G01. Digitale Datenerfassung für ein GIS-gestütztes Almbewertungsmodell im Nationalpark Gesäuse
Autor: Hüttenbrenner Klaus (Diplomarbeit)
Die Applikation „Mobiles Almbewertungssystem“ besteht im Wesentlichen aus Access-Datenbank, ActiveSync Software zur Synchronisation und GPS-Empfänger zur Positionierung. Sie wurde in der Programmiersprache Visual Basic .NET erstellt. Ein PDA empfängt über das GPS-Modul die Positionsdaten im NMEA-Format. Aufgrund der Architektur der vorhandenen Anwendung ist eine Erweiterung des Funktionsumfanges mit vertretbarem Aufwand möglich.
Langfristig ist eine Umstellung der gesamten Datenerfassung im Nationalpark auf digitaler Basis geplant. Der Aufbau einer offenen Anwendung zur Durchführung verschiedenster Kartierungen (Ornithologie, Vegetationskunde, Biotopkartierung, usw.) ist das Ziel.
Die Sulzkaralm ist die am besten dokumentierte Alm im Nationalpark
Berichte und Veröffentlichungen:
Hüttenbrenner, K. (2004): Digitale Datenerfassung für ein GIS-gestütztes Almbewertungsmodell im Nationalpark Gesäuse. Diplomarbeit, Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Linz.
G02. Gravitative Naturprozesse im Nationalpark Gesäuse
Autor: Stangl Johannes (Diplomarbeit)
Der Nationalpark Gesäuse ist aufgrund seiner schroffen Topografie, mit zahllosen Rinnen, Schuttfeldern, Wänden und Steilflanken, besonders reich an gravitativen Naturprozessen. Die Einschätzung dieser von der Schwerkraft bestimmten, oft "katastrophalen" Vorgänge ist im Hochgebirge äußerst schwierig.
Neben theoretischen Berechnungen und Modellierungen kam auch ein Inventar vergangener Ereignisse zur Auswertung. Diese Recherche wurde aus verschiedenen Quellen (Bücher, Fotos, Archive) zusammengeführt, danach in die neu erstellte GRANAT-Datenbank übertragen und mit GIS kartographisch verortet.
Durch den Vergleich der Bestandsaufnahme mit der Dispositionsmodellierung konnte deren Aussagekraft überprüft und bestätigt werden.
Gravitative Massenbewegungen machen der Erschließung auch heute noch zu schaffen : Tamischbachturm-Großlawine nahe Hieflau im Februar 2009. - Bild: Lawinenwarndienst Steiermark
Berichte und Veröffentlichungen:
Stangl, J. (2009): Gravitative Naturprozesse im Nationalpark Gesäuse. - Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades eines Magisters an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Geographie und Raumforschung, 2009: 156 pp.
G03. Geomorphologische Grundlagenerhebung und Bewertung im Nationalpark Gesäuse
Autor: Bernhard Remich (Diplomarbeit)
Der Fokus der Arbeit lag auf der Entwicklung einer geomorphologischen Gebietskarte des Nationalparks Gesäuse im Maßstab 1: 25.000. Die relevantesten Formungsprozesse der extremen Hochgebirgslandschaft im Gesäuse sind von der Geologie und vom Klima bestimmt. Im Formenschatz zeigt sich ein Mix aus relikten Formen (Moränen, Großkarsterscheinungen), subrezenten und aktuellen Formengruppen. Die Großformen sind das Resultat glazialer und fluvialer Prozesse, unterstützt von der Gravitation, und nur untergeordnet vom Karstaspekt bestimmt. Neben den Erläuterungen zur Karte gibt die Arbeit eine detaillierte Auflistung und Beschreibung des Formeninventars. Letztlich wird die Einzigartigkeit der Gesäuseberge, ihr Formenreichtum und die spezielle Ausprägung des Ennsdurchbruches im regionalen Umfeld erläutert und gewürdigt.
Hochgebirge haben eine komplexe, aus vielen überlagernden Formungsprozessen resultierende Morphologie.
Berichte und Veröffentlichungen:
Remich, B. (2001): Geomorphologische Grundlagenerhebung und Bewertung im Projektgebiet Nationalpark Gesäuse. - Diplomarbeit Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Geographie und Raumforschung, Graz 2001: 58 pp.
G04. Erstellen einer Biodiversitätsdatenbank für den Nationalpark Gesäuse
Autor: Zimmermann Philipp (Diplomarbeit)
Das Ziel der Arbeit ist die Erstellung einer Biodiversitätsdatenbank für den Nationalpark Gesäuse mit Hilfe des Programms BioOffice 2.0, einer umfassende Softwarelösung zum Aufbau von biologischen Datenbanken. Zusammengefasst bestehen die Schritte daraus (1) den Umgang mit der Software zu erlernen, (2) eine Vielzahl an Tabellen früherer Vegetationsaufnahmen für einen Import aufzubereiten und zu importieren, (3) Konfigurationsarbeiten in BioOffice 2.0 durchzuführen sowie (4) eine Excel-Vorlage für Vegetationsaufnahmen zu erstellen welche dem Datensammler in Zukunft als Aufnahmestandard zu Verfügung stehen soll. Neben dem Nationalpark Gesäuse wird BioOffice unter anderem auch von den Nationalparks Hohe Tauern und Kalkalpen genutzt. Da der Nationalpark Hohe Tauern bereits seit dem Jahr 1999 an seiner Biodiversitätsdatenbank arbeitet, liegt bereits ein beachtlicher Bestand an Daten sowie Erfahrung vor.
Datenbankerfassung für Flora und Fauna im Nationalpark Gesäuse.
Berichte und Veröffentlichungen:
Zimmermann, Philipp (2010): Erstellen einer Biodiversitätsdatenbank für den Nationalpark Gesäuse. Unter Verwendung und Vorstellung der Software BioOffice 2.0. Diplomarbeit. Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Geographie und Raumforschung, Graz 2001: 58 pp.