Wanderungen

Wandern im GesäuseWandern oder Bergwandern, dafür ist das spektakuläre Gesäuse beinahe so berühmt wie fürs Klettern.  Herrliche Ausblicke in die schroffe Bergwelt sowie gewaltige Tiefblicke in das im Laufe der Zeit von der Enns gebildete Durchbruchstal. Dem Wanderer erschließt sich die Natur im Nationalpark wie keinem anderen, nehmen Sie sich Zeit für Natur! Zu Fuß unterwegs bieten sich immer wieder Gelegenheiten, Wildtiere – wie Gämse, Steinadler – um nur einige zu nennen, zu beobachten, oder die typische Flora vom Auwald bis zur Hochgebirgsregion zu erkunden. Für geologisch Interessierte finden sich eine Vielzahl von verschiedenen Gesteinsarten, gigantische von Urgewalten geformte Faltungen, Verschiebungen und Überlagerungen.

Wegenetz

Das WanderwegenetzGrundsätzlich dürfen im Nationalpark Gesäuse individuelle Besucher zu Erholungszwecken das Gebiet frei betreten. Trotzdem ist es nicht nötig, sich im schwierigen Gelände selbst einen Weg zu bahnen. Gut markierte Wanderwege (über 100 km alleine im Nationalpark und 500 km in der Region) aller Schwierigkeitsgrade ermöglichen das Eintauchen in die schroffe Gebirgswelt.

Die meisten Wege im Gesäuse weisen Gebirgscharakter auf und erfordern gute körperliche Kondition, einen sicheren Tritt und passende Ausrüstung. Aber auch für weniger anspruchsvolle Wanderer sind Wege vorhanden, zB Rauchbodenweg, Ennsbodenweg (aufgelassene ennsnahe Forststraßen) oder unsere Themenwege „Der wilde John“ und die Lettmair Au.

Wanderwegenetz 2480 x 1753
1.89 MB

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Die Wege wurden von den alpinen Vereinen angelegt und werden weiterhin von diesen gewartet. Halten Sie sich von nicht markierten Steigen fern, diese sind oft Wildwechsel und enden meist als Sackgasse. Alle Wanderwege sind in der Natur gut gekennzeichnet und auch in den Wanderkarten abgebildet. Empfehlenswert sind folgende Karten, die zB bei den Informationsstellen des Nationalparks erhältlich sind:

Weitere Details zum Wandern im Gesäuse finden sie auf der Homepage des Tourismusverbandes

Schutzhütten und Almen

Vier Schutzhütten und mehrere bewirtschaftete Almen sind im Nationalpark so verteilt, dass Besucher weder um Labung noch um Übernachtungsmöglichkeiten fürchten müssen. Aber Achtung: fürs Übernachten empfiehlt sich eine Reservierung.

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Haindlkarhütte
Hesshütte
Ennstalerhütte
Buchsteinhaus

Weitere Schutzhütten sind in unmittelbarer Umgebung des Nationalparks zu finden. Vielfach handelt es sich dabei um Nationalpark Gesäuse Partnerbetriebe

Authentische und urgemütlich bleiben die Almhütten im Nationalpark Gesäuse, auch die, die sich Besuchern öffnen, müden Wanderern Rast bieten und mit zünftiger Almkost versorgen.

Ebneralm
8912 Johnsbach
+43 664 344 11 88
Von Juli bis September durchgehend täglich bewirtschaftet, ansonsten nur an den Wochenenden. Im Winter Rodelbahnbetrieb (Leihrodeln vorhanden).

Kölblalm
8912 Johnsbach
+43 3611 216
www.koelblwirt.at
Von Pfingsten bis Ende September bewirtschaftet.

Niederscheibe Kroisn-Alm
Durchgehend bewirtschaftet von Mitte Juni bis Mitte September, Produkte aus eigener Landwirtschaft!

Tourenvorschläge für Naturinteressierte

Wandern in langweiliger Umgebung, wandern in eintöniger Landschaft, wandern unter Gondelbahnen: das alles gibt es im Gesäuse nicht. Aber einige Wanderrouten im Nationalpark Gesäuse führen durch ganz besondere Lebensräume oder auch durch Gebiete, in denen die natürliche Dynamik oder die „Wildnis" besonders nah zu erleben sind. Neugierig auf Lieblingstouren von NationalparkmitarbeiterInnen?


Wandern im Nationalpark, auf was zu achten ist:

Der Nationalpark ist ein hochrangiges Naturschutzgebiet, daher sind dem individuellen Erlebnisdrang Grenzen gesetzt. Trotzdem steht dem Erleben kaum ein Hindernis entgegen, zumindest solange Nationalparkverwaltung und Gesetzgeber auf vernünftiges Verhalten der Besucher zählen können.

  Wandern auf allen markierten Wanderwegen
  Mit Hunden an der Leine wandern
  Die markierten Wanderwege verlassen
  Pilze und Beeren pflücken (max. 2 kg)
  Pflanzen pflücken, Tiere stören, Mineralien sammeln
  Feuer machen (Ausnahme: Grillstelle in Gstatterboden)
  Campieren und Übernachten im freien Gelände
  im Nationalpark ok, viel Spaß dabei
  im Nationalpark nicht cool, freiwillige Einschränkung zu Gunsten der Natur
  im Nationalpark nicht gestattet, gesetzliches Verbot

 

 

 

 

 

 

 

 

Erlaubt ist das freie Betreten des Geländes, mit Ausnahme der Gewässer und angeschlossener Feuchtgebiete, wie zB Johnsbach, Enns oder Sulzkarsee. Aber auch an Enns und Johnsbach gibt es Bereiche, wo das Wasser erlebt werden kann.  Weiters ist das Betreten von Regenerationsflächen im Wald (Bäumchen sind bis 3 m hoch) nicht gestattet. Im  Winter gibt es Betretungsbeschränkungen um Rotwildfütterungen und teilweise werden Brutgebiete seltener Raufußhühner ausgewiesen.

Im unserem Folder "Fair Play" erfahren Sie mehr dazu, wie Sie sich, abgesehen von gesetzlichen Vorschriften, am besten in der Natur eines Nationalparks verhalten. Ein kleiner Aufwand für uns Menschen – eine große Erleichterung für die übrige Natur.

Übrigens, wenn Sie einen unserer Ranger oder Nationalpark-Organe im Gelände treffen, informieren diese Sie gerne im Detail.