Die Arbeit gliedert sich in einige Teilstudien auf. Die „Geschichte der Sulzkaralm“ steht am Beginn des Forschungsprojektes. 2004 wurden Hüpflinger-, Hasel- kar- und Scheucheggalm erforscht. Hier gab es alte Almprojekte (1910 bis ca 1920) mit neuartigen Versuchsställen und optimierten Geländekorrekturen für das Weidevieh. Bei der Kölblalm reichen die Quellen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Bemerkenswert ist der Wandel von einem Zinshof zu einer Privatalm. Auf weit ältere Epochen weisen bronzezeitliche Schmelzplätze auf der Kölbl- und der Hüpflingeralm hin.
Den ehemaligen Hochalmen Ebnesanger-, Egger- und Wolfbauernalm nachzuspüren war schwierig, da keine Zeitzeugen mehr befragt werden konnten und über die Gründe für die Aufgabe nur wenig in den Akten steht.
Die wechselvolle Geschichte der Bergweiden im Gesäuse reicht von der Bronzezeit bis zu aktuellen Projekten mit Unterstützung der EU.
In zwei Fällen dürfte das Versiegen der Quellen maßgeblich gewesen sein. Die jüngsten Studien zeigen die enge Verbindung von historischer Holzwirtschaft im Gstatterbodnerkessel mit der Anlage von Voralmen und Hauptalmen. Schließlich gibt es noch den Sonderfall „Almauftrieb bergab“ (Heimhöfe liegen höher als die Voralmen), wie auf der ehemaligen Krapfalm an der Gesäuse-Enns.
Berichte und Veröffentlichungen:
Hasitschka, J. (2001): „Almzins und Almverwaltung in der Herrschaft Admont vom 15. bis in das 18. Jahrhundert. Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark 91/92 (2000/2001), S. 377 – 424.
Hasitschka, J. (2004): „Die Geschichte der Sulzkaralm“. 24 Seiten. Unveröff. Studie i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH. - Download (PDF 0.2 MB)
Hasitschka, J. (2005): „Die Geschichte der Almen Haselkar, Hüpflinger und Scheuchegg“. 34 Seiten. Unveröff. Studie i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH. - Download (PDF 1.7 MB)
Hasitschka, J. (2005): „Die Geschichte der Wolfbauernhochalm“. 16 Seiten. Unveröff. Studie i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH. - Download (PDF 1.8 MB)
Hasitschka, J. (2005): „Die Geschichte der Eggeralm“. 18 Seiten. Unveröff. Studie i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH. - Download (PDF 1.3 MB)
Hasitschka, J. (2006): „Die Geschichte der Ebnesangeralm“. 11 Seiten. Unveröff. Studie i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH. - Download ( PDF 1.6 MB)
Hasitschka, J. (2006): „Die Geschichte der Gstatterboden-Almen Draxltal, Nieder- und Hochscheiben“. Unveröff. Studie i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH.- Download ( PDF 4.1 MB)
Hasitschka, J. (2006): „Die Geschichte der Goferalmen“. Unveröff. Studie i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH. - Download (PDF 0.8 MB)
Hasitschka, J. (2007): „Die Geschichte der Kölblalm“. 4 Seiten. Johnsbach. - Download (PDF 0.5 MB)
HIS02. Waldgeschichte im Nationalpark Gesäuse
Autor: Hasitschka Josef
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht nicht die forstwirtschaftliche Interessenslage, sondern wie der Wald durch verschiedene Nutzungsarten verändert wurde. Die zeitliche Begrenzung mit 1900 markiert das Ende der Holzkohle-Produktion für die Montanindustrie und den Beginn der Nutzholzwirtschaft. Als Quellen dienten die Forstarchive im Stift Admont und in den Steiermärkischen Landesforsten.
Das Spannungsfeld zwischen der Innerberger Hauptgewerkschaft als Hauptnutzer, des Stiftes Admont als Eigentümer ohne Rechte, der Gewerken in der „Eisenwurzen“ und der zahlreichen Bauern mit ihren Holzbezugsrechten wird plastisch dargestellt. Die negativen Einflüsse auf den Wald kamen von der Waldweide und von den "Kohlbauern".
Dagegen führte die nachhaltige Nutzung durch die „Steiermärkischen Landesforste“ zu einer Erholung der Gesäusewälder. Ein nie genutzter Urwald ist am Zinödl nun auch durch Archivalien nachgewiesen.
Die Waldgeschichte im Gesäuse - ein hochinteressanter Forschungsbericht von den frühen Anfängen der Holzverwertung bis zum Naturwald der Landesforste
Veröffentlichungen und Berichte:
Hasitschka, J. (2005): Gesäusewälder. Eine Forstgeschichte nach Quellen von den Anfängen bis 1900. Admont: Nationalpark Gesäuse 2005. - Schriften d. Nationalparks Gesäuse, 120 S.
Die Studie kann um € 19,90 online und bei den Nationalpark - Verkaufsstellen erworben werden!
HIS03. Kultur statt verwilderter Natur
Autor: Ronald Würflinger (Diplomarbeit)
Die Diplomarbeit schildert die Entstehung des Nationalparks mit allen Diskussionen, Konflikten und Kontroversen. Sie beginnt mit der Beschreibung der Naturschutzentwicklung in Österreich, der Nationalparkidee und Konflikte um National-parkerrichtungen in Österreich. Mittels Interviews und Studium der zur Verfügung stehenden Quellen wurden die handelnden Akteure, die Gesäuseregion und die Genese des Nationalparks Gesäuse genau beschrieben.
Im letzten Teil der Arbeit werden Text und Bilder des Mediums der "Schutzgemeinschaft Heimat Gesäuse“ analysiert.
Veröffentlichungen und Berichte:
Würflinger, R. (2007): „Kultur statt verwilderter Natur“ Der Widerstand gegen die Errichtung des Nationalparks Gesäuse. Eine historische Diskursanalyse als Beitrag zur Umwelt-geschichte Österreichs, Diplomarbeit, Univ. Wien, 247 pp.
Postwurf der Schutzgemeinschaft zur Volksbefragung in Admont Oktober 2001 (Download)
HIS04. Die Geschichte der Almen und Halten im Gesäusetal
Autor: Hasitschka Josef
Der Bericht widmet sich einmal mehr einer fast versunkenen Kulturlandschaft. Er umfasst die Nutzungsgeschichte der mehr oder wenigen ebenen Flächen entlang der Enns im Gesäuse. Im Talboden zwischen Gesäuse-Eingang bis Gstatterboden sind die Relikte ehemaliger Weide- und Grünlandnutzung heute kaum mehr zu finden, obwohl sie vor vierzig Jahren das Landschaftsbild entscheidend geprägt haben.
Angefangen von „almwirtschaftlicher" Nutzung, über die Bewirtschaftung durch die Bahnwärter der ÖBB, bis hin zum Wiederaufforsten durch die Steiermärkischen Landesforste in den späten 1960iger Jahren spannt sich der Bogen. Dokumentiert wird dies durch alte Katasterkarten, Forsteinrichtungen, Luftbilder und Panoramaaufnahmen, ergänzt durch aktuelle Fotos aus dem Jahr 2007.
Gut erkennbar ist hier die frühere Wiesennutzung an der Enns an den Heumandln. Die "Alm" lag tiefer als der Heimathof!
Veröffentlichungen und Berichte:
Hasitschka, J. (2007): Die Geschichte der Almen und Halten im Gesäusetal. Bericht im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH, 27 pp.