GEO-Tag-Veranstaltungen des Nationalparks Gesäuse

 

GEO-Tag 2016: GOFER

GeoTag2016

Beim GEO-Tag 2016 wurden die Lebensräume rund um die Goferhütte untersucht. Das Untersuchungsgebiet bot eine Vielzahl an Habitaten, wie etwa die Schuttrinne des Gofergrabens mit den angrenzenden Waldgesellschaften, Latschengebüschen, Schutt- und Felsfluren. Im Bereich der Hütte galt es die Weidefläche und die angrenzenden Fichten-Lärchen-Buchenwälder, sowie Rotföhrenbestände unter die Lupe zu nehmen. Die Hintergoferalm wurde bis 2014 mit Kühen beweidet. Seit 2016 wird extensiv mit Schafen bestoßen. Die Auswirkungen dieser Umstellung in der Beweidung auf die Flora und Fauna stellen eine interessante Fragestellung dar. 23 TeilnehmerInnen suchten nach Arten unterschiedlichster Gruppen. Trotz des eher nass-kalten Wetters konnten auch bei diesem GEO-Tag zahlreiche interessante Funde vermerkt werden.

 

 GEO-Tag 2015: Hartelsgraben

GEOTag2015Beim GEO-Tag der Artenvielfalt 2015 wurde der Hartelsgraben an der östlichen Flanke der Hochtorgruppe untersucht. Der Graben ist von imposanten Ahorn-Eschen-Schluchtwäldern geprägt. Solche laubholzdominierten Wälder sind im Nationalpark eine Besonderheit. Das gemäßigte Schluchtklima begünstigt Laubgehölze wie Ahorn, Esche, Ulme und Linde. Die Krautschicht ist aufgrund des kleinräumigen Mosaiks sehr divers. Die Dominanz der im Gebiet sonst weniger häufigen Baumarten und die speziellen lokalen Klimaverhältnisse führen zu vielfältigen Lebensgemeinschaften, welche man im Nationalpark sonst nur selten antrifft. Entlang der ältestens Gebirgs-Forststraße, dem heutigen Wanderweg zur Hartelsgrabenhütte, widmeten sich ForscherInnen unteschiedlichster Fachbgebiete der Tier- und Pflanzenwelt des Hartelsgraben.

 

 GEO-Tag 2014: Hinterwinkel

GEOTag2014Im "hintersten Winkel" fand der GEO-Tag der Artevielfalt 2014 statt - nämlich im Hinterwinkel südwestlich des Großen Buchsteins. Trotz des sehr warmen Wetter stiegen Forscher und Forscherinnen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen zum Untersuchungsgebiet hoch. Eine Besonderheit des Hinterwinkels und des gesamten Nationalparks Gesäuse sind die dort vorkommenden Buchenwälder. Zahlreiche Tannen, sonst rar im Gebiet, finden sich im Waldbestand. Aber nicht nur der Wald, sondern auch die Schuttrinnen, eine Wildwiese und Quellen wurden hinsichtlich ihrer Lebensgemeinschaften und Artenvielfalt unter die Lupe genommen. 

 

GEO-Tag 2013: Haindlkar

Geo-Tag 2013Der GEO-Tag 2013 im Haindlkar war wieder ein voller Erfolg. Er zeichnete sich durch Neuerkenntnisse in vielerlei Bereichen aus. Beispielsweise konnten von manchen Arten neue Standorte gefunden werden. Die Schutthalden und Quellen in diesem wilden Kar sind besonders spannende Lebensräume. Das Untersuchungsgebiet erstreckte sich vom Parkplatz am Talboden über den Haindlkargraben bis zur Haindlkarhütte und darüber hinaus in den Bereich der Gsengscharte und in Richtung Peternpfad am Fuße der steilen Nordwände der Hochtorgruppe. Auf einer relativ kurzen und überschaubaren Distanz hat man hier eine rasche Abfolge unterschiedlichster Lebensräume und Pflanzengesellschaften - von Waldbeständen mit Föhren im Tal, über Latschengebüsche, Rasengesellschaften und Schuttgesellschaften hin zu Felsspaltenvegetation an den Felswänden.

GEO-Tag 2012: Pürgschachener Moor

Geo-Tag 2012Der GEO-Tag 2012 war, wie für diesen Tag schon fast „üblich“, von mäßig gutem Wetter geprägt. Zwar blieben die Forscherteams von Regenschauern die meiste Zeit über verschont, allerdings konnte das ursprüngliche Ziel, der Paltenspitz, an dem die Palten in die Enns mündet, aufgrund der Hochwassersituation nicht in Angriff genommen werden. Wie schon an dem einen oder anderen GEO-Tag zuvor zeigte man sich, was die Auswahl des Untersuchungsgebietes betrifft, durchaus flexibel und so wurde das Pürgschachener Moor als Ausweichprogramm gewählt. Entlang des gut angelegten Moor-Rundweges konnten die TeilnehmerInnen die interessante Moorlandschaft erleben und die Flora und Fauna der Moor-Randbereiche und Wiesen untersuchen.

GEO-Tag 2011: Buchstein

Geo-Tag 2011Der Große Buchstein, einer der höchsten Berge im Gesäuse, sollte am GEO-Tag der Artenvielfalt 2011 hinsichtlich seiner Artenvielfalt untersucht werden. Schon am Vortag machten sich die motivierten TeilnehmerInnen auf den Weg zum neu eröffneten Buchsteinhaus, um am nächsten Tag bereit für den Gipfelsturm zu sein. Leider behielt der Wetterbericht Recht und eine Schlechtwetterfront traf rechtzeitig zum Start des alljährlichen Forschens und Sammelns ein. Dennoch verbrachte man den Tag nicht in der wohligen Wärme des neuen Buchsteinhauses, sondern widmete sich, gut ausgerüstet mit wetterfester Kleidung und Regenschirmen, der bunten Lebewelt des Buchsteins. Die meisten Forscher-Gruppen nahmen dabei den Bereich um die Hütte unter die Lupe. Nur eine kleine Gruppe wagemutiger Botaniker wagte sich über den Südwand-Klettersteig, unter der Leitung des Bergführers Alois Leitner, auf den Gipfel des Buchsteins.

Durch den entschlossenen Einsatz der WissenschaftlerInnen konnte auch in diesem Jahr eine beachtliche Anzahl an Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen werden. 630 vorgefundene Arten erweiterten die Kenntnisse zur Biodiversität im Nationalpark!

GEO-Tag 2010: Das Kalktal bei Hieflau

Geo-Tag 2010Am 29. Mai 2010 traf sich ein Team von WissenschaftlerInnen in Hieflau ein, um von dort aus die Tier- und Pflanzenwelt des Kalktales zu untersuchen. Wie schon die Jahre zuvor folgten auch zahlreiche Naturbegeisterte der Einladung des Nationalparks zum jährlichen GEO-Tag der Artenvielfalt und beteiligten sich an der interdisziplinären Artensuche. Insgesamt 40 ForscherInnen und 150 BesucherInnen nahmen an der Veranstaltung teil, die ihren feierlichen Abschluss beim Köhlerzentrum in Hieflau fand. Die Gesamtausbeute dieses Tages lag bei 1.016 Tier- und Pflanzenarten – ein neuer Rekord für den GEO-Tag im Nationalpark Gesäuse! Noch beachtlicher war allerdings die hohe Anzahl an Erstfunden für das Gesäuse: unglaubliche 69 Arten! Dieses höchst erfreuliche Ergebnis liefert nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Grundlagenforschung im Nationalpark, sondern gilt auch als großartiges Zeugnis für die ambitionierten ForscherInnen, die mit ihrem unermüdlichen Engagement und Einsatz dazu beigetragen haben.

 

GEO-Tag 2009: Hesshütte

Geo-Tag 2009Um die bunte Artenvielfalt in den höheren Lagen des Nationalparks zu entdecken, machte sich eine Expertengruppe für den GEO-Tag 2009 auf den Weg zur Hesshütte. Das Gebiet um die Hütte liegt im Bereich des Überganges von Wald zur waldfreien Zone und bietet ein Mosaik an Almflächen, Schutt-, Fels- und üppigen Hochstaudenfluren. Auch die artenreichen Rasen unterhalb des Rotofens wurden genau inspiziert. Das eigentliche Ziel, der Gipfel des Hochtores, der höchste Punkt im Gesäuse mit 2.369 m Seehöhe, konnte aufgrund der widrigen Wetterbedingungen leider nicht in Angriff genommen werden. Zu gefährlich wäre der Aufstieg über den Gugelgrat unter diesen Bedingungen gewesen. An Alternativen mangelte es an diesem Tag allerdings nicht. Die bereits genannten Habitate rund um die Hesshütte boten den wetterfesten ForscherInnen eine reichhaltige Flora und Fauna. Zwar kann man bei Schönwetter meist mehr Arten nachweisen, dennoch stellt das Ergebnis mit 565 vorgefundenen Arten eine gute „Ausbeute“ für diesen Tag dar.

 

GEO-Tag 2008: Tamischbachturm

Geo-Tag 2008Beim dritten GEO-Tag im Nationalpark Gesäuse ging es hoch hinaus, und zwar auf den Tamischbachturm (2.035 m). Stützpunkt war die Ennstaler Hütte (1.543 m), zu der die TeilnehmerInnen schon am Vortag, aufstiegen um vor dem großen Tag der Feldarbeit noch einen gemütlichen Abend in geselliger Runde zu verbringen. Zu später Stunde widmete man sich noch den Nachtfaltern, welche mit Leuchtzelten angelockt werden. Am folgenden Tag machten sich die ambitionierten ForscherInnen und Naturinteressierten auf zum Gipfel des Tamischbachturmes, um dort die Forschungsarbeit fortzusetzen. 863 Tier- und Pflanzenarten konnten in diesem Jahr identifiziert werden.

GEO-Tag 2007: Johnsbach

Geo-Tag 2007Am 21. Juli 2007 stand der GEO-Tag der Artenvielfalt im Nationalpark Gesäuse im Zeichen des Johnsbaches. Rund 30 ForscherInnen fanden sich im Nationalpark ein, um an der Feldarbeit teilzunehmen. Zu Beginn des schönen Sommertages schwärmten sie in die unterschiedlichen Teilbereiche des Untersuchungsgebietes aus: Johnsbachmündung, die Wiese beim Weidendom, Lettmairau, Kainzenalblgraben, Langgriesgraben, Etzbachquelle und Griesmairmoor. Dadurch konnte eine Vielzahl unterschiedlicher Biotoptypen untersucht werden. Das Wetter spielte diesmal mit und so konnte eine beachtliche Anzahl von 999 Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen werden. Darunter Arten von Flechten, Moosen, Pilzen, Höheren Pflanzen, unterschiedlicher Insektengruppen, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säuger.

GEO-Tag 2006: Kölblalm

Geo-Tag 20062006 fand der GEO-Tag der Artenvielfalt zum ersten Mal auch im Nationalpark Gesäuse statt. Als Untersuchungsgebiet wurde die Kölblalm auserkoren. Das schlechte Wetter an diesem Junitag war für die ambitionierten ForscherInnen kein Grund zu Hause zu bleiben und so wurde trotz der ungüstingen Bedingungen eifrig mit den Aufnahmen begonnen. Mit Netzen, Keschern, Lupen, Feldstecher etc. bewaffnet machten sich die motivierten TeilnehmerInnen auf, die Flora und Fauna im Bereich der Alm, sowie auch oberhalb der Baumgrenze und an Quellbiotopen zu entdecken. Das Ergebnis kann sich auch durchaus sehen lassen. Insgesamt 672 Arten konnten bestimmt werden! Untersucht wurden Flechten, Moose, Höhere Pflanzen, Schmetterlinge, Wanzen, Zikaden, Weberknechte, Spinnen, Käfer, Amphibien, Reptilien, Vögel und Fledermäuse.