Nationalpark Gesäuse bei Ranger-Olympiade

In der vergangenen Woche wurde im Naturpark Marguareis - Alpi Marittime in den italienischen Alpen die 21. Internationale Ranger-Olympiade ausgetragen. Im Gedenken an einen italienischen Nationalpark-Mitarbeiter, der vor vielen Jahren bei einem Lawinenunglück ums Leben kam, wird jährlich ein alpenweites Treffen abgehalten, das neben fachlichen Vorträgen und einem gesellschaftlichen Austausch auch die so genannte „Danilo Re Trophy“ beinhaltet.

Diesjähriger Austragungsort war die Gemeinde Chiusa di Pesio am südwestlichsten Ende des Alpenbogens. Das Schutzgebiet umfasst neben den höchsten Gipfeln der ligurischen Alpen mit dem Pesio-und Tanaro Tal eine faszinierende und abwechslungsreiche Kultur- als auch Naturlandschaft mit ausgedehnten Wäldern und dem größten alpinen Karstsystem des Piemont. Beim Wettkampf messen sich Teams aus den Schutzgebieten sämtlicher Alpenanrainerstaaten in folgenden sportlichen Disziplinen: Schi-Bergsteigen, Riesentorlauf, Langlauf und Schießen. Vier Teilnehmer pro Team kämpfen dabei jeweils in einer Disziplin um eine möglichst gute Platzierung, welche am Ende zusammengerechnet werden und den Gesamtrang ergeben. 2016 waren insgesamt 35 Mannschaften aus sechs Ländern am Start, darunter auch die beiden Mannschaften des Nationalparks Gesäuse. Am Ende ergaben sich zwei Plätze im Mittelfeld, welche angesichts der vielen professionellen Aktiven am Start einen berechtigten Grund zum Feiern darstellte und vor allem durch den dritten Platz in der Einzelwertung „Schießen“ durch Marianne Skacel gekrönt war.

Das "Memorial Danilo Re" ist seit Jahren eine wichtige Gelegenheit der Begegnung für die Mitarbeiter der alpinen Schutzgebiete, insbesondere denjenigen, die täglich in der Gegend mit Überwachung, Betreuung und Wissensvermittlung betraut sind. Das Memorial steht für die Freundschaft und die gemeinschaftlichen Bemühungen und Ziele aller Beschäftigten in den Schutzgebieten. Es ist also kein reines Sportereignis, sondern bietet vor allem die Gelegenheit, die Alpengebiete sowohl auf logistischer und sportlicher Ebene als auch in touristischer Hinsicht international zu fördern. 2017 gibt es dann gleich doppelten Grund zu feiern! Nachdem Österreich für die Periode 2017-2018 den Vorsitz der Alpenkonvention, dem völkerrechtlichen Übereinkommen über den umfassenden Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Alpen, übernehmen wird, ist der Nationalpark Gesäuse im Jänner 2017 erstmals Austragungsort des Memorials Danilo Re. Eine ideale Auftaktveranstaltung, um das verbindende Element aller Alpen-Anrainerstaaten und das gemeinsame Bemühen um den Erhalt dieses so einzigartigen Natur- und Kulturraumes ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Anlässlich der offiziellen Übergabe der Danilo Re Fahne an den Direktor des Nationalparks Gesäuse, Herbert Wölger, wurde auch die entsprechende Einladung begeistert aufgenommen: „Herzlich Willkommen 2017 im Nationalpark Gesäuse! Bienvenu! Benvenuto! Dobrodošli!“

 
 

Danilo Re Feier © Nationalpark Gesäuse GmbH_Blank
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Danilo Re Umzug © Nationalpark Gesäuse GmbH_Wölger
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