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„Auszeichnung für Alpenregion Nationalpark Gesäuse“


Bereits zum dritten Mal zeichnet die Europäische Kommission Tourismusdestinationen aus, die ihre Region touristisch nachhaltig nutzen. 2009 wurden jene Regionen ausgezeichnet, die Tourismus und Naturschutz bestmöglich verbinden und gemeinsam nachhaltige und erlebbare Tourismusprojekte umsetzen. Die Nationalparkverwaltung Gesäuse hat gemeinsam mit dem Tourismusverband „Alpenregion Nationalpark Gesäuse“ das touristische Produkt „Weidendom im Nationalpark“ inkl. den begleitenden Nationalparkprogrammen, Veranstaltungen, Kooperationen sowie dem barrierefreien Themenweg in der Lettmayr Au eingereicht. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren kristallisierten sich in Österreich schließlich drei Finalisten heraus, die sich gestern einer internationalen Jury im Marmorsaal des Wirtschaftsministeriums präsentierten. Die Destination „Nationalpark Gesäuse“ in Kooperation mit dem Tourismusverband „Alpenregion Nationalpark Gesäuse“ erzielte österreichweit den zweiten Platz.

In den 22 teilnehmenden Mitgliedstaaten der EU gab es einige Monate lang jeweils eigene Auswahlverfahren, um die nationalen Sieger zu ermitteln. Diese Aufgabe übernahm in Österreich eine unabhängige Expertenkommission aus den Fachbereichen Naturschutz, Nachhaltigkeit und Tourismus. Der Award wurde mit Mitteln der EU und des Wirtschaftsministeriums finanziert, mit der organisatorischen Umsetzung in Österreich wurde die „Österreich Werbung“ beauftragt. Bei der Finalistenrunde im Wirtschaftsministerium stellten sich drei Finallisten, nämlich die Alpenregion Gesäuse mit dem Nationalpark, das Raurisertal mit dem Nationalpark Hohe Tauern sowie der Biosphärenpark Großes Walsertal. Letzter ging als Sieger mit einem innovativen touristischen Angebot rund um das Thema „Kräuter“ hervor.

Herzstück der Einreichung des Gesäuses war der „Weidendom“. Er stellt ein zentrales Bildungsprojekt des Nationalparks dar. Am Ufer der Enns gelegen und umrahmt von einem spektakulären Gebirgspanorama, hat mit ihm das größte lebendige Gebäude Österreichs hier seine Wurzeln geschlagen! Zusammen mit dem anschließenden Naturerlebnisweg „Lettmair Au“ mit dem Weidendom als Ausgangspunkt, bietet sich dem Besucher eine einzigartige Möglichkeit, sich mit einer der faszinierendsten Naturlandschaften Österreich vertraut zu machen.

„Als Mittler zwischen der Nationalparkidee als höchster Form des Naturschutzes und der Möglichkeit des individuellen Erlebens kommt der Gestaltung von Bildungseinrichtungen eine verantwortungsvolle und zugleich herausfordernde Aufgabe zu – eine Aufgabe, deren sich das Team des Nationalparks Gesäuse von Beginn an mit größtmöglicher Kreativität und Engagement angenommen hat“, betont Nationalparkdirektor DI Werner Franek.

Das größte lebendige Bau/m)werk der Alpen

Mit dem „Naturerlebniszentrum im Weidendom“ ist ein einzigartiges Bildungsprojekt ins Leben gerufen worden, das innerhalb kürzester Zeit für begeisterten Zuspruch und Aufmerksamkeit sorgt und eines der Markenzeichen des Nationalparks Gesäuse bzw. der gesamten Nationalparkregion geworden ist.

DI Martin Hartmann, Fachbereichsleiter für Natur- und Umweltbildung im Nationalpark Gesäuse zum vielfältigen Besucherprogramm im Weidendom: „Die grüne Hülle des Weidendoms birgt ein überaus ehrgeiziges Projekt der Natur- und Umweltbildung im Nationalpark Gesäuse: Die Vermittlung der hinreißenden Welt des Verborgenen, des Lebens im Wassertropfen eines Gewässers, der heimlichen Bewohner hinter der abbröckelnden Borke eines alten Baumriesen oder der überraschenden Vielfalt an Leben in einer Handvoll Waldboden.“

Zukunftsorientierung

Selbstverständlich ist die Entwicklung des „Weidendoms“ nicht abgeschlossen… ebenso wie sich dieses lebendige Gebäude im Spiegel der Jahreszeiten und in weiterer Folge im Laufe der Jahre verändert, soll das „Naturerlebniszentrum“ auch in Zukunft als ein spektakuläres Beispiel moderner und zeitgemäßer Natur- und Umweltbildung fungieren. In erster Linie sei dabei die ab dem Frühjahr 2010 stattfindende Erweiterung durch einen „begeh- und erlebbaren ökologischen Fußabdruck“ erwähnt, der dem Besucher eine humorvolle und einprägsame Auseinandersetzung mit seinem persönlichen Ressourcenverbrauch ermöglicht.


Touristische Netzwerkpartnerschaften

Es bestehen zahlreiche Kooperationen des Nationalparks Gesäuse mit regionalen und überregionalen Partnereinrichtungen. Dazu zählt vorrangig die jahrelange, enge Zusammenarbeit mit vielen Betrieben und Angebotsträgern aus der Region, wie z.B. dem Stift Admont, dem Tourismusverband „Alpenregion Nationalpark Gesäuse“, dem Naturpark „Steirische Eisenwurzen“ und zahlreichen anderen Gewerbetreibenden sowie schulischen und außerschulischen Bildungsträgern. Bgm. Gerald Lattacher, Vorsitzender des Tourismusverbandes Alpenregion Nationalpark Gesäuse betonte gestern gegenüber der Jury, „dass sich durch solche zukunftsweisende Netzwerk-Partnerschaften viele Synergien zwischen den touristischen Leistungsträgern ergeben, wodurch das Regionsmarketing effizienter und die touristische Angebotsentwicklung vielfältiger wird“.

Mit dem Projekt „Nationalpark-Partnerbetriebe“ wurde in den letzten Jahren ein ökologisches Betriebsnetzwerk aus mittlerweile über 80 Betrieben aufgebaut. Viele Partnerbetriebe, z.B. die von der österreichischen UNESCO Kommission ausgezeichnete „Nationalpark Volksschule Hieflau“, die Nationalpark-Partnerwirte, bäuerliche Direktvermarkter oder Handwerksbetriebe mit erlebbaren Schaubetrieb wirken immer wieder aktiv bei Nationalparkveranstaltungen im Weidendom mit.

Das Schlußstatement des designierten Direktors des Tourismusverbandes gegenüber der Jury zu den nächsten touristischen Aktivitäten der Region: „Der weitere Ausbau des Incoming mit buchbaren zielgruppenspezifischen Angeboten im Netzwerk mit allen starken touristischen Leistungsträgern und Tourismusbetrieben hat auch zukünftig in der Alpenregion Nationalpark Gesäuse höchste Priorität.“

Information zu den beiden Organisationen, welche gemeinsam beim Award eingereicht haben:

Fachinformation zum Weidendombau sowie zur Naturschutzarbeit:

Nationalparkverwaltung Gesäuse
8913 Weng im Gesäuse 2
Tel.: +043 (0)3613/21000
office@nationalpark.co.at
www.nationalpark.co.at


Touristische Information, Zimmervermittlung, Buchung

Informationszentrum Alpenregion Nationalpark Gesäuse
Hauptstraße 35
8911 Admont
Tel.: 03613/21160-10
info@alpenregion.cc
www.alpenregion.cc

Weitere Bilder für Presse:

 

Namen von links:
Thomas E. Drechsler (Direktor des Tourismusverbands)
BM Niki Berlakovic (Lebensministerium)
DI Werner Franek (Direktor Nationalpark)
Bgm. Gerald Lattacher (Vorsitzender Tourismusverband)
DI Martin Hartmann (Nationalpark Gesäuse)