Nationalpark Gesäuse als „best practice“

Ibatullina Zilya und Rakov Ivan staunen nicht wenig, als sich beim Näherkommen die Gesäuseberge auftürmen. Die beiden sind auf Studienreise im Nationalpark Gesäuse und so spektakuläre Landschaft aus ihrem heimatlichen Nationalpark nicht gewohnt. Internationaler Austausch erweitert den Horizont, sogar im engen Gebirgstal! So sind Zilya und Ivan aus dem russischen Leopardenland-Nationalpark auf Besuch ins Gesäuse gekommen. Das Leopardenland liegt in der Nähe der ostsibirischen Stadt Wladiwostok. Im Gespräch stellt sich heraus, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen.

Für Biologen ist das Gesäuse durch die hohe Zahl an nur regional vorkommenden Arten (Endemiten wie die Zierliche Federnelke oder manche Käfer) ein Eldorado. Das Leopardenland wurde 2012 gegründet, um eine einzelne endemische Art zu retten, den Amurleoparden.

Was aber die Nationalpark-Manager aus Russland im Gesäuse besonders interessiert, ist die Einbettung unseres Nationalparks in die Region. Die gute Zusammenarbeit mit Gemeinden oder den Gesäuse-Partnerbetrieben hat sich in der Szene herumgesprochen und ist immer wieder Grund für Besuche von Auslandsdelegationen. „Spione sind willkommen, wir zeigen gerne und stolz her, was wir können“, kommentiert NP-Direktor Herbert Wölger.
Beim Auseinandergehen beschließen die Park-Manager, Kontakt zu halten, was bei der Distanz nicht einfach sein wird.

Der Leopardenland-Nationalpark befindet sich im äußersten Südosten von Russland, in direkter Nachbarschaft zu Nordkorea und China. Er wurde 2012 auf einer Fläche von 260.000 ha gegründet, um dem Amurleoparden das Überleben zu ermöglichen. Mit nur 70 Stück in freier Wildbahn ist der Amurleopard die seltenste Großkatze der Welt.

 


Amurleopard, © Leopardenland-Nationalpark
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Fotofallenbild der siebenjährigen Dunya, © Leopardenland-Nationalpark
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