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Die Besuchereinrichtungen und diesbezüglichen Programme im Nationalpark Gesäuse streben die Sensibilisierung, den Dialog mit und die unmittelbare Bildung und Erfahrung am Natur- sowie Kulturraum des Gesäuses an. Das Genehmigungsschreiben für das bislang größte Projekt des Nationalparks im Rahmen der Angebotsentwicklung für Besucher wurde genehmigt.
Mit dem nun genehmigten EU-Projekt „Drei Farben Natur – Wege zum Naturverständnis im Nationalpark Gesäuse“ werden in den nächsten zwei Jahren verschiedene Naturerlebniseinrichtungen und Themenwege, angelehnt an die drei Logofarben des Nationalparks blau, grün und grau zu den Themen „Wasser, Wald/Waldtiere/Almen, sowie Fels/Sagenwelt/Alpinismus“, errichtet. Unter Berücksichtigung von neuesten naturpädagogischen Vermittlungstechniken soll der Besucher die Möglichkeit erhalten, selbstgeführt und interaktiv diese landschaftlichen Highlights im Nationalpark erleben zu können. Die Besonderheit dieses Projektes ist die Vernetzung sämtlicher als Teilprojekte angeführten Wegstrecken und Besuchereinrichtungen, die als Verbund dem Besucher eine einzigartige, leicht erreichbare und zum Teil barrierefreie Erlebbarkeit des Nationalparks Gesäuse ermöglichen.
Zu den einzelnen Projektbausteinen zählt die Aufwertung des bekannten Weidendoms zu einem multifunktionalen „Nationalpark-Erlebnis-Zentrum Weidendom“ mit einer großzügigen Adaptierung der Umgebung des Weidendoms und Einbeziehung zusätzlicher Themenbereiche, wie etwa dem erlebbaren, persönlichen „Ökologischen Fußabdruck“. Der bestehende Themenweg Lettmayr Au wird durch die Neugestaltung dreier Spiel-Stationen zu den Themen „Naturwald“, „Lebensraum Boden“ und „Geschichte einer Flusslandschaft“ weiter attraktiviert.
Der Johnsbacher Sagenweg ist durch seine attraktive Lage entlang des Johnsbaches und aufgrund der überwiegend ebenen Wegführung einer der meist frequentiertesten Wanderwege im Parkgebiet. Es hat sich daher geradezu angeboten, durch die Konzeption eines attraktiven Erlebnispfades die Umsetzungen der fast abgeschlossenen ökologischen Rückbaumaßnahmen seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung in Verbindung mit der faszinierenden Thematik dieses „wieder belebten“ Gebirgsbaches sowie der Einbettung in die lokale Sagenwelt, Besucher entsprechend zu informieren und zu sensibilisieren. Die Adaption des Sagenweges nach Johnsbach stellt somit eines der größten Maßnahmen im Rahmen dieses ehrgeizigen EU-Projektes dar. Die Eröffnung ist für 2010 vorgesehen.
Weiters wird bis 2011 die thematische Inhaltssetzung des „Rauchbodenweges“ zu einem familienfreundlichen Erlebnisweg unter dem Motto „Das Tal der Tiere“ erfolgen. Den Schwerpunkt der Gestaltung soll die spannende, neuartige und interaktive Vermittlung der verschiedenen Tierarten in ihrem natürlichen Umfeld darstellen. Ökologische Zusammenhänge und Phänomene werden dabei über Ausstellungsstücke, Interaktionen und Informationen in nachvollziehbaren Schritten entlang dieses Wanderweges näher gebracht.
Weitere Attraktionen im Rahmen dieses EU-Projektes sind eine spektakuläre Freiraumgestaltung rund um den Nationalparkpavillon in Gstatterboden unter dem Motto „Gebirgslandschaft in der Horizontale“ als Fortführung und Erweiterung der Geologie-Ausstellung in den Außenbereich des Pavillons sowie die Entwicklung und Anschaffung von sogenannten „Digitalen Wanderführern - WebPark“ mit Entlehnmöglichkeiten in den bestehenden Besucherzentren. Durch dieses moderne System wird den Wanderern die attraktive Felslandschaft des Nationalparks auf spannende Weise veranschaulicht womit der Park zukünftig auch entsprechende Angebote bzw. Programme in den für das Gesäuse so typischen Felsregionen anbieten kann.
Die – ebenfalls geförderte - Konzeption und Herausgabe einer erweiterbaren „Nationalpark Sammelmappe“ stellt eine informative Führungs- und Begleitliteratur zu allen Besucherangeboten dar. Die Gestaltung einer neuen Multivision in Kombination mit einer groß angelegten, personell betreuten Multivisionstournee ermöglicht eine umfassende, moderne Bewerbung der neu geschaffenen Besucherangebote im Rahmen dieses Projektes.
Im Projekt integriert ist auch die spezielle Adaptierung von ausgewählten Forststraßen für Rollstuhlfahrer, der Ankauf von speziellen Zugmaschinen unter dem Motto „die rollenden Wanderschuhe“ und die Schaffung einer begleitenden technischen und logistischen Infrastruktur für Rollstuhlfahrer, womit der Nationalpark Gesäuse auch zu Vorteilen eines barrierefreien erlebbaren Nationalparks werden wird.
Durch dieses genehmigte EU-Projekt mit seinen vielen Teilmaßnahmen setzt die Nationalparkverwaltung einen weiteren wichtigen Meilenstein in seiner Angebotsentwicklung als wichtigen Teil der gesamten regionalen touristischen Angebotspalette. Ziel ist es, Natur im Nationalpark zum Erlebnis zu machen und Erholung auf höchstem Niveau zu bieten. Nationalparkbesucher verbindet ein naturkundliches Interesse und die Besucher sollen sich Zeit nehmen, die Vielfalt der Natur und der ökologischen Kreisläufe zu erkennen, zu erleben und zu genießen.
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| Die Besuchereinrichtungen und Programme im Nationalpark Gesäuse streben die Sensibilisierung und den Dialog mit dem Naturraum des Gesäuses an. | |
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| Durch das Projekt kann das Besucherangebot im Bereich des Weidendoms weiter ausgebaut werden. | |
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| Die beliebte Geologie-Ausstellung im Nationalpark Pavillon Gstatterboden wird durch eine spektakuläre Außengestaltung erweitert. | |
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| Ein „digitaler Wanderführer“ nach dem Vorbild des Schweizer Nationalparks wird entwickelt. | |
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| Im Projekt integriert ist auch die spezielle Adaptierung von ausgewählten Forststraßen für Rollstuhlfahrer, der Ankauf von speziellen Zugmaschinen unter dem Motto „die rollenden Wanderschuhe“ und die Schaffung einer begleitenden technischen und logistischen Infrastruktur für Rollstuhlfahrer. | | |