Wirbeltiere

2011 - Zielarten-Monitoringprogramm Wald: Zwergschnäpper (Ficedula parva)

Durch ein Monitoring wird die Population des Zwergschnäppers im Nationalpark Gesäuse erfasst und beobachtet.Der Zwergschnäpper bewohnt v.a. Laub- und Mischwälder. Bevorzugt werden durch Auflichtungen und Verjüngungen aufgelockerte und gut strukturierte, hochstämmige Altholzbestände, die dem über kurze Entfernungen jagenden Vogel genügend Freiraum für die Fluginsektenjagd lassen. In der Steiermark besiedelt er fast ausschließlich Rot- und Hainbuchenbestände. Die Art siedelt überall nur sehr zerstreut, sodass Bestands- und Siedlungsdichteangaben großteils fehlen.

2011 - Zielarten-Monitoring Auerhuhn - Evaluation Besucherlenkung

Die anspruchsvollen Auerhühner fordern das Naturraum-Management.Aufgrund seiner hohen Lebensraumansprüche gilt das Auerhuhn als Indikatorart für eine weitsichtige, auf alle Waldfunktionen ausgerichtete Forstwirtschaft. Die Waldstruktur spielt eine große Rolle für die Auerhuhntauglichkeit eines Lebensraumes. Wichtig ist vor allem, dass aufgelockerte Waldstrukturen gefördert werden.

2011 - Sommerliche Habitatnutzung des Alpenschneehuhnes (Lagopus mutus helveticus) im Nationalpark Gesäuse-Teilgebiet Stadelfeldschneid/Gsuachmauer

Das Schneehuhn ist ein winterlicher Überlebenskünstler.Erhebung des Schneehuhnvorkommens in einem Teilgebiet des Nationalparks (Stadelfeld/Gsuachmauer) wurde im Jahr 2005 begonnen. Es wurden sowohl Balzplatzzählungen als auch anschließend eine Rasterkartierung durchgeführt. Zusätzlich wurden Lebensraumparameter aufgenommen. Auf einer Fläche von 13,5 km² konnten 16 Hahnen kartiert werden. Eine Analyse der Daten zeigte eine Bevorzugung von Flächen über 1950 m Seehöhe und einer Hangneigung über 50°.

2011 - Modellierung der Habitatansprüche des Bergpiepers (Anthus spinoletta spinoletta) im Nationalpark Gesäuse mit Mitteln der Fernerkundung und GIS

Über eine Rasterkartierung wurde das Vorkommen des Bergpiepers im Nationalpark Gesäuse untersucht.Der Bergpieper (Anthus spinoletta spinoletta) nutzt alpine Matten oberhalb der natürlichen Waldgrenze und durch menschliche Nutzung waldfrei gewordene Flächen darunter. Er ist der Charaktervogel dieser Landschaftsbereiche und einer der wenigen Indikatorvogelarten in der alpinen Kulturlandschaft. Österreich ist aufgrund der relativ zum weltweiten Gesamtbestand bedeutenden Vorkommen „stark verantwortlich“ für die Erhaltung der Bergpieperbestände.

2011 - Genetisches Bestandsmonitoring von Auerhühnern am Gscheidegg 2011

Wintersport im Gebirge bedeutet für Auerhühner eine hohe StressbelastungNach der Genotypisierung der Losungsfunde am Gscheidegg im Jahr 2008 und der Untersuchung 2010 wurden ausschließlich neue Auerhuhn-Individuen gefunden. In der vorliegenden Studie (2011) waren daher Wiederfunde bereits bekannter Genotypen und neuer Individuen, die Gesamtverteilung der Hähne im Gebiet, eine vergleichende Erfassung von Genotypen mit Zählung der Hähne am Balzplatz, sowie ein erneuter Versuch einer Bestandserhebung der Gscheideggpopulation gefragt.