WT01. Naturschutzfachliche Evaluierung der Almbewirtschaftung im Nationalpark Gesäuse - Kleinsäuger
Autor: Komposch Brigitte/Ökoteam
Im Rahmen der säugetierkundlichen Untersuchungen konnten acht Kleinsäugerarten aus den Ordnungen Insektenfresser und Nagetiere festgestellt werden. Die Daten wurden mittels Lebendfallen, Barberfallen-Beifängen, einzelnen Schlagfallen, Totfunden und Sichtbeobachtungen ermittelt.
Die mit Abstand am häufigsten nachgewiesenen Arten waren Gelbhalsmaus, Zwerg- und Waldspitzmaus sowie Rötelmaus (ca. 78 % aller gefangenen Tiere entfallen auf die drei erstgenannten Arten).
Birken-, Erd-, Kurzohr- und Schneemaus traten nur sporadisch auf.
Die Birkenmaus zählt zu den Highlights unserer Kleinsäugerfauna auf den Almen.
Waldspitzmaus und Birkenmaus sind die einzigen Arten, die als gefährdet eingestuft sind. Die Birkenmaus wird auch im Anhang IV der FFH-Richtlinie genannt. Von allen vier untersuchten Almflächen konnten im Bereich Scheuchegg mit sieben nachgewiesenen Kleinsäugerarten die meisten Arten festgestellt werden, gefolgt von der Sulzkaralm (6) und dem Haselkar (5 Arten).
Berichte und Veröffentlichungen:
Holzinger W., Ch. Komposch & B. Komposch (2005): Naturschutzfachliche Evaluierung der Almbewirtschaftung im Nationalpark Gesäuse. Bewertung der Weideflächen anhand der Indikatorgruppen Zikaden, Spinnen und Kleinsäuger. Unveröff. Studie i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH, Graz, 166 pp.
Die Enns (Mündung Palten bis Mündung Erzbach, Hieflau) und der Johnsbach (Talschluss bis Mündung in die Enns) wurden von April 2006 bis Jänner 2007 untersucht. Nachdem feststand, dass Lutra lutra im Gebiet überhaupt vorkommt, wurdeder Lebensraum in Hinblick auf Habitatfunktionen und Gefahrenpotential beurteilt. Darauf aufbauend, formuliert der Bericht Managementmaßnahmen und Vorschläge für ein Monitoring.
Die Fischotter an Enns und Johnsbach werden letztlich in Beziehung zur großräumigen Otterverbreitungsentwicklung gesetzt, um daraus Status und Populationsentwicklung für die Natura 2000 Gebiete ableiten zu können.
Der Fischotter scheint sich im Gesäuse zunehmend heimisch zu fühlen.
Berichte und Veröffentlichungen:
Kranz, A. (2007a): FISCHOTTERKARTIERUNG JOHNSBACH. Endbericht zum Auftrag LIFE05NAT/A/000078 Kst. 452. - - LIFE-Bericht im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH, 19 pp., August 2007. - Download (PDF 0.6 MB)
Kranz, A. (2007a): FISCHOTTERKARTIERUNG ENNS. Endbericht zum Auftrag LIFE05NAT/A/000078 Kst. 401. - - LIFE-Bericht im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH, 34 pp., Juli 2007. Download (PDF 1.7 MB)
WT03. Zukunftschancen des Murmel-tierbestandes im Nationalpark Gesäuse
Autorin: Isabel Schmotzer (Diplomarbeit)
Die Freilanderhebungen erfolgten von Mai bis September 2005. Insgesamt wurden 148 Tiere, aufgeteilt auf 26 Territorien, gesichtet und gezählt. Das Verbreitungsgebiet im Süden des Parkes ist zwar auf einen Durchmesser von nur 6,5 km beschränkt, die Murmeltiere sind aber momentan nicht gefährdet. Das Gesäuse wurde mit dem Nationalpark Berchtesgaden verglichen und erbrachte sehr ähnliche Ergebnisse.
Zur geschichtlichen Aufarbeitung wurden Karten, Literatur sowie Berichte von Zeitzeugen herangezogen. Hinweise auf autochthone Vorkommen konnten nicht gefunden werden. Die Bestände des Alpenmurmeltieres im Gesäuse gehen auf Einbürgerungsprojekte seit Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. In der Buchsteingruppe wurden zwar auch mindestens zweimal Murmeltiere ausgesetzt, konnten sich aber nicht halten.
Scheinbar immer schon im Gebirge ansässig, in Wahrheit aber wie viele andere Alpentiere "zuagroast" oder ausgewildert: Das Alpen-Murmeltier
Berichte und Veröffentlichungen:
Schmotzer, I. (2007): Die Zukunftschancen des Alpenmurmeltierbestandes (Marmota marmota) im Nationalpark Gesäuse. - Diplomarbeit, Inst. f. Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien, 2007, 69 pp.
Mittels Fang mit Japannetzen, Ultraschallaufnahmen mit Zeitdehnungsdetektoren, Gebäudekontrollen und Höhlenbefahrungen konnten insgesamt 13 Fledermaus- arten nachgewiesen werden. Der Nationalpark bietet allen Arten durch seine naturnahen Wälder, die Almflächen und das Vorkommen von Gewässern potenzielle Jagdhabitate. Dennoch ist die festgestellte Zahl an Individuen, verglichen mit ähnlichen Untersuchungen, als eher gering einzustufen, wohingegen die Artenzahl vergleichsweise hoch ist. Das Gesäuse scheint vor allem im Herbst eine wichtige Rolle für Fledermäuse zu spielen, konnten doch zu dieser Jahreszeit die meisten Arten nachgewiesen werden. Ein Grund dafür könnte die relativ hohe Dichte an Höhlen, also den potenziellen Balz-, Paarungs-, Schwärm- und Winterquartieren, im Nationalpark sein.
Die Erhebungen der Fledermausfauna im Gesäuse zeigen einen hohen Artenreichtum, allerdings mit geringen Individuenzahlen. Foto: K. Bogon
Berichte und Veröffentlichungen:
Pysarczuk, S., U. Hüttmeir & G. Reiter (2006): Fledermäuse im Nationalpark Gesäuse. Unveröffentlichter Endbericht. 81pp.
WT05. Gebäudebewohnende Fledermäuse im Nationalpark
Autorin: Friederike Spitzenberger
Im Jahr 2004 wurden 15 Gebäude auf ihre Nutzung durch Fledermäuse untersucht. Dabei wurden vier Fledermausarten, die Kleine Hufeisennase Rhinolophus hipposideros, das Große Mausohr Myotis myotis, Langohren Plecotus sp. und die Nordfledermaus Eptesicus nilssonii, nachgewiesen.
Detektorverhörungen am Ennsstausee Gstatterboden lieferten den Nachweis von Wasser- und Zwergfledermaus (Myotis daubentonii und Pipistrellus pipistrellus), Verhörungen vor der Kirche Johnsbach den Nachweis der Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus).
Alm- und Jagdhütten werden von bestimmten Fledermausarten gern als Sommerquartiere genutzt.
Berichte und Veröffentlichungen:
Spitzenberger, F. (2004): Untersuchung der Gebäude bewohnenden Fledermäuse im Bereich des NP Gesäuse. Unveröff. Bericht.
Durch den Gstatterbodener Kessel führt eine Schitour mit wenigen Varianten über die Ennstaler Hütte auf den Tamischbachturm (2035m). Es gibt im Wesentlichen für den Aufstieg nur eine Route. Neben einer Hauptabfahrtsmöglichkeit bestehen einige Varianten. Das Gebiet bietet aber einen guten Lebensraum für Auerwild. Im Rahmen des Besucherlenkungskonzepts für den Nationalpark wurde auch für dieses Gebiet Anfang 2006 ein Schitouren- Lenkungskonzept ausgearbeitet. Parallel mit dieser Ausarbeitung und Umsetzung wurde nun die Habitatsituation für Auerhuhn im Winter und der mögliche Wirkungsbereich der touristischen Nutzung erfasst. Neben der ökologischen Beurteilung werden Vorschläge für etwaige Verbesserungsmöglichkeiten gemacht, um Beunruhigungen und Beeinträchtigungen für Auerwild weitestgehend zu reduzieren.
Die Vermeidung von Störungen im Auerhuhnlebensraum zählt zu den wichtigsten Aufgaben im Nationalpark, besonders im Winter.
Die Schitouren-Besucherlenkung konnte inzwischen weitgehend realisiert werden.
Berichte und Veröffentlichungen:
Grünschachner-Berger V. & M. Pfeifer (2006): Wildökologische Bestandesaufnahmen und Risikoanalyse für Auerwild im Zusammenhang mit Wintertourismus im Gstatterbodener Kessel. Unveröff. Studie i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH, 31 pp.
Der Gscheideggkogel und der Zirbengarten bieten sehr gute Lebensräume für die Raufußhuhnarten Auer- und Birkhuhn. Es ist zu befürchten, dass der zunehmende Wintertourismus negative Auswirkungen auf die beiden Raufußhuhnarten hat und haben wird (Rückgang der Bestände, Aufgabe von Aufenthaltsgebieten). Insbesondere im Hochwinter und während der Balzzeit können zusätzliche Belastungen hohe Energieverluste mit sich bringen. Als Grundlage für die vom Nationalpark zu erstellende Schitourenplanung bzw. Lenkung wurde eine Habitatbewertung für Birkhuhn (Zirbengarten) und für Auer- und Birkhuhn (Gscheideggkogel) vorgenommen. Eine Kartierung der Schitourennutzung im Verlauf des Winters soll mögliche Beunruhigungsfaktoren und damit Beeinträchtigungen in der Lebensraumnutzung für die Hühnervögel aufzeigen.
Der Zirbengarten ist ein hervorragender Birkhuhn-Lebensraum. Beeinträchtigungen durch Störungen müssen besonders im Winter vermieden werden.
Berichte und Veröffentlichungen:
Grünschachner-Berger, V. & M. Pfeifer (2005): Habitatbewertung für Auer- und Birkwild im NP Gesäuse, Gscheideggkogel, Zirbengarten. Unveröff. Studie i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH Download (PDF 2.8 MB)
Zechner, L. (2011c): Action F.5 - Zielarten-Monitoring Auerhuhn - Evaluation Besucherlenkung. - Naturschutzstrategien für Wald und Wildfluss im Gesäuse, LIFE05 NAT/A/000078 Endbericht, Nationalpark Gesäuse GmbH, Jänner 2011: 46 pp. Download (PDF 3.9 MB)
WT08. Habitatbewertung für das Auerhuhn im Gstatterbodener Kessel
Autorin: Haubenwallner Ulrike (Diplomarbeit)
Um die hohen Lebensraumansprüche des Auerhuhns in künftige Schutzmaßnahmen im Nationalpark Gesäuse eingliedern zu können, wurde im Rahmen der Diplomarbeit im Gstatterbodener Kessel eine Habitatbewertung nach dem von Storch (1999) entwickelten Habitatmodell auf einer Fläche von ca. 450 ha durchgeführt. Dieses Modell erlaubt es, die räumliche Verteilung besser und schlechter geeigneter Bereiche innerhalb eines Gebietes aufzuzeigen und die Gesamteignung des Gebietes für Auerhühner festzustellen.
Bei einer Fundrate von 6 % ergab sich keine besonders gute Eignung des Gebietes.
Berichte und Veröffentlichungen:
Haubenwallner, U. (2006): Habitatbewertung für das Auerhuhn im Gstatterbodener Kessel als Grundlage für das Besuchermanagement im Nationalpark Gesäuse. Diplomarbeit, Universität Graz, 90 pp.
WT09. Sommerliche Habitatnutzung des Alpenschneehuhns am Zinödl
Autorin: Maurer Bettina (Diplomarbeit)
Im Jahr 2006 wurde der Bestand der balzender Schneehähne auf dem Zinödl erfasst und eine Rasterkartierung auf einer Fläche von rund 1,3 km² durchgeführt. Neben der Suche nach Losungen und Federn wurden zahlreiche Lebensraumparameter erhoben.
Anhand von detaillierten GIS- und statistischen Analysen wurde ein Modell zur Bewertung der sommerlichen Habitatnutzung erstellt, das die „Vorlieben“ der Schneehühner zeigt und auch für weitere Gebiete im Nationalpark verwendet werden kann.
Die sommerlichen Habitatansprüche des Schneehuhns wurden detailliert analysiert. - Foto: H. Marek.
Berichte und Veröffentlichungen:
Mauer, B. (2007): Bestand und Habitatnutzung des Alpenschneehuhns auf dem Zinödl im Nationalpark Gesäuse. Diplomarbeit Univ. Graz.
WT10. Zur Bestandssituation des Flussuferläufers (Actitis hypoleucos) im Nationalpark Gesäuse – Auswirkungen von Störungen auf den Bruterfolg
Autorin: Hammer Kerstin (Diplomarbeit)
Der Nationalpark Gesäuse stellt eines der bedeutendsten Bruthabitate für den Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) in der Steiermark dar. Im Zuge der Diplomarbeit wurden im Jahr 2004 der aktuelle Bestand und Brutstatus durch Begehungen und gezielte Beobachtungen von Schotterbänken zwischen dem Gesäuseeingang und der Brücke in Gstatterboden ermittelt.
Neben Strukturerhebungen wurde besonders das Verhalten in Zusammenhang mit anthropogen bedingten Störungen, wie etwa durch Rafter und Flussbaden untersucht.
Der Flussuferläufer braucht naturnahe Ufer und zählt zu den österreichweit gefährdeten Arten. - Foto: Streitmaier
Berichte und Veröffentlichungen:
Hammer, K. (2006): Zur Bestandssituation des Flussuferläufers (Actitis hypoleucos) im Nationalpark Gesäuse – Auswirkungen von Störungen auf den Bruterfolg. Diplomarbeit, Universität Graz, 80 pp + Kartenteil. - Download (PDF 2.3 MB)
Zechner, L. (2003): Bestandserhebung des Flussuferläufers im Nationalpark Gesäuse 2003. Unveröff. Bericht i. A. d. Nationalpark Gesäuse GmbH.
WT11. Veränderungen von Artenreichtum und Struktur von Vogelgemeinschaften entlang von Höhengradienten in den Ostalpen
Autorin: Klosius Hella (Diplomarbeit)
Im Rahmen der Arbeit wurden die Veränderungen der Vogelfauna entlang von drei Höhengradienten untersucht: Vom Ennstal aus führen zwei Gradienten auf den Tamischbachturm (2.035 m ü. NN), ein dritter reicht bis zum Felsmassiv des Großen Buchsteins (1.900 m ü. NN). An den insgesamt 37 Freilandtagen konnten an 87 Beobachtungspunkten 48 Vogelarten beobachtet werden. Nachweise von weiteren vier Arten beziehen sich auf Feststellungen von Vögeln außerhalb der 50 Meter - Beobachtungsradien. Die mittlere Artenanzahl pro Beobachtungspunkt (innerhalb des 50m-Radius) zeigt zwischen 500 und 1200 m keine deutliche Abnahme und bewegt sich zwischen 9 und 12 Arten.
Der Gimpel zählt zu den typischen Brutvögeln im Bergwald.
Erst ab danach kommt es zu einer kontinuierlichen Abnahme der Artenanzahl. Ein Minimum wird in den höchsten Lagen (>1800m) mit durchschnittlich nur noch zwei nachgewiesenen Arten pro Beobachtungspunkt erreicht.
Berichte und Veröffentlichungen:
Klosius, H. (2008): Species richness and composition of bird assemblages along an elevational gradient in the Eastern Alps (National Park Gesäuse, Austria). - 45 S., Universität Wien, 2008. -
WT12. Monitoring Spechte und Zwergschnäpper (LIFE)
Autorin: Zechner Lisbeth
Eines der Hauptziele des Waldmanagements ist die Schaffung naturnaher Strukturen mit hohen Alt- und Totholzanteilen. Spechte stellen im Wald durch ihre Bindung an Totholz und als Höhlenbauer eine wichtige Indikatorgruppe dar.
Mittels wiederholbaren Kartierungen werden die Bestands- und Verbreitungssituation der erhobenen Arten sowie Änderungen in den Beständen aufgezeigt, wobei längerfristige, über den Life- Projektzeitraum hinausgehende Erhebungen notwendig und geplant sind (Erfassungsabstände 2-3 Jahre), da die Entwicklung der Waldbestände nur langsam vor sich geht. Im Gstatterbodener Kessel wurden ab 2006 auf der gesamten Fläche 2-3 Begehungen durchgeführt.
Der Zwergschnäpper zählt zu den Raritäten im Nationalpark. Foto: A. Thaler.
Es konnten folgende Arten festgestellt werden: Grauspecht (1 Revier), Grünspecht (2 Reviere), Schwarzspecht (1-2 Reviere), Dreizehenspecht (2 Reviere) und Buntspecht (2 Reviere). In den Vorjahren wurde in einem Teilgebiet der Untersuchungsfläche zusätzlich ein Revier des Weißrückenspechtes (inkl. Brutnachweis) festgestellt. Zum Teil gehen die Spechte aktiv in die Umwandlungsflächen des LIFE-Projektes hinein (z.B. in die sehr totholzreiche "Krapfalm" an der Enns).
Weiters wird im Rahmen des LIFE-Projektes ein Monitoring zum Bestand des Zwergschnäppers durchgeführt. Er brütet in naturnahen Buchenwäldern und ist im Gesäuse eine der seltensten Vogelarten. Bei Hieflau wurden 2006 und 2007 2 – 3 besetzte Reviere festgestellt.
Im Rahmen der Diplomarbeit erfolgte eine erste Untersuchung der Anurenvorkommen auf der Sulzkaralm. Von den insgesamt 40 untersuchten Gewässern wurden nur 18 von Anuren (Rana temporaria, Bufo bufo und Bombina variegata) als Laichgewässer bzw. als vorübergehender Lebensraum angenommen. Die häufigste Art im Untersuchungsgebiet war der Grasfrosch (Rana temporaria), gefolgt von der Erdkröte (Bufo bufo).
An diesem grundsätzlichen Bild hat sich auch in weiterer Folge nicht viel geändert. Die FFH-Anhang II - Art Gelbbauchunke (Bombina variegata) ist nur in wenigen Individuen nachgewiesen und seit 2009 aufgrund ihres Schutzstatus das Ziel von Managementmaßnahmen (Zäunungen, Habitatverbesserungen).
Die Gelbbauchunke - eine recht seltene und europaweit geschützte Art im Gesäuse. Foto: C. Remschak
Berichte und Veröffentlichungen:
Freiding, C. (2006): Analyse der Anuren - Populationen im Bereich der Sulzkar Alm (Nationalpark Gesäuse). - Diplomarbeit Univ. Graz, 126 pp.
Werba, F. (2011c): Die Gelbbauchunke auf den Almen im Nationalpark Gesäuse und deren Begleitfauna. - Unveröff. Bericht i.A der Nationalpark
Gesäuse GmbH, Weng 2011: 78 pp. Download (PDF 4.4 MB)
WT14. Urodelen auf der Sulzkaralm
Autorin: Heinrich Iris (Diplomarbeit)
Ziel dieses Projektes war es, mehr über den Bergmolch Triturus alpestris und den Alpensalamander Salamandra atra auf der Sulzkaralm in Erfahrung zu bringen.
Der Bestand des Bergmolches auf der Sulzkaralm ist aktuell nicht gefährdet. Eine Beeinträchtigung für die Tiere entsteht aber durch die Almbewirtschaftung und die Fische im Sulzkarsee.
Auch der Bestand des Alpensalamanders ist gut. Er hält sich bevorzugt im Unterholz der Fichtenwälder und in krautigen Bereichen auf. Eine Gefährdung dieser Art ist allenfalls durch den Verkehr gegeben. Es konnten mehrere überfahrene Exemplare auf der Forststraße, vor allem vor der Almhütte, ausgemacht werden.
Als lebend gebärende Art ist der Alpen- salamander perfekt an das Hochgebirge angepasst. Foto: T. Kerschbaumer.
Berichte und Veröffentlichungen:
Heinrich, I. (2007): Analyse der Urodelen - Populationen im Bereich der Sulzkar Alm (Nationalpark Gesäuse). - Diplomarbeit Univ. Graz
WT15. Analyse der Reptilien-Population auf der Sulzkaralm
Autor: Klöckl Andreas (Diplomarbeit)
Im Rahmen der Arbeit wurden vier verschiedene Reptilien-Arten gefunden: Blindschleiche Anguis fragilis, Bergeidechse Zootoca vivipara, Ringelnatter Natrix natrix und Kreuzotter Vipera berus. Der Ringelnatterfund und fünf Eidechsenfunde stammen vom Bereich „Goldeck“, der in das Untersuchungsgebiet einbezogen wurde.
Im Bereich der Sulzkaralm dominieren die Kreuzottern. Es konnten nur wenige Eidechsen und eine Blindschleiche kartiert werden. Die zahlreichen Vipernfunde verteilen sich fast über das gesamte Almgebiet und lassen auf eine gesunde Population schließen, die aufgrund mehrerer Jungtiere auch für die nächsten Jahre gesichert scheint.
Die Sulzkaralm ist ein Paradies für Kreuzottern. Foto: T. Kerschbaumer.
Berichte und Veröffentlichungen:
Klöckl, Andreas: Analyse der Reptilienpopulationen auf der Sulzkaralm (Nationalpark Gesäuse). - Diplomarbeit an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Zoologie, Graz 2008: 144 S.
In der Enns wurden im Zuge des LIFE Programmes mehrere Flussabschnitte vom Paltenspitz (Selzthal) bis Hieflau drei Mal befischt, wobei das LIFE-Postmonitoring im Herbst 2009 stattfand. Dabei wurden Aitel, Äsche, Bachforelle, Bachsaibling, Elritze, Flussbarsch, Hecht, Huchen, Koppe, Nase, Regenbogenforelle, Rotauge und Bachneunauge nachgewiesen. Erschreckend ist die Feststellung, dass der Fischbestand in der Enns von 1994 bis 1997 um rund 90% abgenommen und sich bis heute nicht mehr erholt hat!
Die FFH-Arten Neunauge und Koppe wurden im Projektgebiet in ausreichender Häufigkeit dokumentiert. Für das Artensicherungsvorhaben wurde entschieden, nur Strömer zu besetzen. Insgesamt wurden rund 30.000 Jungfische im Projektgebiet ausgesetzt.
Die Äsche zählt zu den Leitarten in der Enns, wird aber immer seltener.
Bericht: Kammerhofer A., Jungwirth M., Unfer G. und Wiesner C. (2010): Naturschutzstrategien für Wald und Wildfluss im Gesäuse – Postmonitoring Fischökologie. - Unveröff. Studie im Auftrag des Amts der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung 19B Schutzwasserwirtschaft und Bodenwasserhaushalt, Graz/Wien Jänner 2010
Die vorliegende Studie liefert einen fischökologischen Ist-Zustandsbericht, der als Grundlage für den Johnsbach- Managementplan im Rahmen des LIFE- Projektes dient. Dabei soll besonders das Gewässerkontinuum zwischen der Johnsbachmündung und der Silberreith („Zwischenmäuerstrecke“) wiederhergestellt werden.
Insgesamt wurden in neun Probestrecken 310 Fischindividuen von vier Arten (Bachforelle 97,1 %, Äsche 1,3 %, Koppe 1 %, Regenbogenforelle 0,6 %) nachgewiesen.
Neben einer Zustandsbewertung beinhaltet der Bericht eine Diskussion zu Fischbestand, Reproduktion und Fischpassierbarkeit.
Die Bachforelle ist die häufigste Fischart im Johnsbach. Foto: Ecke.
Die Vorschläge zur Optimierung der Gewässerverbauung aus fischökologischer Sicht sind konkret für die Renaturierung durch die WLV formuliert. In der Nationalparkstrecke des Johnsbaches sind die Maßnahmen dank des LIFE Programmes bereits in der Umsetzungsphase.
Berichte und Veröffentlichungen:
Jungwirth, M., G. Unfer & C. Wiesner (2006): Fischbestandserhebung im Johnsbach. Unveröff. Gutachten i.A. Nationalpark Gesäuse GmbH, IHG, Univ. f. Bodenkultur, Wien, Jänner 2006.
Für die Amphibien im Talboden der Enns gibt es nur 15 dauerhaft geeignete Laichgewässer zwischen dem Gesäuseeingang und der Kummerbrücke.
Hier konnten Erdkröte (Bufo bufo, mindestens 2.100 Adulte), Grasfrosch (Rana temporaria, min. 2.500) und Gelbbauchunke (Bombina variegata, wenige Einzelexemplare) kartiert werden. Der Bergmolch konnte im Talgrund bislang nur vereinzelt, der Teich- und der Kammmolch überhaupt nicht bestätigt werden.
Alle großen Laichgewässer haben einen künstlichen Ursprung: Karpfenteich Kummer, Hechtteich Gstatterboden, Teich Hotel Gesäuse und Altarm Lettmairau.
Laich wird oft in riesigen Mengen deponiert, aber nur die Besten kommen durch. - Bild: Nationalpark.
Berichte und Veröffentlichungen:
Werba, Franziska (2008): Amphibienkartierung im Ennstal im Gesäuse. - Unveröff. Bericht i.A der Nationalpark Gesäuse GmbH (LIFE05NAT/A000078-F1), Weng , Februar 2008, 44 pp. Download (PDF 5.4 MB)
Werba, F. (2011a): Amphibienkartierung im Ennstal im Gesäuse 2010. - Unveröff. Bericht i.A. der NP Gesäuse GmbH, Weng 2011: 44 pp. Download (PDF 7.9 MB)
Werba, F. (2011b): Amphibien am Paltenspitz. - Unveröff. Bericht i.A. der NP Gesäuse GmbH, Weng 2011: 5 pp. Download (PDF 0.5 MB)
Im Frühjahr 2009 wurde im Natura 2000 Gebiet Ennstaler Alpen-Gesäuse bei einer Rasterkartierung das Vorkommen des Bergpiepers erhoben. Insgesamt konnten in 235 der 804 untersuchten Rasterfelder Brutvorkommen des Bergpiepers festgestellt werden. Der Besetzungsgrad auf den Almflächen war mit 16% viel geringer als auf den Alpinen Matten, wo über die Hälfte der Flächen besiedelt waren.
Sowohl auf den Almen als auch auf den Alpinen Matten erwiesen sich Schneefelder als äußerst wichtige Habitatrequisiten. Auf den Alpinen Matten wirkten sich Gehölzstrukturen auf der Fläche positiv auf das Vorkommen aus, während überwiegend kahle, felsige Flächen von Bergpiepern gemieden werden. Die Almflächen sind umso attraktiver, je größer die offene Fläche und je weiter die Entfernung zur nächsten Waldfläche ist.
Der Bergpieper Anthus spinoletta. Bild: M. Karetta
Berichte und Veröffentlichungen:
Pöhacker, J. (2011): Modellierung der Habitatansprüche des Bergpiepers (Anthus spinoletta spinoletta) im Nationalpark Gesäuse mit Mitteln der Fernerkundung und GIS. Diplomarbeit an der Universität für Bodenkultur Wien, Wien: 74pp.
WT 21. Vogelgemeinschaften in verschieden ausgeprägten Fichten-Tannen- Buchenwäldern
Autor: Jürgen Hengsberger
Entlang eines Naturnähegradienten von standorttypisch bis naturfern wurden mittels Punkt- und Linientaxierung jeweils drei Vogelbestandsaufnahmen auf zwölf Untersuchungsflächen durchgeführt. Analysen über die Auswirkungen der Waldstrukturen auf die Vogelzönosen ermöglichten die Ableitung von Indikatorarten für drei verschiedene Ausprägungsformen der Fichten-Tannen-Buchenwälder des Gesäuses. Darüber hinaus ergab die Untersuchung, dass es bei Linientaxierungen im Vergleich zu Punkttaxierungen zu einer Unterschätzung der Biodiversität kommen kann. Abschließend wurden Zielvorgaben zur Erhaltung und Förderung wertvoller Waldstrukturen für die Vogelzönosen des Gesäuses formuliert.
Strukturierte naturnahe Wälder sind Garanten für die höchsten Artenzahlen - auch bei Vögeln. Bild: Archiv Nationalpark
Berichte und Veröffentlichungen:
Hengsberger, J. (2009): Vogelgemeinschaften in verschieden ausgeprägten Fichten-Tannen- Buchenwäldern der Ennstaler Alpen im Nationalpark Gesäuse. - Diplomarbeit, Technische Universität München 2009: 98pp.
Im Rahmen des Kormoran-Monitorings Steiermark finden seit dem Winterhalbjahr 2001/2002 Zählungen statt. Sie zielen zu synchronisierten Terminen auf die bekannten Schlafplätze in der gesamten Steiermark ab. Im Rahmen der Diplomarbeit wurden diese Daten zusammen mit weiteren Zufallsbeobachtungen sowie den Ergebnissen der eigenen, intensiven Kontrollen entlang der Enns, Salza und Palten im Winter 2006/07 zusammengefasst und ausgewertet.
Neben der Beschreibung der Bestandsentwicklung überwinternder Kormorane in der Steiermark werden der Einfluss des Kormorans auf Fischbestände anhand von Fallbeispielen oder Studien diskutiert, sowie die gesetzlichen Grundlagen und das „Kormoran-Management“ in der Steiermark, aber auch die Bestandssituation in Europa beleuchtet.
Der Kormoran - als Fischräuber in Verruf geraten, als FFH-Art europaweit geschützt... Bild: Wikimedia
Berichte und Veröffentlichungen:
Pribitzer, K. (2009): Der Einfluss des Kormorans (Phalacrocorax carbo sinensis) auf die heimische Fischfauna in der Steiermark. - Diplomarbeit Univ. Graz, Graz 2010
WT 23. Stressbelastungen von Auerhühnern bei unterschiedlich starker Freizeitnutzung von Lebensräumen
Autorinnen: Katharina Hirschenhauser und Veronika Grünschachner-Berger
Auerhühner sind ortstreu und reagieren extrem empfindlich auf Störungen. Irritationen durch Touristen können sogar zur Aufgabe der Habitate führen. Theoretisch müsste man mit der Messung von Stresshormonen aus der Losung eine direkte Belastung von Auerhähnen feststellen können. Die Methode wird gegenwärtig in 5 Lebensräumen getestet.
Im Testgebiet Gscheidegg wurden im Februar 2009 die Lösungen von insgesamt acht Hähnen besammelt. Die meisten der Probenfunde lagen im Umkreis von max. 50m auf der viel begangenen Schiroute, alle im abfahrtsgenutzten Bereich.
Insgesamt fünf Lebensräume wurden mit der Stresshormon - Methode untersucht.
Berichte und Veröffentlichungen:
Hirschenhauser, K. und Grünschachner-Berger, V. (2008): Stressbelastungen von Auerhühnern bei unterschiedlich starker Freizeitnutzung von Lebensräumen. - Unveröff. Vorbericht im Auftrag der NP Gesäuse GmbH, September 2008: 18 pp.
Wir bitten um Verständnis, dass die vorläufigen Ergebnisse noch nicht zum Download freigegeben sind.
WT 24. Vergleichende Fischbestands-erhebungen am Johnsbach und der Enns im Rahmen des EU LIFE-Projektes „Gesäuse“
Autorin: Agnes Kammerhofer et al.
Im Zuge des LIFE-Projektes „Gesäuse“ (2005-2010) fanden an Johnsbach und Enns Renaturierungen statt. Im Zuge des Monitorings wurden die Fischbestände vor und nach den Maßnahmen verglichen. Die Fangzahlen waren am Johnsbach rückläufig, an der Enns gleichbleibend. Die Bewertung anhand des Fish-Index-Austria zeigte, dass am Johnsbach nur durch einen Adaptierung des Leitbildes ein guter ökologischer Zustand erreicht werden kann. An der Gesäuse-Enns wurde aufgrund zu geringer Biomassewerte ein ungenügender Zustand der Klasse 5 berechnet.
Die Kartierung der Passierbarkeit am Johnsbach zeigte, dass es im Herbst 2009 mangels des natürlichen Geschiebetriebes noch Hindernisse für Koppen und juvenile Salmoniden gab. Zum Teil wurden diese inzwischen baulich adaptiert (z.B. Mündung).
Die einzige wirkliche Naturstrecke der Enns liegt im Nationalpark, ist aber vom dramatischen Rückgang der Fischbestände nach wie vor mit betroffen. - Bild: Archiv Nationalpark
Berichte und Veröffentlichungen:
Kammerhofer, A. (2010): Vergleichende Fischbestandserhebungen am Johnsbach und der Enns im Rahmen des EU LIFE-Projektes „Naturschutzstrategien für Wald und Wildfluss im Gesäuse“. - Masterarbeit am Inst. für Hydrobiologie und Gewässermanagement, Department für Wasser, Atmosphäre und Umwelt, Universität für Bodenkultur Wien 2010: 127pp.
WT 25. Monitoring der Fledermäuse im Nationalpark Gesäuse
Autorin: Pysarczuk Simone, Schmotzer Isabel
Die Methoden in dieser Untersuchung setzten sich zusammen aus Netzfang mit Japannetzen vor Höhlen, Ultraschallaufnahmen mit Zeitdehnungsdetektoren (automatisch mit Horchboxen), Batlogger und Batcorder, sowohl vor Höhlen als auch im Jagdgebiet, sowie aus Gebäudekontrollen. Die Erhebungen fanden von Juli bis November 2010 statt, um sowohl reproduzierende als auch schwärmende Arten zu erfassen. Bisher konnten insgesamt 13 Fledermausarten im Nationalpark Gesäuse nachgewiesen werden. Zudem besteht ein Verdacht auf das Vorkommen zweier weiterer Arten.
Auch teils schwer zugängliche Brückenkästen wurden überprüft
Berichte und Veröffentlichungen:
Pysarczuk Simone & Isabel Schmotzer (2010): Monitoring der Fledermäuse im Nationalpark Gesäuse. Endbericht im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH. Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich. Admont und Pichl bei Wels: 49pp.
Im Nationalpark wurden 2010 die Arten Sperlingskauz, Raufußkauz, Dreizehenspecht und Weißrückenspecht auf drei Probeflächen unter Verwendung von Klangattrappen erfasst. Weitere Specht- und Eulenarten sowie andere Arten mit besonderem Schutzstatus wurden bei den Zählungen mit erfasst. Aus den Redistrierungen der Arten wurden Siedlungsdichten auf den untersuchten Flächen ermittelt und in Folge für den Nationalpark geschätzt. Dazu flossen auch Habitatmodellierungen mit ein. Diese Untersuchung ist die Grundlage für ein längerfristiges Monitoring der Bestände der genannten Arten.
Auch die Haubenmeise wurde beobachtet
Berichte und Veröffentlichungen:
Teufelbauer, N. (2010): Monitoring ausgewählter Wald-Brutvogelarten (Eulen, Spechte, Zwergschnäpper) im Nationalpark Gesäuse. Bericht i.A.d. Nationalpark Gesäuse GmbH, Wien 45pp.
Im Mai 2005 wurde mit den ersten Vorerhebungen für eine Bestandsaufnahme der Schneehuhnpopulation im Gebiet Stadelfeldschneid/Gsuachmauer begonnen. Von Mitte Juni bis Anfang Juli wurde an insgesamt 4 Tagen in den frühen Morgenstunden nach rufenden Hähnen gesucht. Auf einer Untersuchungsfläche von 1,35 km2 konnten 16 Hähne kartiert werden. Das entspricht einer im Vergleich zu anderen Gebieten der Alpen sehr hohen Dichte von 11,8 Hähnen pro km2. Eine Habitatnutzungsanalyse zeigte, dass sich die für Schneehühner geeigneten Flächen fast zur Gänze aus Fels und alpinen Rasen zusammensetzen. Störungen durch touristische Aktivitäten wie Wandern konnten zumindest in der Untersuchungsfläche nicht nachgewiesen werden. Dies deckt sich mit bisherigen Ergebnissen, die dem Schneehuhn im Vergleich zu anderen Raufußhühnern eine hohe Toleranz gegenüber Störungen durch den Menschen nachweisen.
Eine Habitatnutzungsanalyse zeigte, dass sich die für Schneehühner geeigneten Flächen fast zur Gänze aus Fels und alpinen Rasen zusammensetzen.
Berichte und Veröffentlichungen:
Biedermann, C. (2010): Sommerliche Habitatnutzung des Alpenschneehuhnes (Lagopus mutus helveticus) im Nationalpark Gesäuse-Teilgebiet Stadelfeldschneid/Gsuachmauer. Diplomarbeit an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, 172pp.
WT 28. Fischereibiologische und Limnologische Konzepte Enns (Gesäuse)
Autoren: Brunner H., Holzinger, W., Kahapka J., Komposch C., ÖKOTEAM Graz, Weiss S.
Begleitend zum LIFE-Projekt „Gesäuse“ (2005-2011) war es notwendig, die fischereilichen Regelungen bzw. Verpachtungen neu zu gestalten. Die unkontrollierte Begehung der Enns-Ufer durch "privilegierte" Sportfischer führt das Besuchermanagement ad absurdum. Auch die mit fischereilicher Bewirtschaftung einher gehenden Besatzmaßnahmen sind mit Nationalparkzielen nur schwer in Deckung zu bringen.
Zur Entscheidungsfindung wurden ingesamt drei Studien beauftragt, die interessante Fakten vorstellen und verschiedene Aspekte des angewandten Managements beleuchten.
"Sport"fischerei ist in einem Nationalpark sicher attraktiv, aber ähnlich problematisch wie die Trophäenjagd.
Berichte und Veröffentlichungen:
Kahapka, J., Brunner, H. & Holzinger, W. (2008): Action A.1 - Limnologisches Konzept Gesäuse. Phase I Ist-Zustand - Maßnahmenkatalog - Monitoringkonzept. - Naturschutzstrategien für Wald und Wildfluss im Gesäuse, LIFE05 NAT/A/000078. Bericht i.A. Nationalpark Gesäuse GmbH / Ökoteam Graz, November 2008: 76 pp. Download (PDF 15.0 MB)
Komposch, C. (2009): Action A.1 - Fischerei im Nationalpark Gesäuse Gutachten aus fischökologisch- naturschutzfachlicher Sicht. - Naturschutzstrategien für Wald und Wildfluss im Gesäuse, LIFE05 NAT/A/000078. Bericht i.A. Nationalpark Gesäuse GmbH / Ökoteam Graz, April 2009: 31 pp. Download (PDF 1.9 MB)
Weiss, S. (2009): Action A.1 - Fischbesatz im Nationalpark Gesäuse aus naturschutzfachlicher Sicht. - Naturschutzstrategien für Wald und Wildfluss im Gesäuse, LIFE05 NAT/A/000078. Bericht i.A. Nationalpark Gesäuse GmbH / Universität Graz, Juni 2009: 17 pp. Download (PDF 6.8 MB)