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LIFE-Revitalisierungsprojekt Paltenspitz

Last update: 31.01.2011 (abgeschlossen)

INFORMATIONSHEFT PALTENSPITZ
(PDF 2.1 MB)


LIFE am Paltenspitz - ein Fest für die Natur!

Kurvige Mäander, wilde Uferanbrüche, im Wasser versinkende Bäume und kühle, dämmrige Wald- bachstrecken – all diese ungewohnten Eindrücke konnten die Besucher des Nationalpark LIFE Festes am Paltenspitz im Mai 2007 genießen. Damit wurde der Abschluss der Baumaßnahmen gefeiert.

Für ein Wochenende überspannte eine Seilfähre die wiederbelebte Enns. Mit Motorbootfahrten konnten einzigartige Eindrücke direkt am Fluss gewonnen werden, und auf Rundgängen über das Gelände waren viele Details über Sinn und Zweck der „Öko-Baustelle“ Paltenspitz zu erfahren. 

Ein bleibender Eindruck blieb vom Fest: Der Enns soll wieder mehr Natur zurückgegeben werden. Eine eindeutige Absage an noch mehr Verbauung, Einförmigkeit und Ausnutzung.

Das LIFE Team bittet alle Besucher des Paltenspitzes, Rücksicht auf Pflanzen und Tiere zu nehmen und daran zu denken, dass hier auch seltene und vom Aussterben bedrohte Arten ihre Heimstatt finden!


 

Mit dem Paltenfest wurden der Enns 4,5 Hektar renaturierter Landschaft zurück gegeben.


Paltenspitz: Teil des Enns - Programmes für Hochwasserschutz und Ökologie

Das Paltenspitz - Gelände wurde von der Fachabteilung 19B der Stmk. Landesregierung (Schutzwasserbau) und der Baubezirksleitung Liezen angekauft. Die Planung und Ausführung entstand im LIFE Programm, gemeinsam mit dem Nationalpark Gesäuse.

Getreu dem Vorbild auf alten Landkarten wurde die Paltenmündung wieder dem historischen Zustand  angenähert. Mäander, Uferanbrüche und Altarme lassen das Landschaftsbild früherer Epochen vor unseren Augen entstehen.

Beim Klick aufs nebenstehende Bild erhalten Sie eine kleine Animation, welche die Entwicklung der letzten Jahre zeigt. Die bildgebende Webcam musste wegen der zunehmenden Ufererosion Ende 2009 entfernt werden.

Eine dynamische Flusslandschaft wie aus dem Bilderbuch: Paltenspitz im Oktober 2009. - Bild: ehemalige Webcam Paltenspitz



Bereits nach wenigen Monaten war der Durchstich zur Enns vom Paltenfluss in Besitz genommen worden und hatte sich um das Doppelte erweitert. Massive Uferanbrüche und Totholzinseln gestalten die Landschaft nun immer vielfältiger.

Die Baustelle am Paltenspitz war im Jänner 2007 abgeschlossen. -  Bild: Webcam Paltenspitz


Die Palten - einer der größeren Enns-Zuflüsse

Der Paltenfluss entwässert den Schoberpass gegen Westen  und fließt über Trieben und Selzthal in die Enns. Ursprünglich mäanderte der kleine Fluss in unzähligen Windungen durch das heutige Siedlungs- und Bahnhofsgelände von Selzthal und wurde mit der allgemeinen Kultivierung des Industriezeitalters begradigt.

Auch die Mündung wurde erst mit den Regulierungen an der heutigen Stelle geschaffen, ist aber dennoch recht naturnah. Hier am "Paltenspitz" hat der amtliche Schutzwasserbau rund 5 Hektar Weidegrund erworben und sie im LIFE Projekt zu einer dynamischen Flusslandschaft umgewandelt. Bereits seit 1995 werden immer wieder kleine Enns- und Zubringerabschnitte renaturiert.

Recht überzeugende "Natur aus zweiter Hand": Der Paltenfluss nahe der alten Mündung, 2003


 

Die Projektskizze - 5 Hektar zurück zur Natur

Design aus der gemeinsamen Planung einer "seltsamen Allianz": Amt für Schutzwasserbau, Baubezirksleitung, Universitätsinstitut, Nationalparkverwaltung und Naturschutzbehörde.

Entlang noch erkennbarer Strukturen der einstigen Wildfluss-Landschaft durfte wieder ein kleines Stück Natur entstehen.

Die Arbeiten begannen mit Anfang Oktober 2006 und konnten kurz 2007 abgeschlossen werden.

Planskizze "Paltenspitz neu" - für größeres Bild bitte klicken





 Die Palten heute.....


So sieht der Paltenfluss trotz vieler Bemühungen noch immer auf größeren Strecken aus. Damit sich daran auf Dauer etwas ändern kann, müssen alle etwas umdenken und mithelfen, auch die Anrainer.

Denn Hochwasserschutz lässt sich auch mit weniger gravierenden Eingriffen erzielen.
Weite Strecken der Palten sind noch ziemlich monoton verbaut

.... und auf alten Landkarten


Das Motiv des obenstehenden Bildes stammt aus dem heutigen Durchstich zur Enns. Wie das um 1850 ausgesehen hat, kann man auf dem alten Plan erkennen: Die Palten mündete mit einer Doppelschlinge in die Enns, die gleich hinter der  Eisenbahnbrücke einen weiten Bogen nach links (Norden) gemacht hat.

Wenn man von der Ardninger Seite (Pürgschachen) zur Paltenmündung geht, kann man diese Schlinge in Form der gehölzbestandenen Böschung noch gut erkennen. Leider ist der Erwerb dieser alten  Struktur durch den Wasserbau bis jetzt nicht möglich gewesen. Ansonsten wäre eine Naturgestaltung ähnlich der am Paltenspitz möglich gewesen!

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Die alte Karte zeigt die Windungen der Flussläufe am Paltenspitzt.