K01. Landschaftsökologische Untersuchungen in Johnsbach unter der besonderen Berücksichtigung der klimatischen Verhältnisse
Autorin: Seiss Michaela (Diplomarbeit)
Johnsbach wird durch zwei unterschiedliche Gesteinszonen geprägt, durch die Kalke und Dolomite der Nördlichen Kalkalpen, sowie durch die silikatischen Gesteine der Grauwackenzone. Diese differenzierten geologischen Verhältnisse beeinflussen die Bodenbildung, die Vegetationsverhältnisse und damit auch die Nutzung.
Das Klima in Johnsbach kann als winterkalt bis winterstreng, sommerkühl und sehr niederschlags- und schneereich beschrieben werden.
Ein großer Teil des Gemeindegebietes gehört dem Nationalpark Gesäuse an und ist somit als Naturlandschaft geschützt.
Der Bergsteigerfriedhof in Johnsbach - Symbol für das harte Miteinander von Natur und Kultur im Gesäuse
Berichte und Veröffentlichungen:
Seiss, M. (2005): Landschaftsökologische Untersuchungen in Johnsbach unter der besonderen Berücksichtigung der klimatischen Verhältnisse. Diplomarbeit Universität Graz, 82 pp.
K02. Gewässerstruktur und Verbauungs- geschichte im Einzugsgebiet des Johnsbaches
Autor: Thonhauser Hannes Christian (Diplomarbeit)
Die Darstellung der Verbauungsgeschichte mit Verortung der Maßnahmen in der Zwischenmäuer- strecke (hm 0,00- 47,00) ist für das laufende LIFE-Kooperations projekt wichtig, zumal auch der Wandel in der Verbauungsphilosophie von 1950 bis 1974 erläutert wird. Die Biotopkartierung aus dem Jahr 2003 wird alten Luftbildern aus den Jahren 1953 und 1974 gegenüber gestellt.
Es zeigt sich der gravierende Einfluss der Verbauungsmaßnahmen auf den Flächenanteil der einzelnen Biotopklassen in diesem Bachabschnitt. Ausgehend von einem potenziell natürlichen Gewässerverlauf werden der aktuelle Verbauungsgrad und die dadurch bedingten Strukturdefizite ersichtlich.
In der 1950er Jahren wurde der untere Johnsbach gnadenlos verbaut.
Berichte und Veröffentlichungen:
Thonhauser, H. C.: Gewässerstruktur und Verbauungsgeschichte im Einzugsgebiet des Johnsbaches. Diplomarbeit an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Geographie und Raumforschung, Graz 2007, 191 pp.
K03. Geologie/Hydrologie/Karst- und Höhlen- kunde des Sulzkarsees und der Umgebung
Autoren: Pavuza Rudolf und Stummer Günter
Der Sulzkarsee ist ein subalpiner See glazialen Ursprunges, der zwar direkt an den Dachsteinkalk grenzt, aber nur indirekt mit dem Karstphänomenen der Umgebung in Zusammenhang steht. Die Regeneration des unterirdisch entwässerten Sees erfolgt über lokale Oberflächengewässer, zeitweise auch aus dem Karst im Zuge der Schneeschmelze und bei Starkregen.
Das Umfeld des Sees ist eine spätglaziale Moränen- landschaft mit etlichen Quellen, deren Wasser zum Teil aus den umgebenden Karstlandschaften, zum Teil aus der Moränenlandschaft selbst stammt. Die Karstumrahmung des Sees ist überraschend arm an Höhlen, obgleich der Dachsteinkalk sehr gut verkarstungsfähig ist.
Der Karst - Moränen - See auf der Sulzkaralm entwässert unterirdisch
Berichte und Veröffentlichungen:
Pavuza R. & G. Stummer (2003): Geologie/ Hydrologie/ Karst- u. Höhlenkunde des Sulzkarsees und seiner Umgebung. - Unveröff. Zwischenbericht i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH.
Pavuza R. & G. Stummer (2005): Geologie/ Hydrologie/ Karst- u. Höhlenkunde des Sulzkarsees und seiner Umgebung. - Unveröff. Endbericht i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH.
K04. Hydrobiologische Untersuchung Sulzkarsee und Quellmonitoring Sulzkaralm
Autoren: Jersabek Christian, Schabetsberger Robert
Der Sulzkarsee liegt in der Moränenlandschaft der Sulzkaralm auf 1450 m Seehöhe. Die tiefste Stelle des Sees misst 8,5 m.
Aufgrund der Beeinflussung durch Almweide und Fischbesatz ist sein ökologischer Zustand kritisch, mit Tendenz zur Eutrophie. Die künstliche Wasserzuleitung, die dazu geschaffen wurde, um den See als Fischgewässer für die Jagdpacht attraktiv zu machen, wurde 2006 gekappt. Damit sind zwar die eingesetzten Salmoniden zum Aussterben verurteilt, nicht jedoch die zehntausenden Elritzen.
Das Gewässer wäre ohne die Fische ein attraktives Laichhabitat für Grasfrosch, Bergmolch und Erdkröte.
Der ökologische Zustand des einzigen Sees im Nationalpark wurde eingehend untersucht, Verbesserungen werden im LIFE Programm gesetzt.
Berichte und Veröffentlichungen:
Jersabek, C., R. Schabetsberger, et al. (2004): Gewässerökologische Bestandsaufnahme Sulzkarsee (Nationalpark Gesäuse). Unveröff. Endbericht der Nationalpark Gesäuse GmbH, 42 S. Download (PDF 2.2 MB)
Graf, W. & E. Weigand (2004): Hydrobiologische Erstcharakterisierung bedeutender Karstquellen der Sulzkaralm (Nationalpark Gesäuse). – Unveröff. Bericht der Nationalpark Gesäuse GmbH, Weng, Dezember 2004, 44 pp. Graf, W. (2005): Leuctra astridae, a New Species of Plecoptera from the Austrian Alps. ILLIESIA, 1(8)47-51.
Haseke, H. (2005b): Die Quellen der Gesäuseberge. In: SPELDOK 14, Karst- und höhlenkundliche Streiflichter aus der Region Nationalpark Gesäuse, Naturpark Eisenwurzen und westlicher Hochschwab (G. Stummer, Red.). - Verband Österreichischer Höhlenforscher (VÖH), Wien 2005: 14-16.