Waldgesellschaften im Gesäuse

WaldgesellschaftenTrotz des starken Gebirgscharakters des Gesäuses sind es nicht die hochalpinen Bereiche, sondern die montanen und subalpinen Wälder die flächenmäßig den größten Anteil des Lebensraumes im Nationalpark stellen. Je nach Untergrund und Höhenlage trifft man dabei auf ganz unterschiedliche Waldtypen, vom Auwald an der Enns bis hin zu Lärchen-Zirbenwälder in hohen Lagen. Im Zuge der Waldinventur wurden 14 solcher Waldtypen ausgewiesen, wobei diese von Experten noch in weitere Untereinheiten untergliedert werden. Die wichtigsten Typen werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Detaillierte Informationen zu den Waldtypen und ihren unterschiedlichen Ausprägungsformen finden Sie unter anderem in der Publikation zur forstlichen Standortserkundung im Gesäuse. Siehe auch die Publikation „Forstliche Standortserkundung für das Gesäuse“ von Anton Carli (2007)

Auwald

Der Unterwuchs im Auwald ist aufgrund der hohen Wasser- und Nährstoffversorgung sehr wüchsig und üppig.Auwälder findet man im Gesäuse in den regelmäßig überfluteten Flussniederungen entlang der Enns und des Johnsbaches. Im Wesentlichen kann man sie in Silberweidenau und Grauerlenau unterteilen. Beide Auwaldtypen zählen zu den prioritären Lebensräumen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und sind damit europaweit besonders geschützt. An trockeneren Standorten, die nicht mehr oder nur selten überschwemmt werden, findet man häufig Ahorn-Eschenwälder.

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Die Silberweidenau wächst an Standorten, die noch regelmäßig überflutet werden, und stellt das erste Waldstadium auf jungen Flusssedimenten dar. Neben der Silberweide zählt auch die Lavendelweide zu den dominierenden Gehölzen. Weitere Gehölze der Strauchschicht sind: Bergahorn, Esche, Traubenkirsche und Grauerle. Die Grauerle und Edellaubhölzer sind hierbei bereits als Vorboten der Entwicklung zu reiferen Au-Stadien zu sehen.

Die regelmäßigen Überschwemmungen haben eine stark düngende Wirkung. Die Krautschicht ist daher optimal nährstoffversorgt, sehr wüchsig und dicht. Zu den typischen Arten der Krautschicht zählen etwa Rossminze und Kratzbeere. Ebenso das Drüsige und das Kleine Springkraut, welche sogenannte Neophyten sind, also eingeschleppte Arten fremder Florenregionen. Besonders das Drüsige Springkraut breitet sich stark invasiv aus und stellt somit eine Bedrohung der heimischen Flora in den Auwäldern dar. Im Nationalpark werden daher gezielte Managementmaßnahmen ergriffen, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.

Die Grauerlenau bildet sich typischerweise an höheren Uferniveaus als Silberweidenauen. Die Baumschicht wird von der Grauerle alleine gebildet. Sie erreicht dabei Höhen von etwa 16 Metern. Der üppige Unterwuchs wird von Stickstoff- und Feuchtezeigern dominiert, wie etwa dem Springkraut, der Brennnessel und der Sternmiere. Bei ausbleibender Überschwemmungsdynamik werden die Bestände im Gesäuse oft von Fichten durchwachsen.

Ahorn-Eschenwald

Im Hartelsgraben findet man einen einzigartigen Schluchtwald im Nationalpark Gesäuse. Die kühlen, feuchten Bedingungen schaffen hier gute Voraussetzungen für diesen anspruchsvollen Ahorn-Eschenwald.Ahorn-Eschenwälder zählen zu den sogenannten „Edellaubwäldern“ und besiedeln Standorte bis zur Mittelmontanstufe. Dieser anspruchsvolle Waldtyp benötigt ein gutes Nährstoffangebot und eine gute Wasserversorgung ohne Staunässe. Durch die günstigen Standortsbedingungen ist er sehr produktiv und seine Krautschicht üppig. Im Gesäuse findet man ihn auf alten Schotterterrassen von Enns und Johnsbach außerhalb der Überschwemmungszone, sowie als Schluchtwald in kühlfeuchten, nährstoffreichen Hangbereichen im Hartelsgraben.

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Die Oberschicht des Kronendaches ist dominiert von Buche, Ahorn, Fichte und teilweise Ulme und Esche. Bei genügend Seitenlicht oder bei offenem Kronendach bildet sich eine Strauchschicht mit jungen Bäumen, Heckenkirsche und Pfaffenkäppchen.

Das kleinräumige Mosaik von Felsspalten, feinerdereichen, weniger steilen Abschnitten und bemoosten Steinen bringt eine große Diversität in der Krautschicht hervor. Im einzigen großen Schluchtwald im Gesäuse, im Hartelsgraben, findet man im dichten Grün auch auffallende Pflanzen wie die Hirschzunge oder das Silberblatt.

Schneeheide-Kiefernwald

Im Gseng stocken an den steilen, sonnenexponierten Hängen Rotföhrenwälder. Die einzige häufigere Begleitart unter den Baumgehölzen an diesen extremen Standorten ist die Fichte.Nach der letzten Eiszeit vor ca. 6.000 Jahren (Frühes Postglazial) prägten geschlossene Kiefernwälder das Erscheinungsbild des Gesäuses. Seither wurde die Kiefer von Fichte, Tanne und Buche verdrängt, sodass sie heute nur mehr auf Extremstandorten im Gesäuse zu finden ist. Aufgrund seiner Wärmebedürftigkeit wächst dieser Waldtyp vorwiegend in der tiefmontanen Stufe an südseitigen Fels- und Schutthängen.

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Die flachgründigen, steilen Hänge über anstehendem Ramsau-Dolomit, auf denen diese Wälder stocken, zählen zu den magersten Standorten im Nationalparkgebiet. Als dominierende Baumart in den schwachwüchsigen Beständen ist die Rotföhre zu nennen, die im Alter typischerweise schirmförmige Kronen bildet. Fichten sind regelmäßig beigemischt. Andere, anspruchsvollere Gehölzarten findet man kaum. Für den Unterwuchs typisch sind neben der Schneeheide auch anspruchslose Arten wie die Weiß-Segge, die Ästige Graslilie, Thymian, Alpen-Steinquendel und Schwalbenwurz. In den Beständen über Hangschutt, wo die Standortsbedingungen weniger extrem als an den Felsstandorten sind, treten auch etwas anspruchsvollere Waldarten wie der Hasenlattich und die Gewöhnliche Goldrute auf.

Als Besonderheit der Föhrenwälder ist der Frauenschuh, Europas größte Orchideenart, zu nennen. Diese unverkennbare, kalkstete Art kann man mit etwas Glück in Waldlichtungen, besonders in Buchen- und Kiefernbeständen, sowie in Schuttfluren im Halbschatten von Latschen finden.

Buchen-Tannen-Fichtenwald

Der Fichten-Tannen-Buchenwald ist der häufigste Waldtyp im Gesäuse.Der Fichten-Tannen-Buchenwald ist der am weitesten verbreitete Waldtyp im Gesäuse. Die Karbonatschutt-Fi-Ta-Bu-Wälder der (hoch)montanen Stufe werden wiederum in mehrere Typen unterteilt. So gibt es etwa einen Typ mit Hochstauden (lehmiger Untergrund), einen Bergrasen-Typ (felsiger Untergund), Karbonatschutt-Fi-Ta-Bu-Wälder und hochmontane Kalk-Fi-Ta-Bu-Wälder über trockenen Standorten.

Ohne Störung der natürlichen Entwicklung bewirkt die große Konkurrenzkraft von Buche und Tanne die Ausbildung natürlicher, stark schattenspendender Hochwälder, wo weitgehend die Strauchschicht fehlt.

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Wie der Name bereits sagt, sind Fichte, Tanne und Buche die bestimmenden Baumarten dieses Waldtyps. Aufgrund der selektiven Holzentnahme, der Förderung der Fichte und des starken Verbisses, ist die Tanne im Gebiet leider mittlerweile zur Rarität geworden. Die bestehenden Bestände sind hauptsächlich durch Fichte und Buche aufgebaut, wobei die Fichte deutlich dominiert. Die Zersetzung der Fichtennadeln führt zu einem relativ hohen Säuregehalt im Boden (niedriger pH-Wert). Dadurch findet man klassische Säurezeiger im Unterwuchs, wie zum Beispiel die Heidelbeere, das Zweiblütige Veilchen, den Kälberkropf und den Alpendost. Die Schneerose ist ebenfalls eine sehr charakteristische Begleiterin dieser Wälder und einer der ersten Frühlingsboten. An den trockenen Standorten fallen die Hochstauden und Farne aus, dafür treten Arten der Magerrasen wie das Habichtskraut, die Kratzdistel, Betonie und das Blaugras häufiger in Erscheinung.

Buchenwald

Buchenwälder sind im Gesäuse als Untertyp des Fichten-Tannen-Buchenwaldes mit hoher Dominanz der Buche vorhanden. Unterschieden wird hier zwischen Kalkhang-Buchenwäldern und Ahorn-Eschenreichen Lehmbuchenwäldern.Reinbestände der Buche fehlen im Nationalpark Gesäuse. Die hier genannten Buchenwälder sind eine Ausprägung des Fichten-Tannen-Buchenwaldtyps, also Mischbestände, in denen die Buche aufgrund günstiger Standortsbedingungen oder durch forstliche Eingriffe gegenüber den anderen Baumarten dominant auftritt. Hierbei unterscheidet man wiederum zwischen den beiden Untertypen Kalkhang-Buchenwälder und Ahorn-Eschenreiche Lehmbuchenwälder. Solche Bestände findet man im Gesäuse nur in den tieferen Lagen, vor allem bei Hieflau. Als Ausnahme gelten die Legbuchen-Gebüsche, die als floristische Besonderheit in Lawinenrinnen, zum Beispiel am Tamischbachturm zu finden sind. Hier kann die Buche als Krummholz Reinbestände bilden, da andere Baumarten dem Schneedruck und der Störung durch Lawinenabgänge nicht gewachsen sind.

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Die Kalk-Buchenwälder besiedeln Standorte über Dachsteinkalk oder Ramsau-Dolomit, die gut wasser- und nährstoffversorgt sind. Neben der Buche tritt auch die Fichte regelmäßig in diesen Wäldern auf. Im Gegensatz zu den Fichten-Tannen-Buchenwäldern sind diese Wälder charakterisiert durch anspruchsvolle Arten im Unterwuchs wie die Wald-Segge, das Schaumkraut und die Berg-Goldnessel. Die Ahorn-Eschenreichen Lehmbuchenwälder findet man vor allem an Hangstandorten mit optimaler Nährstoff- und Wasserversorgung über Kalkbraunlehmen. Der Unterschied zu den Fichten-Tannen-Buchenwäldern über Lehm besteht im Fehlen von säurezeigenden Arten. Charakteristisch für den Unterwuchs sind hingegen Zeiger der guten Wasser- und Nährstoffversorgung wie der Wald-Ziest, Springkraut, Lungenkraut und das Ruprechtskraut.

Fichten-Tannenwald

Fichten-TannenwaldFichten-Tannenwälder sind im Nationalparkgebiet über tiefgründig karbonatfreien Standorten mit besonderem geologischen Untergrund zu finden, so etwa über Grundmoränen und Böden über Werfener Schichten und Rauhwacke. Durch den geringeren Kalkanteil des Bodens und die zeitweise Vernässung tritt die anspruchsvollere Buche an diesen Standorten als Baumart zurück. Typische Begleiter im Unterwuchs sind säurezeigende Arten, aber vor allem auch Farne, welche das Erscheinungsbild dieses Waldtypes im Altbestand wesentlich prägen. Im grünen „Dickicht“ gedeihen unter anderem der Frauenfarn, Bergfarn und Wurmfarn.

Subalpiner Kalk-Fichtenwald

Charakteristisch für die Fichten in dieser Höhenlage sind die langen, schmalen Kronen.Je höher wir einen Berg hinaufsteigen bzw. je weiter wir in die Alpen vordringen, umso mehr verschwinden Buche und Tanne. Die Fichte, die besser an das kalte Hochlagenklima, die Kürze der Vegetationszeit und an die geringeren Niederschlagsmengen (inneralpin) angepasst ist, nimmt in ihrem Bestand zu und bildet natürliche Reinbestände. Im Gesäuse beginnt der Gürtel des subalpinen Fichtenwaldes im Allgemeinen bei 1.300 bis 1.450 m und geht ab ca. 1.650 m in den Lärchen-Zirbenwald über. Die natürlichen Fichtenbestände unterscheiden sich, je nach Grundgestein, Säuregehalt im Boden oder nach Exposition.

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Die subalpinen Kalk-Fichtenwälder sind der häufigste Typ der natürlichen Fichtenwälder im Nationalpark Gesäuse. Sie zeichnen sich durch einen für Fichtenwälder wenig sauren Untergrund aus, was sich besonders in der Artengarnitur des Unterwuchses spiegelt. Diese ist üblicherweise deutlich vielfältiger als in bodensauren Fichtenwäldern und besteht zum Teil aus durchaus basenbedürftigen Arten wie der Schneerose, dem Alpendost, der Primel oder dem Waldbingelkraut. Dadurch ergibt sich ein buntes Gemisch mehrerer ökologischer Artengruppen wie Kalkzeigern und Laubwaldarten neben typischen Arten bodensaurer Fichtenwälder. Im Gesäuse unterscheiden die Experten vier Standortstypen der Kalk-Fichtenwälder: trockene Kalkhang-Fichtenwälder, Hochstauden-Fichtenwälder mit Bergrasenarten, üppige Hochstauden-Fichtenwälder und Fichtenblockwälder über Pseudogley.

Bodensaurer Fichtenwald

In den bodensauren Fichtenwäldern ist der Unterwuchs wegen des geringen pH Wertes im Bodenmeist weit weniger üppig ausgeprägt als in den Kalk-Fichtenwäldern.Bodensaure Fichtenwälder findet man an Standorten über Grauwackenschiefern, Jura-Lehmen und kalkfreien Ausbildungen der Werfener Schichten. Typisch für diese Böden ist ihr niedriger pH-Wert (sauer), was sich stark auf die Vegetation auswirkt. Generell ist der Unterwuchs dieses Waldtyps eher artenarm. Die Fichte tritt als dominante Baumart auf, Lärche ist in geringerem Anteil beigemischt.

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Die bodensauren Fichtenwälder lassen sich wiederum in drei Gruppen unterteilen. Zum einen in bodensaure Torfmoos-Fichtenwälder, die im Bereich der Grauwackenzone auftreten. Die Böden sind stark durchfeuchtet, was das Gedeihen des Torfmooses begünstigt. Die Standortsbedingungen sind noch saurer und stickstoffärmer als in anderen Fichtenwald-Typen. Noch feuchter sind die Standortseigenschaften schließlich im bodensauren Torfmoos-Fichtenwald mit Wollgras, in dem moorige Bodeneigenschaften vorherrschen. Neben dem Wollgras ist hier auch die Rauschbeere eine typische Begleitart. Zuletzt ist noch der Typ des bodensauren Fichtenwaldes mit Sauerklee zu erwähnen. Diesen findet man an weniger extremen Standorten mit einer höheren Anzahl an anspruchsvolleren Waldarten im Unterwuchs.

Lärchenwald

Unterhalb der Hesshütte durchwandert man beim Abstieg nach Johnsbach einen lärchenreichen Hochwald. Dieser bietet vor allem in seiner herbstlichen Färbung einen ganz besonderen Anblick.Reine Lärchenwälder sind im Nationalpark Gesäuse eher die Ausnahme, da sie meist zu einem bestimmten Anteil mit Fichten durchsetzt sind. An schattseitigen, felsigen und feinerdearmen Hängen in Seehöhen zwischen 1.400 und 1.600 m erreicht die Lärche allerdings sehr hohe Konkurrenzkraft und dominiert die Baumschicht. Als Begleitarten sind besonders Arten, die an felsige Bedingungen angepasst sind, anzutreffen. So etwa die Zwerg-Alpenrose, die Alpen-Gänsekresse oder die Dunkle Glockenblume.

Lärchen-Zirbenwald

Typisch an den Lärchen-Zirben-Wäldern sind die aufgelockerten Bestandesstrukturen und das Vorhandensein von Latsche oder Grünerle im Nebenbestand.Die höchste Waldstufe im Gesäuse bildet der Lärchen-Zirbenwald. Dieser findet sich auf den alten Plateaus und südlich der Hochtorkette. Die Zirbe hat im Nationalparkgebiet ihren östlichsten Verbreitungspunkt in den Alpen. Typisch für die Wälder sind aufgelockerte Bestandesstrukturen mit wechselndem Anteil von Zirbe und Lärche, wobei nicht selten die Lärche dominiert. Andere Baumarten wie Fichte oder Tanne können auf Grund der härteren klimatischen Bedingungen in der Höhe nur mehr im Nebenbestand mithalten.

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Die Lärchen-Zirbenwälder treten im Nationalpark über Dachsteinkalk auf. Dieser weist höhere Lärchenanteile als sein silikatisches Pendant auf. Nordseitig der Enns fehlt dieser Waldtyp aufgrund der zu schroffen Geländemorphologie. Südseitig treten drei Verbreitungsgebiete auf: Zum einen der Bereich des felsigen „Zirbengartens“ östlich des Hüpflinger-Halses. Weiters die stark von historischer Weidenutzung beeinflussten Nordhänge des östlichen Zinödlmassivs zur Wolfbauernhochalm hin und das Hochtal nördlich der Hesshütte über den steilen Abhängen von Planspitz- und Zinödlmassiv.

Detaillierte Informationen zu den Lärchen-Zirbenwäldern finden Sie unter anderem in der Publikation zu den Lärchen-Zirbenwäldern im Nationalpark Gesäuse: „Lärchen-Zirbenwälder im Nationalpark Gesäuse sowie pflanzensoziologische Diskussion des Carbonat-Lä-Zi-Waldes in Österreich“ von Anton Carli (2013).

Latschengebüsche

LatschenIn den hohen Lagen, wo der Wald an seine Grenzen stößt, übernimmt die Latsche das Landschaftsbild. Über der Waldgrenze bildet sie einen geschlossenen "Krummholzgürtel". In den Schuttrinnen und Lawinengräben steigt sie jedoch bis in die Täler hinab. Die Latsche ist optimal an die extremen Bedingungen des Standortes angepasst. Sie verträgt sowohl Hitze und Trockenheit als auch Frost und lange Schneebedeckung. Sogar an steilen Felswänden vermag diese Baumart noch zu wachsen.

In weniger exponierten und steilen Bereichen bildet die Latsche dichte Bestände, die wiederum anderen Gehölzarten das Aufkommen erleichtern. So findet man beispielsweise Bergahorn, Eberesche oder auch Lärche und Zirbe häufig den Latschenbeständen beigemischt. Bleiben im Bereich unter der Waldgrenze weitere Störungen aus, so kann sich aus dem Latschenbestand auch die entsprechende Waldgesellschaft entwickeln.