Bessere Verkehrsinfrastruktur im Gesäuse

Als einziger steirischer Nationalpark erfüllt das Gesäuse nicht nur eine wichtige Naturschutzfunktion, sondern ermöglicht Besucherinnen und Besuchern auch einzigartige Naturerlebnisse und bildet die Kernmarke für die Tourismusregion. Die Nationalparkverwaltung hat gemeinsam mit Vertretern aus der Region eine „Erlebnis- und Bildungsstrategie 2014-2024" erarbeitet, wobei ein dringender Bedarf zur Verbesserung der Verkehrssituation augenscheinlich wurde.

Vom Westen kommend bildet der Gesäuse Eingang das Tor in den Nationalpark. Dort zwängt sich die Enns spektakulär und mit lauter Geräuschkulisse durch eine Engstelle, die nicht nur 1958 als erstes Naturschutzgebiet der Steiermark ausgewiesen wurde, sondern 2002 auch eine zentrale Rolle in der Nationalparkwerdung spielte. „Leider ist gerade der Nationalpark Gesäuse Eingang nicht erlebbar, ohne auf der Bundesstraße Kopf und Kragen zu riskieren" wie der Johnsbacher Bürgermeister Ludwig Wolf treffend bemerkte.

Nationalparkdirektor Herbert Wölger sieht in einem Erlebnisbereich am Gesäuse Eingang ein wichtiges Zukunftsprojekt: „Dieser Ort verleiht dem Gesäuse seine besondere Charakteristik, eine sichere Begehbarkeit ist für die Weiterentwicklung des Erlebnisangebotes im Nationalpark von immenser Bedeutung."

Mit dem Bau des schon lange geplanten Tunnels würde nicht nur die letzte gefährliche Straßenengstelle beseitigt, sondern auch die Grundlage für einen Besucherbereich Nationalpark Gesäuse Eingang geschaffen. „Damit Radfahrer und Fußgänger gefahrlos dieses einzigartige Naturschauspiel erleben können, müssen LKWs, Autos und Motorrädern in den Berg. Es gilt politische Unterstützung zu finden, um diesen Meilenstein zur Umsetzung zu bringen", bringt Wölger die Situation auf den Punkt.