„Aktion scharf“ im Nationalpark Gesäuse

Die vergangene Woche stand im Nationalpark Gesäuse ganz im Zeichen der Forschung. Insgesamt 80 WissenschaftlerInnen waren im Zuge von drei Veranstaltungen in der Nationalparkregion unterwegs. Eine ganze Woche lang widmeten sich die TeilnehmerInnen des „ÖEG-Insektencamps" der Tierwelt im Nationalpark Gesäuse, der GEO-Tag lockte ExpertInnen und Hobby-ForscherInnen in den Hartelsgraben und bei der Zikadentagung diskutierten international anerkannte SpezialistInnen über ihre artenreiche Insektengruppe.


Die jungen NachwuchsforscherInnen des ÖEG-Insektencamps, einer Veranstaltung der Österreichischen Entomologischen Gesellschaft, untersuchten sieben Tage lang die Insekten- und Spinnenwelt des Nationalparks. Bei der 22. mitteleuropäischen Zikadentagung von 17.-19. Juli auf Schloss Kassegg in St. Gallen widmete man sich in Vorträgen den neuesten Erkenntnissen aus der Zikadenforschung. Mit 50 ForscherInnen war heuer ein neuer Rekord beim GEO-Tag der Artenvielfalt angesagt. Im Hartelsgraben, einem wunderschönen Schluchtwald des Gesäuses, notierten BotanikerInnen und ZoologInnen sämtliche Arten, die sie zu Gesicht bekamen. Soviel dürfen wir schon heute verraten: Mehrere besonders seltene Pflanzen und Tiere konnten dabei zum ersten Mal im Nationalpark nachgewiesen werden. Die Resultate werden nun wissenschaftlich aufbereitet und in einem neuen Band der „Schriftenreihe des Nationalparks Gesäuse" der Öffentlichkeit präsentiert.


Der GEO-Tag der Artenvielfalt ist eine vom Natur-Magazin „GEO" im Jahr 1999 ins Leben gerufene Veranstaltung die jährlich in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich stattfindet. Die Idee ist, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet möglichst viele Tier- und Pflanzenarten zu finden und zu dokumentieren. Der Nationalpark Gesäuse ist seit 2006 jährlich bei dieser Aktion von GEO dabei. Die Ergebnisse liefern auch einen wertvollen Beitrag zur Öffentlichkeits-, Umweltbildungs- und Forschungsarbeit im Nationalpark. Dank dem engagierten Einsatz zahlreicher ForscherInnen sind im Nationalpark ca. 6.600 unterschiedliche Arten nachgewiesen.


Diese Forschungsaktionen dienen dazu, das Wissen über die Arten und ihre Vorkommen zu vertiefen. Dabei erhalten auch junge WissenschaftlerInnen und StudentInnen die Möglichkeit an der praktischen Freilandarbeit teilzunehmen und Kontakte zu knüpfen. Alle TeilnehmerInnen nehmen freiwillig teil und wurden vom Nationalpark lediglich mit Verpflegung versorgt. Wir hoffen auch das Interesse für Forschung in bestimmten Spezialgebieten und für den Nationalpark Gesäuse wecken zu können.

Rückfragehinweis: Daniel Kreiner
Tel: +43 664 8252 303, daniel.kreiner@nationalpark.co.at


 

Insektenforscher © ÖKOTEAM, Christian Komposch
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Insektenforscher © ÖKOTEAM, Christian Komposch
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Insektenforscher © Nationalpark Gesäuse GmbH, Alexander Maringer
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