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Das Gesäuse und seine nähere Umgebung sind eine besonders orchideenreiche Region. Annähernd 50 Arten sind aus diesem Gebiet von der Talsohle der Enns bis hinauf zu den Gipfeln der Gesäuseberge bekannt. Diese werden im Einzelnen in den entsprechenden Lebensräumen vorgestellt.
Zu den Besonderheiten der Orchideen zählen deren wunderschöne Blüten, die oft einen besonderen Duft verströmen. All dies dient der Anlockung verschiedenster Bestäuber (Bienen, Falter), die sich am dargebotenen Nektar bedienen. So hat zum Beispiel die Waldhyazinthe einen langen Sporn, in dem sich der Nektar verbirgt, der vor allem von bestimmten Nachtfaltern "geerntet" wird. Orchideen stellen oft besondere Ansprüche an ihren Standort. Dies ist auch bedingt durch ihre Abhängigkeit von bestimmen Wurzelpilzen, mit denen sie eine Lebensgemeinschaft zu beiderseitigem Vorteil (Symbiose) bilden.
All diese Faktoren der Spezialisierung (Bestäuber, Standort, usw.) machen die Orchideen zu besonders sensiblen Gewächsen, die teilweise auch auf unseren Schutz angewiesen sind. Zu den europaweit besonders schutzwürdigen Exemplaren zählt der Frauenschuh, der auch im Gesäuse vorkommt und durch seine besonders schönen und großen Blüten auffällt. Die gelbe Lippe erinnert an einen "Schuh", dient jedoch als Kesselfalle, in der Insekten gefangen werden.
Bitte beachten Sie, dass alle Pflanzen und Pflanzenteile im Nationalpark Gesäuse geschützt sind und von ihren Standorten nicht entnommen werden dürfen.
| Eine weitere Besonderheit des Nationalparks Gesäuse, die Fliegenragwurz. | |
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Die Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) findet sich auch auf Weiden und Wiesen.
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Die Blüte des Frauenschuhs (Cypripedium calceolus)
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