Alpine Wegesanierung im Gesäuse - Das Vorzeigeprojekt beeindruckt Wanderer aus ganz Österreich


Die „Aktion Sichere Wege“ wurde 2013 zur Generalsanierung der gesamten Bergwanderwege in der Alpenregion Nationalpark Gesäuse ins Leben gerufen. Dank der Finanzierungspartner – dem Tourismusverband, den Gemeinden, den alpinen Vereinen, der Nationalpark Gesäuse GmbH und dem Land Steiermark -  ist das auf 3 Jahre budgetierte Projekt in vollem Gange. Mit 200.000 Euro sollen planmäßig alle markierten Anstiege zu Schutzhütten und Berggipfel auf einen standardisierten Zustand gebracht werden. „Die Bilanz ist höchst zufriedenstellend – sowohl von Seiten der Wanderer als auch aus Sicht der Hüttenwirte“, resümiert Projektleiter Christian Leimberger am Ende der zweiten Sanierungssaison.


Speziell diesen Sommer wurden die häufigen Wetterkapriolen den Wegmachern oft zum Verhängnis. Blitz, Hagel und Starkregen sorgten für erhöhtes Gefahrenpotential im alpinen Gelände, was zu ungewollten Arbeitstopps führte. Dennoch ist die Leistung  dieses Jahr beachtlich. Rund 4000 Arbeitsstunden wurden von Mai bis Ende September ins 500 km lange Wegenetz investiert. Freiwillige Helfer und Mitarbeiter aus ganz Österreich waren im Einsatz. Manche erkennen „die Wegmacher“ schon an ihren grünen T-Shirts. Sie wissen um die „Aktion Sichere Wege“ Bescheid, sprechen viel Lob und Anerkennung aus. Gelegentlich werden Getränke und sogar Speisen auf der Schutzhütte bezahlt. Eine Tatsache, die sehr erfreut. Letztendlich sind die begeisterten Wanderer der Erfolgsmaßstab des Projekts und zugleich Informationsträger in ihre Heimat.


Im Jahr 2007 kamen mehr als 50% der Sommerurlauber in die Alpenrepublik, um Erholung im Gebirge zu suchen. Österreicher inklusive, ergibt das immerhin 5 Millionen Menschen. Im Vergleich dazu waren nur 9% der Urlauber Städtetouristen (Quelle: T-Mona, 2006). Bedenkt man die Trendentwicklung hin zum Bergsport und einen damit verbundenen Besucherzuwachs, so macht dieses Projekt überaus Sinn. Für diese zunehmende Freizeitsparte wird eine Infrastruktur geschaffen, die weitgehend Unfälle vermeiden soll und das Erlebnis Berg somit attraktiver macht.


Die erhöhte Sicherheit durch besseren Gehkomfort ist das Ergebnis vieler Gedanken und Arbeitsschritte, welche zu einem nachhaltig gut sanierten Wanderweg führen. Das so genannte „Steig angraben“ ist in dieser Form nur mehr einer von vielen Vorgängen. Dazu kommen neu  gestaltete Rastplätze, die wesentlich zur Attraktivierung beim Wanderausflug beitragen. Sie werden sehr geschätzt, denn das Bergerlebnis, in Form von Innehalten, wird ganzheitlich abgerundet. Das ist gut für die Seele und dient zugleich als Besucherlenkung um die sensiblen Ökosysteme abseits der Wege zu schützen. Auch die Sektionen der alpinen Vereine sind froh, dass „ihre“ Wege saniert werden. Freiwillige dafür zu finden ist heutzutage schwierig. Allerdings ist das nur ein kleiner Trost, denn für die Erhaltung sind sie seit mehr als 100 Jahren zuständig und müssen dieser Pflicht auch in Zukunft Treue leisten.


Nähere Infos zur „Aktion Sichere Wege“: http://www.gesaeuse.at/de/aktionsicherewege.html

Rückfragehinweis: Projektleiter Christian Leimberger, Tel: 0680/44 377 49

Allgemeine Presseanfragen: Isabella Mitterböck, Tel: 0664/34 65 629