Wildbienen – wo die Welt noch in Ordnung ist

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Wildbienen – wo die Welt noch in Ordnung ist

Die Masse der Bienen wird – vor allem in der Kulturlandschaft – von der staatenbildenden Honigbiene gestellt. Dabei übersieht man leicht, dass über 113 Wildbienenarten im Nationalpark Gesäuse herumschwirren. Von der bereits im Frühjahr fliegenden Dunklen Lockensandbiene bis zur vom Aussterben bedrohten Geflügelten Kegelbiene überraschten uns so manche Arten bei den insgesamt 10 Jahre andauernden Untersuchungen.

In Zeiten steigenden Bewusstseins für die Wichtigkeit der „wilden Bestäuber“ ist es bedeutend, die regionalen Hotspots der Bienen- und Wespenarten zu kennen und die Dynamik von Lebensräumen – ob durch Lawinen oder Flüsse oder andere abiotische Faktoren geprägt – zuzulassen. Denn gerade die fehlende Dynamik bedroht diese Arten in intensiv genutzten Gebieten. Dabei sind Wildbienen, also Hummeln, Wespen und Bienen, Zweiflügler wie zum Beispiel Schwebfliegen und verschiedene Schmetterlingsarten, unverzichtbare Bestäuber für einen Großteil der Nutzpflanzen und Wildkräuter.



Fertiggestellte Forschungsarbeit: Neumayer J. (2017): Aculeate Hymenopteren (Chrysidoidea, Apoidea und Vespoidea excl. Formicidae) in Lawinenrinnen des Nationalparks Gesäuse 2017. Im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH. Elixhausen, 41 S.