2006 - Die Geschichte der Wolfbauern-Hochalm

Die aufgelassene Wolfbauern-Hochalm ist Standort von Lärchen-Zirben-Beständen im Nationalpark Gesäuse.

Die aufgelassene Wolfbauern-Hochalm ist Standort von Lärchen-Zirben-Beständen im Nationalpark Gesäuse.

Autor(en): Hasitschka J.

Es wird von Einheimischen die Meinung vertreten, dass die Alm ursprünglich höher lag als heute und wegen Wassermangel auf die heutige Hüttstatt in 1482 m Seehöhe herabgesetzt wurde. Da diese Frage bei einer Begehung am 10. August 2005 zwischen Hüttstatt und dem höher gelegenen Antoniboden nicht geklärt werden konnte, sollen hier einige topographische Erwägungen für eine mögliche höhere Lage der Alm angeführt werden.

Die heutige Hüttstatt liegt mit 1480 Meter Seehöhe sehr tief in der Hochwaldzone. Der kleine freie Platz wurde aus dem Wald herausgeschlägert. Ringsum ist nur Waldweide.

Erst 120 m höher oben liegt in 1600 Meter Seehöhe die erste freie Weidefläche, der Antoniboden. Auf dieser Verebnung ist eine künstliche Steinschichtung zu erkennen, vermutlich eine Halterhütte mit Pultdach. Den tiefsten Punkt des Antonibodens bildet eine markante Felsdoline, deren Halbhöhle unter einer waagrechten ca 10 m hohen Felswand auch im Sommer Eis aufweist – ein idealer Eiskeller. Wenige Meter östlich des Antonibodens auf gleicher Höhe liegt die kleine Jagdhütte der Stmk. Landesforste.



Berichte und Veröffentlichung

Hasitschka J. (2006): Die Geschichte der Wolfbauern-Hochalm. Im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH. Weng, 16 S.

An Adobe Acrobat fileHasitschka_2006_Die_Geschichte_der_Wolfbauern_Hochalm
1.82 MB