee - ein hochalpiner See glazialen Ursprung und zudem der einzige See im Nationalpark Gesäuse. Der See und seine Umgebung werden in dieser Arbeit hinsichtlich Geologie und Hydrologie untersucht.

Autor(en): Pavuza R., Stummer G.

Der Sulzkarsee ist ein hochalpiner See glazialen Ursprunges, der zumeist nur indirekt mit dem Karstphänomenen der Umgebung in Zusammenhang steht. Seine anthropogene Beeinflussung ist augenscheinlich, langfristig nicht mit den Zielen des Nationalparks zu vereinbaren und die Einbeziehung der kritischen Bereiche um den See almwirtschaftlich auch keine Notwendigkeit.

Auch wird dadurch die Analyse der natürlichen Wechselwirkungen des Sees mit seiner Umgebung sowie seiner Entstehungsgeschichte erschwert. Die (natürliche) Regeneration des Sees erfolgt zumeist über lokale Oberflächengewässer, zeitweise auch indirekt aus dem Karst im Zuge der Schneeschmelze und bei Starkregen.

Das Umfeld des Sees ist eine Moränenlandschaft die mit etlichen Quellen, deren Wasser zum Teil aus der umgebenden Karstlandschaft, zum Teil aber aus der Moränenlandschaft selbst, stammt. Die Karstumrahmung des Sees ist überraschend arm an Höhlen, soweit dies jedenfalls aus den erfolgten Begehungen abzuleiten ist, obgleich das Muttergestein zweifellos sehr gut verkarstungsfähig ist. Dies zeigte sich an den direkten Messungen des oberflächennahen Abtrages mittels Kalkplättchen sowie des rechnerisch aus Quelldaten ermittelten Gesamtabtrages, die im Bereich der Werte der klassischen alpinen Karstgebiete mit ihren ausgedehnten Höhlensystemen liegen.



Berichte und Veröffentlichung

Pavuza R., Stummer G. (2004): Geologie/Hydrologie/Karst- u. Höhlenkunde des Sulzkarsees und Umgebung-Endbericht 2003-2004. Teilprojekt des Pilotprojektes Sulzkaralm. Naturhistorisches Museum Wien. Im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH. Wien, 13 S.

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