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   Fünfeinhalb Jahre LIFE-Programm im Nationalpark Gesäuse


Am 1. August 2005 wurde das LIFE-Programm im Nationalpark Gesäuse von der Europäischen Union bestätigt. Von 183 europaweit eingereichten Anträgen wurden 63  ausgewählt, darunter das steirische Projekt 

       LIFE05NAT/AT/000078

  "Naturschutzstrategien für Wald und Wildfluss im Gesäuse"

Für die Gesamtkosten des Projektes von rund 2.365.000 Euro gewährte die EU einen Zuschuss von 50 Prozent.

Das Programm wurde am 31.01.2011 erfolgreich beendet.

Hier erfahren Sie alle Details


Last Update: 31.12.2011

 

Was ist LIFE?

LIFE-Programme sind das größte Finanzie- rungsinstrument der Europäischen Kommission für Natur- und Umweltschutz.

 

Das Netzwerk der Natura-2000-Schutzgebiete wurde von der EU ins Leben gerufen und erstreckt sich über alle Mitgliedsstaaten. LIFE-Projekte fördern das Management der Natura 2000 Gebiete. 


Die Projektgebiete

Der Nationalpark koordiniert beim Ennsprojekt auch Naturschutzmaßnahmen außerhalb des Parkgebietes. Das LIFE Projekt erstreckt sich daher über zwei Natura 2000 Gebiete: Das Gesäuse selbst und das westlich vorgelagerte Gebiet Pürgschachen - Enns zwischen Selzthal und Gesäuse-Eingang.

Karte N 2000 "Gesäuse"

Karte N 2000 "Pürgschachen - Enns"



Der Nationalpark Gesäuse ist seit Weihnachten 2003 offiziell als Park der Kategorie II anerkannt



LIFE im Wald. Das Naturwald-Management wird in enger Zusammenarbeit mit den Steiermärkischen Landesforsten unter DI Andreas Holzinger und mit den Nationalparkförstern Martin Zorn und Karl Platzer durchgeführt.

Wälder, die einen zu hohen Fichtenanteil aufweisen, werden in naturnahe und stabilere Mischwaldbestände umgewandelt.

Unser Ziel ist es auch nach dem LIFE Programm, den Lebensraum für gefährdete Arten zu verbessern und die Gefahr des Borkenkäferbefalls zu verkleinern.

Zum LIFE - Wald-Managementprojekt


Bunter Naturwald statt einförmiger Fichten- plantagen - das Ziel der Zusammenarbeit zwischen Steiermärkischen Landesforsten und der Nationalpark GmbH.

                                                                         
LIFE auf den Almen.
Auch Bergwiesen und Almweiden wurden mit LIFE tatkräftig gefördert.

Almwiesen sind nicht nur für die landschaftliche Schönheit, sondern auch für die Artenvielfalt enorm wichtig.

Die traditionelle Kreislaufwirtschaft mit Schwendarbeiten, Zäunung, Tränken, Umtrieb und Flächenpflege wurde wieder stärker belebt.

Zum LIFE - Alm-Managementprojekt


 

Wie eine grüne Muschel liegt die Sulzkaralm inmitten der Felswildnis. Ein Kulturraum, für dessen Artenvielfalt das LIFE Projekt seinen Beitrag leistete.


LIFE am Wasser.
Besonders sensibel ist der Umgang mit den Gewässern im Gesäuse. Die Gefahren durch Muren und Hochwässer sind in den letzten Jahren sehr deutlich spürbar gewesen. Dieses Spannungsfeld macht die Naturschutz- arbeit nicht einfach.

Für das LIFE-Projekt wurden zwei erfahrene Partner gewonnen:

Die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) mit DI Engelbert Schmied in Liezen betreut das LIFE - Projekt Johnsbach. Dessen "Zwischen-mäuerstrecke" durchquert den Nationalpark zwischen Silberreith und Enns. Unter dem Titel der Sanierung erhielt der Bach bis 2010 wieder seine Naturnähe zurück.

Zum LIFE - Programm Johnsbach

Am Ennsfluss betreut die Fachabteilung 19b (Schutzwasserwirtschaft des Landes Steiermark) mit DI Rudolf Hornich (Graz) und Manfred Marko (BBL Liezen) die Projekte „Paltenspitz“ und „Gesäuse-Enns“ (z.B. Anbindung der Lettmair-Au).

Aus ökologischer Sicht ist die Enns oberhalb des Gesäuses besonders wichtig, weil Maßnahmen im Fluss genügend Entwicklungsraum brauchen.
Für die "Leitlinie Enns" war der gesamte 35 km lange Flußlauf zwischen Hieflau und Paltenspitz maßgebend.

Zum LIFE - Programm Enns

Zum LIFE - Gewässerprojekt

Am Johnsbach arbeitete das Life-Team eng mit der Wildbach- und Lawinenverbauung  zusammen.

An der Enns hat der Nationalpark mit der Fachabteilung 19b des Landes Steiermark Naturnähe und Ökologie gefördert.



LIFE Monitoring:

Auch die Forschung ist im LIFE Programm eingebunden. Hier dient der Einsatz der Experten allerdings nicht der reinen Wissenschaft, sondern hat einen ganz klaren Auftrag: Die Erfolgsbilanz des LIFE Projektes zu dokumentieren. Neben dieser "Beweissicherung" soll natürlich auch die Entwicklung des Nationalparkes insgesamt beobachtet werden.

Zum LIFE -  Monitoring

Zur Nationalpark - Forschungsseite
 

Beweissicherung und Monitoring: Auch die Wissenschaft hat beim LIFE Programm mitzureden.


LIFE dabei!

Die Öffentlichkeitsarbeit ist uns besonders wichtig. So manches Vorhaben wird man im Gelände früher oder später bemerken. Im Nationalpark reagiert die Bevölkerung auf vermeintliche Störungen besonders sensibel.

Motorsäge und Naturwald, Bagger und Wildfluss -im Naturschutzmanagement müssen das keine Schreckensbilder sein. Entscheidend ist, dass man sorgsam vorgeht und danach der Natur ihren Lauf lässt.

Alle LIFE-Maßnahmen werden der Bevölkerung und den Gästen rechtzeitig bekannt gemacht, sei es mit Hinweisen im Gelände, sei es mit Veröffentlichungen und Veranstaltungen. 

Zur LIFE -  Öffentlichkeitsarbeit
 

Information und Transparenz ist für das LIFE Projekt des Nationalparkes oberstes Gebot!

Auf dieser Homepage und in der Nationalparkzeitschrift „Im Gseis“ informiert der Nationalpark laufend und aktuell über das EU-LIFE-Projekt. Besuchen Sie uns also so oft wie möglich!

LIFE-pages in der Nationalparkzeitschrift gibt es seit Herbst 2005. Hier gehts zum PDF-Download aller Nummern!


Kontakte:

Die LIFE - Projektsteuerung (Organigramm)

LIFE - Projektleitung:               Mag. Daniel KREINER

LIFE - Koordination:                 Dr. Harald HASEKE           

LIFE - Partner Landesforste:     DI Andreas HOLZINGER

LIFE - Partner Johnsbach:        DI Engelbert SCHMIED

LIFE - Partner Enns (Graz):      DI Rudolf HORNICH

LIFE - Partner Enns (Liezen):    DI Manfred MARKO


Downloads:

LIFE Gesäuse Projektantrag

Liste der FFH - Arten und Habitate im Gesäuse (Europäische Schutzgüter, Word 0.2 MB)


Webtipps:

LIFE-Homepage der EU

LIFE-Homepage Österreich

LIFE-Informationen Steiermark