Die „einheimischen“ Naturjuwele im Nationalpark Gesäuse sind stark bedroht

Klimaerwärmung bringt über 130 seltenste Arten in große Gefahr, auszusterben

Die Ennstaler Alpen und der Nationalpark Gesäuse sind ein Zentrum endemischer Arten in Österreich. Diese Endemiten (griechisch: endémos: einheimisch) kommen nur in einem sehr begrenzten Gebiet vor. Die kleinräumige Verbreitung und ihre Häufung in den Gipfelregionen machen sie besonders anfällig für die Auswirkungen der Klimaerwärmung. Experten gehen davon aus, dass durch den Anstieg der Temperaturen bis über 75% ihres Lebensraumes noch in diesem Jahrhundert verloren gehen werden. Damit gehören diese Arten zu den gefährdetsten in unserer Region.

Der Nationalpark Gesäuse ist ein Endemiten-Hotspot in Österreich. Mit über 100 tierischen und über 30 pflanzlichen Endemiten bildet das Gesäuse ein Zentrum dieser nur sehr regional verbreiteten Arten. Zu diesen zählt zum Beispiel auch die Zierliche Federnelke, die gerade jetzt blüht. Zwischen Grimming und Gesäuse verbreitet, findet man die größten Bestände im Nationalpark. Viele andere Arten, von Laufkäfern bis zu Weberknechten, kommen weltweit einzigartig auf den Gesäusegipfeln vor und werden hier durch die Klimaerwärmung in Zukunft in Bedrängnis kommen. Der Nationalpark hat damit auch eine besonders hohe internationale Verantwortung für deren Schutz zu tragen.

Das Thema Endemiten ist daher auch ein Schwerpunkt in der Forschung des Nationalparks. So arbeitet der Nationalpark Gesäuse derzeit daran, seine Liste der endemischen Arten zu vervollständigen. Eine Gelegenheit, mehr über diese „Kronjuwele“ unserer Natur zu erfahren, bietet sich im Rahmen einer Exkursion im Nationalpark am Samstag, den 23. Juli.
Anmeldung unter: www.naturparkakademie.at,
Veranstaltungstitel „Weltweit einzigartig“

Ein Bericht zu den tierischen Endemiten im Nationalpark findet sich auf der Nationalpark-Homepage: http://www.nationalpark.co.at/forschung/veroeffentlichungen/wirbellose-tiere/2935-2009-tierische-endemiten-im-nationalpark-gesaeuse

Informationen zur Veranstaltung unter: infobuero@nationalpark.co.at; +43 3613 21160 20

Nähere Informationen zum Thema Endemiten: Daniel Kreiner, +43 3613 21000 30,
daniel.kreiner@nationalpark.co.at

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Zierlich Federnelke ©Josef Greimler
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