Econnect alpenweit

„Nördliche Kalkalpen/Eisenwurzen/Gesäuse/Dürrenstein“

Ein alpenweites Projekt erzielt lokale ErfolgeDas dreijährige EU-Projekt ECONNECT war mit 16 Projektpartnern das größte laufende internationale Projekt zur Verbesserung der ökologischen Vernetzung in den Alpen. Neben den bereits geschützten Gebieten kommen vor allem Landschaftskorridore mit hoher Biodiversität, die durch Projekte und Vertragsnaturschutz gesichert werden können, als Verbindungselemente in Frage. Ein Netzwerk alpiner Ökosysteme über Landesgrenzen hinweg soll dort wieder entstehen, wo der Mensch Barrieren und Grenzen gesetzt hat.

Die Nationalpark Gesäuse GmbH war offizieller ECONNECT-Projektpartner und hat im Rahmen des Projektes in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Oö. Kalkalpen und dem Wildnisgebiet Dürrenstein einen transparenten Planungsprozess für einen „Ökologischen Verbund“ in der Region gestartet. Wichtig war dabei die umfassende Einbindung aller InteressensvertreterInnen, die an diesem Projekt mitarbeiten wollten. Dazu zählen neben den Schutzgebietsverwaltungen vor allem Grundeigentümer und Nutzungsberechtigte, VertreterInnen der Land- und Forstwirtschaft, der Jagd und Fischerei, des Wasserbaus sowie der Wildbach- und Lawinenverbauung, der Raumordnung und Regionalentwicklung. Insgesamt wurden über 160 Interviews geführt und 4 Arbeitsgruppen zu den Themen „Wald“, „Wasser“, „Almen und extensives Grünland“ und „Öffentlichkeitsarbeit“ gebildet. Als Ergebnis konnten zahlreiche Projekte in einem Projektantrag mit dem Titel „VeuEr“ zusammengefasst werden. Da für dieses Großprojekt jedoch keine länderübergreifende Förderung aufzutreiben war, wurden einzelne Projekte daraus in die Umsetzung gebracht. Eines diese Projekte diente der Habitatverbesserung für den Weißrückenspecht. Gemeinsam mit den großen Waldbesitzern der Region wurde eine andauernde Initiative dazu gestartet. Auch im Rahmen des Habichtskauzprojektes wurde die Kooperation über die Ländergrenzen hinweg verstärkt.

Historische Verbindungen formen die Pilotregion „Nördliche Kalkalpen“.Die Ergebnisse des europaweiten Projektes wurden in einer Abschlusskonferenz in Berchtesgaden präsentiert und fanden großen Anklang. Auch die EU war mit den Ergebnissen aufgrund zahlreicher Umsetzungsprojekte sehr zufrieden und so konnte die gesamte Fördersumme gewonnen werden.

Zahlreiche Initiativen sollen auch weiterhin für die Nachhaltigkeit dieses Projektes sorgen. So wird es auch in unserer Pilotregion ein Folgeprojekt geben, das die positiven Schritte zum Wohle der Natur und der Menschen in unserer Region fortsetzen wird.

Projektdauer: September 2008 – November 2011
Budget Pilotregion Nördliche Kalkalpen/Eisenwurzen/Gesäuse/Dürrenstein: rund 190.000 €
Budget alpenweit: 3,2 Mio €
16 Projektpartner alpenweit, 7 Pilotregionen

  • Nationalpark Mercantour – Alpi Marittime
  • Departement Isère
  • Monte Rosa Region
  • Rhätisches Dreieck (Engadin, Südtirol, Trentino, Tirol)
  • Nationalpark Hohe Tauern - Südtirol
  • Nationalpark Berchtesgaden - Salzburg
  • Nördliche Kalkalpen/Eisenwurzen/Gesäuse/Dürrenstein

Ausgewählte Links:
Econnect: http://www.econnectproject.eu
Die Projektregion: http://www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/
Nationalpark Gesäuse: http://www.nationalpark.co.at
Wildnisgebiet Dürrenstein: http://www.wildnisgebiet.at
Nationalpark Oö. Kalkalpen: http://www.kalkalpen.co.at
Naturparke Österreich: http://www.naturparke.at
Netzwerk Alpiner Schutzgebiete: http://www.alparc.org
Ökologische Netzwerke in den Alpen: http://alpine-ecological-network.org
Internationale Alpenschutzkommission CIPRA: http://www.cipra.org/de