Wildmanagement im Nationalpark Gesäuse ist bleifrei

Moderne Kupfergeschosse und belasten die Umwelt nichtDie bei der Jagd noch vielfach eingesetzten verbleiten Büchsengeschosse haben sich in der Vergangenheit als problematisch herausgestellt. Greifvögel nehmen die üblicherweise im Wald verbleibenden Aufbrüche (innere Organe) gerne auf und können so an einer Bleivergiftung zugrunde gehen. In der Vergangenheit waren etwa die streng geschützten Steinadler mehrfach davon betroffen.

Künftig wird durch die Verwendung bleifreier Geschosstypen eine Kontamination ausgeschlossen. Diese Maßnahme wird nun gesetzt, um gefährdeten Greifvögeln ein Höchstmaß an Wildtierschutz zu gewähren.

Ein weiterer Grund für die Umstellung auf bleifreie Büchsengeschosse ist, in Zukunft das hochwertige Lebensmittel „Wildbret“ ohne Bleieintrag im Muskelgewebe für den Konsumenten bzw. für die Gastronomie zur Verfügung zu stellen. Die im Nationalpark Gesäuse verwendeten Büchsengeschosse bestehen nun ausschließlich aus einer Kupferlegierung, welche für den Menschen völlig unbedenklich sind.

Unter der Mitwirkung von Experten wurde die Umstellung auf bleifreie Büchsengeschosse im August 2012 umgesetzt. In einem begleitenden Forschungsprojekt wurden Tötungswirkung, Wildbretentwertung sowie andere Parameter der neuen Geschosse statistisch untersucht und die Ergebnisse herkömmlichen Büchsengeschossen gegenübergestellt. Das Projekt wurde bis ins Ende 2015 begleitet und konnte für jede der eingesetzten Jagdwaffen eine zufriedenstellende Laborierung erreichen.

Den Abschlussbericht von Steinhauser N. (2016) finden Sie unter den Publikationen.