2016 - Fotofallenmonitoring Wassersport - Enns/Bruckgraben Endbericht

Mittels einer Fotofalle wurde die Anzahl der Raftingboote und der Wassersportler an der Enns erfasst und ausgewertet.

Mittels einer Fotofalle wurde die Anzahl der Raftingboote und der Wassersportler an der Enns erfasst und ausgewertet.

Autor(en): Schramm S., Kuehs C., Klein A., Maringer A.

In diesem Bericht werden die Daten ausgewertet, die im Sommer 2015 mit Zeitrafferaufnahmen aus einer Wildkamera gegenüber des Bruckgrabens an der Enns gewonnen wurden. Ziel war es, die Störeinflüsse durch Wassersportarten wie Rafting, Kayaking, Canyoning u.a., zahlenmäßig zu erfassen und hinsichtlich der Auswirkung auf das Vorkommen brütender Individuen zu bewerten.

Im Zeitraum von 01. Mai bis 15. Oktober wurden 982 Boote mit
ca. 4159 Personen erfasst
58 % der Boote wurden an Wochenenden registriert, die maximale beobachtete Bootsanzahl pro Tag betrug 38
Anteilsmäßig wurden 45 % Rafts, 31 % Kajaks, 20 % Minrafts und 4 % Schwimmer erfasst.
Die Hälfte aller Boote landet am Bruckgraben an, wobei 40 % der anlandenden Boote dafür nicht die markierte Ausstiegsstelle benutzen
Der überwiegende Teil der Boote fährt zwischen 10:30 und 17 Uhr auf der Enns, mit Spitzen zur Mittagszeit und um 16:30
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf der Schotterzunge des Bruckgrabens beträgt ein bis zwei Stunden.
Im Vergleich zu 2005 wurden im Jahr 2015 ein Rückgang von 39 % beim Bootsaufkommens beobachtet. Der Rückgang wird hauptsächlich durch die Anzahl der Raftboote verursacht (-61%), während der Anteil an Kajaks (+44%) und Minirafts (+162%) teilweise stark gestiegen ist.

Es wird empfohlen, die jährlichen Schulungen der Raftguides fortzusetzen, da sich diese Maßnahme zu bewähren scheint. Stärker muss auf das Verhalten der Kajak- und Miniraftfahrer eingegangen werden, die die Nationalpark-Besucherlenkung nicht kennen oder nicht annehmen.



Berichte und Veröffentlichung

Schramm S., Kuehs C., Klein A., Maringer A. (2016): Fotofallenmonitoring Wassersport - Enns/Bruckgraben Endbericht. Nationalpark Gesäuse Mai-Oktober 2015. Im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH. Weng, 26 S.

An Adobe Acrobat fileSchramm_Kuehs_Klein_Maringer_2016_Fotofallenmonitoring
5.34 MB