Neue Nationalpark Ranger im Einsatz

Frischer Wind im Nationalpark - Vieles bewegt sich derzeit im Nationalpark Gesäuse – nicht nur der Frühling schickt bereits die ersten Grüße aus, sondern auch die Angebote und Erlebnismöglichkeiten für Schulklassen sowie große und kleine naturinteressierte Besucher/innen werden stetig mehr. Natürlich bedarf es daher auch einer großen Anzahl an begeisterten Nationalpark Ranger, die diesen Gästen die Besonderheiten der einzigartigen Landschaft des Gesäuses näherbringen. Denn gewöhnlich sind eben jene Nationalpark Ranger die ersten und oft auch einzigen Mitarbeiter der Nationalpark-Verwaltung, mit denen man als Besucher/in in Kontakt gerät. Alle Nationalpark Ranger vereint letztendlich der gemeinsame Wunsch, anderen Menschen die Faszination und Kostbarkeiten intakter Naturlandschaften näher zu bringen und Besucher/innen für die Einzigartigkeit der heimischen Nationalparks zu sensibilisieren.

Gerade eben ist wieder ein Lehrgang zum zertifizierten österreichischen Nationalpark Ranger im Gesäuse zu Ende gegangen und wir möchten die Gelegenheit nutzen, zwei dieser Teilnehmer kurz vorzustellen: Michaela Tomsich und Raimund „Reitsch" Reiter - sie haben vielen „großen und kleinen" Besuchern das Gesäuse bereits auf unterschiedlichste Weise näher gebracht und ihnen unvergessliche Stunden inmitten einer der schönsten Landschaften Österreichs beschert.

Michaela Tomsich: "Natur bewusst zu erleben ist nicht für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit! Als zukünftige Nationalpark Rangerin möchte ich daher Kinder wie auch Erwachsene dazu anleiten, Erfahrungen zu machen, die sie der Natur näher bringen. Unter Gleichgesinnten macht die Rangerausbildung viel Spaß und lässt auch der Vielseitigkeit der Teilnehmer/innen wegen eine gute und interessante Zusammenarbeit erwarten!"

Raimund Reiter: "Für mich ist Natur und Natur erleben kein Trend, sondern Lebenseinstellung und wichtigster Grundbaustein für ein sinnvolles Leben. Dass darüber hinaus die heimische Tier- und Pflanzenwelt einzigartig ist, war mir zwar nicht neu, ist mir aber erst durch die Ranger-Ausbildung bewusst geworden und steigert meine Wertschätzung für unser kostbarstes Gut beträchtlich. Unsere Gesellschaft verlernt leider immer mehr, sich mit der Natur auseinanderzusetzen. Ich will meinen Teil gegen diese Entwicklung beitragen und meinen Gästen bei Führungen einen Anstoß geben und die Gelegenheit bieten, auf den modernen Hochglanz-Wahn verzichten zu können und wieder auf den Boden zu kommen."

Die Idee eines österreichweiten Zertifikats-Lehrganges beruht darauf, dass es in Österreich sechs Nationalparks gibt, die in weiten Bereichen ähnliche Anforderungen an ihre Ranger haben. Die Ausbildung gliedert sich daher ein eine „Grundausbildung" (die in jedem österreichischem Nationalpark nach einer einheitlichen Vorgabe abläuft) und eine nationalparkspezifische Aufbauausbildung. Nach Abschluss von Grund- und Aufbauausbildung sind jährlich verpflichtende Fortbildungstage vorgesehen.

Die Ausbildungsinhalte sind sehr vielfältig und reichen von Botanik und Zoologie über Geologie und Karst bis hin zu Pädagogik und Vermittlungsdidaktik. Ebenso besuchten die zukünftigen Nationalpark Ranger das Forstmuseum in Großreifling und verbrachten einige „alpinökologische" Tage auf der Hesshütte. Im Haindlkar beschäftigten sie sich mit Alpingeschichte und im Sulzkar erfuhren sie einiges zum Thema Alm. Selbstverständlich waren auch die Geschichte der Region sowie die Entstehungsgeschichte des Nationalparks Gesäuse wichtige zu behandelnde Themen.

Ausbildung Gesäuse © C. Leimberger
FORMAT :1459 x 1094  px 
GrÖße        :1005.15 kB

Ausbildung Gesäuse © Possega
FORMAT :1512 x 852  px 
GrÖße        :1.03 MB

Ausbildung Gesäuse © S. Shortall
FORMAT :1555 x 2074  px 
GrÖße        :719.69 kB