Sulzkarsee

Der Sulzkarsee ist der einzige größere See im Nationalpark.Der Sulzkarsee ist der einzige See im Nationalpark. An stehenden Gewässern gibt es ansonsten nur zeitweise wasserführende Tümpel, vor allem auf den Almen, da diese bevorzugt in Gebieten mit ausreichendem Wasservorkommen angelegt wurden. Der Sulzkarsee zeichnet sich durch seine starken Wasserschwankungen aus. Sein Wasser bezieht der See teilweise von unterirdischen Quellen, teilweise wird er bei starken Regenfällen auch von Oberflächenwasser gespeist. Sein Abfluss erfolgt durch einen nicht vollständig abdichtenden Moränenwall.

Vom Fischteich zum See

Der „Rantelhag“ um den See verhindert, dass das Weidevieh die Uferbereiche zu stark vertritt und im Bereich um den See mit ihren Ausscheidungen überdüngt.Der Sulzkarsee liegt in der Kernzone des Nationalparks. Er wurde daher ab 2006 nicht mehr als künstlicher „Fischteich“ genutzt. Seine künstliche Versorgung mit Quellwasser wurde eingestellt und es erfolgte kein Besatz mit fremden Fischen mehr. Der Zugang des Weideviehs wurde ebenfalls eingeschränkt. So konnte der übermäßige Nährstoffeintrag verringert werden. Dieser führte ursprünglich zu einer vermehrten Faulschlammbildung am Seegrund. Dem Vieh wurde in nächster Nachbarschaft eine Tränke errichtet. Das Sulzkar ist eine wasserreiche Alm, wodurch das Weidevieh auch ohne die Nutzung des Sees leicht mit Wasser versorgt werden kann.

Durch diese Maßnahmen ist die natürliche Entwicklung gesichert. Die unterschiedlichen Wasserstände sind eine charakteristische Eigenschaft dieser Art von Gewässern und haben keine negativen Auswirkungen auf die Lebewelt im See. Es ist zu hoffen, dass sich in weiterer Folge das ökologische Gleichgewicht des Sulzkarsees nach vielen Jahren wieder einstellen wird.