Arbeitsmethoden im Waldmanagement

TotholzDie nötigen Maßnahmen im Waldmanagement werden möglichst sorgfältig ausgeführt. Dazu wurden eigene Pfleglichkeitskriterien festgelegt. Außerdem wird aus Rücksicht auf umliegende Grundbesitzer gewährleistet, dass es zu keinen Borkenkäfer-Massenvermehrungen kommt.

Pfleglichkeit

Die jeweils anzuwendenden Arbeitsmethoden (Rückung per Traktor, Seilung, händisch…) wurden bei gemeinsamen Begehungen von Mitarbeitern des Fachbereichs Naturschutz und des Fachbereichs Wald- und Wildtiermanagement festgelegt. Bei der Umsetzung hat sich der zuständige Förster an die Vorgaben des Waldmanagementplans zu halten. Anhand der Checkliste „Pfleglichkeitskriterien“ werden sensible Strukturen und Besonderheiten geschont und vor Beginn der Arbeiten ausgezeigt. Wesentlich dabei sind:

  • Umweltschutz und Landschaftspflege (sorgsamer Umgang mit Schmier- und Treibstoffen,…)
  • Schonung des verbleibenden Bestandes (keine Baumwunden,…)
  • Schonung von Besonderheiten (Feuchtflächen, Nist- und Brutplätze,…)
  • Schonung der Verjüngung
  • Schonung des Bodens
  • Totholz (belassen mit Ausnahme von Gefahrenherden,…)

Akutmaßnahmen gegen Borkenkäfer

Entrinden von FichtenstämmenForstlich aktive Maßnahmen werden aktuell ausschließlich beim Befall von Fichten durch den Buchdrucker (Ips typographus) und (seltener und in Talnähe) durch den Kupferstecher (Pityogenes chalcographus) angewendet. Diese beiden Arten neigen unter für sie günstigen Bedingungen zur Massenvermehrung. Aus diesem Grund können durch das Forstgesetz Bekämpfungsmaßnahmen angeordnet werden, vor allem dort, wo angrenzende Wirtschaftswälder oder Schutzwälder für Infrastrukturen / Gebäude unmittelbar betroffen sein könnten.

Der Waldmanagementplan sieht vor, eine Risikoabschätzung des betroffenen Bestandes durchzuführen und - falls nicht anders möglich - Präventivmaßnahmen durchzuführen.