Rückblick: Feierlicher Festakt der Nationalpark Partnerbetriebe auf Burg Gallenstein
"Aus meiner Sicht" - Gedankenrückblick von Nationalparkdirektor DI Werner Franek zu den Grundzüge der Partnerschaft:
Vor genau einem Jahr starteten wir das Projekt mit der Anstellung von Frau DI Gertraud Raggam, mit dem Ziel, innerhalb eines Jahres ein Netzwerk von Partnerbetrieben in der Region Gesäuse/Eisenwurzen, zu der 13 Gemeinden von Ardning bis Wildalpen angehören, aufzubauen.
Ziel des Partnerbetriebsnetzwerkes ist es, dass sich der Nationalpark und die Betriebe zum beidseitigen Nutzen gegenseitig präsentieren und bewerben. Der Nutzen für die Partnerbetriebe besteht insoweit, weil die Nationalparkverwaltung eine Broschüre in einer großen Stückzahl herausgibt, wo alle Betriebe in umfassender Form präsentiert werden. Neben dieser Broschüre werden die Partnerbetriebe auf der Website des Nationalparks präsentiert, und es werden den Betrieben eine große Auswahl an Bildern aus dem Bildarchiv des Nationalparks zur Verfügung gestellt.
Die Leistung der Betriebe besteht darin, dass ein vom Nationalpark zur Verfügung gestellter Prospektständer im Betrieb aufgestellt wird und stets mit den aktuellen Broschüren des Nationalparks bestückt wird. Weiters betreiben die Partnerbetriebe zukünftig einen kleinen Shop, wo in allen Betrieben Produkte des Nationalparks käuflich erwerbbar sind.
Die Burg Gallenstein bot der Veranstaltung einen würdigen Rahmen
Eine besonders wichtige Leistung der Partnerbetriebe besteht darin, dass Gäste und Nationalparkbesucher bei allen Betrieben die Möglichkeit vorfinden, umfassend und kompetent über Projekte, Angebote und Programme des Nationalparks informiert zu werden. Dazu wird es alljährlich Informationstage für die Partnerbetriebe und ihr Personal geben. Zusätzliche Informationen erhalten unsere Gäste anhand der neuen Nationalpark-Speisenkartenbeiblätter bzw. Tischplakate, wo aktuelle Projekte und wichtige Grundinformationen über den Nationalpark dargestellt sind. Die Platzierung des Partnerlogos auf den Drucksorten sowie die Beilage des kleinen neuen Nationalpark-Flyers bei Briefen oder Aussendungen der Betriebe runden das Servicepaket der Partnerbetriebe für den Nationalpark ab.
Selbstverständlich werden die Partnerbetriebe einheitlich gekennzeichnet und zwar in Form eines wunderschönen Keramikschildes bestehend aus dem Logo für NP Partner. Die Schilder sowie die speziellen Prospektständer werden in den nächsten 3 Wochen fertig sein und in weiterer Folge von den Betriebe an ihren Eingängen montiert.
Das Logo für Nationalpark Partnerbetriebe orientiert sich am Nationalparklogo, die Wiedererkennung ist insofern gegeben, dass die 3 Steifen – Wasser, Wald, Fels- das Layout bestimmen. Daneben dominiert die Wasserlinie, die in fast allen Drucksorten des Nationalparks zum Einsatz kommt.
Auch die Skulpturen, die heuer an den Eingängen zu den Nationalparkgemeinden errichtet werden, haben ein ähnliches Layout wie das Partnerlogo. Somit ist die thematische Verbindung zum Nationalpark bei all unseren Partnerbetrieben und Nationalparkgemeinden gegeben. Der Nationalpark erlangt durch dieses dem NP Layout angelehnte Erscheinungsbild der Partner ein noch bessere Breitenwirkung in und außerhalb der Region.
Natürlich haben wir Grundprinzipien bei der Auswahl der Partnerbetriebe festgelegt. Grundvoraussetzung war, dass die Betriebe auf Ökologie, Regionalität und Originalität setzen. Danach haben wir gemeinsam mit allen Branchen die Qualität- und Umweltstandards individuell erarbeitet, welche nun ebenfalls Bestandteil der Partnerschaftsvereinbarungen sind. Die Branchen und deren Betriebe werden im Anschluss von unserer Projektleiterin gemeinsam mit unsren Partnern präsentiert.
Einige Eckpunkte der Umwelt- und Qualitätsstandards finden sie auch in der Broschüre bzw. hier im Internet, wo auch die branchenspezifischen Partnerschafts-Rahmenverträge downgeloadet werden können. Damit schaffen wir optimale Transparenz für Gäste und Kunden.
Ich bedanke mich bei Gertraud Raggam, die durch viele Dienstreisen und Internetrecherche vergleichbarer Regionalprojekte im In –und Ausland beste Diskussionsgrundlagen für die gemeinsame Erarbeitung der Umwelt- und Qualitätsstandards bereitstellte. Daneben hat Frau Raggam eine bäuerliche Produktliste der Region sowie Produktlisten verschiedener Öko-Gütesiegel recherchiert. Diese Listen waren sehr hilfreich bei der Kriterienerstellung und wichtiger Anstoß regionale Wertschöpfungsketten – etwa zwischen Landwirtschaft und Gastronomie – zu initiieren.
Projektleiterin DI Gertraud Raggam und Nationalparkdirektor DI Werner Franek
Die Nationalparkpartner der Kategorie "Wirte"
Die Nationalparkpartner der Kategorie "Jausenstationen"
Aber die Arbeit soll nicht abgeschlossen sein. Neben dem Ziel der Partnerbetriebe als Botschafter des Nationalparks zu fungieren und als kompetente Anlauf bzw. Servicestelle für unsere Gäste aufzutreten, haben es sich die Partnerbetriebe in den letzten Monaten zum Ziel gesetzt, nicht nur mit dem Nationalpark eng zu kooperieren, sondern auch untereinander verstärkt zusammenzuarbeiten, sowohl innerhalb der einzelnen Branchen, auch sektor- und branchenübergreifend.
Wir bedanken uns sehr, dass nun seitens des LEADER Vereines Gesäuse/Eisenwurzen die Möglichkeit besteht, viele gemeinsame Vorhaben der Nationalparkpartner fördern zu können.
Ich hoffe, dass der eingeschlagene Weg der Partner mit ihrem Willen enger untereinander zusammenzuarbeiten weiter fortgesetzt wird. Es gibt bereits Gruppensprecher aller Branchen, die gemeinsame Projekte untereinander koordinieren. Es wäre aus meiner Sicht sehr wichtig, wenn das Projektmanagement innerhalb der einzelnen Branchen professionalisiert wird und von den NP Partnern getragen und eine längerfristige Kontinuität der Arbeit gewährleistet wird. Wenn diese Rahmenbedingungen seitens der Partner geschaffen werden, dann wäre auch die Nationalparkverwaltung bereit, einen weiteren Beitrag zur Weiterentwicklung des Projektes zu leisten. Ich denke dabei an die Übernahme des Managements im Ausmaß einer teilzeitbeschäftigten Personen beim Nationalpark, mit der Aufgabe die Gruppensprecher untereinander noch besser zu koordinieren, die Vernetzung zum Nationalpark, zu den Tourismusverbänden, zum Naturpark und zur Presse herzustellen und mögliche Kooperationen mit Partnerbetrieben anderer nationaler und internationaler Nationalparke aufzubauen.
Dadurch wäre gewährleistet, dass das Projekt Nationalpark Gesäuse Partner ein Gesamtprojekt bleibt und sich nicht in Teilprojekte der einzelnen Branchen aufsplittert. Die Umsetzung aller Vorhaben und Teilprojekte müsste jedoch weiterhin in der Hand der Partnerbetriebe bleiben und auch von ihnen getragen werden.
Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit unseren neuen Partnern aus der Wirtschaft - den Nationalpark Gesäuse Partnerbetrieben.
Ich wünsche allen viel wirtschaftlichen Erfolg und hoffe, dass die Vernetzung mit dem Nationalpark nicht nur zu einem ideellen Imagegewinn führt, sondern auch zu einer erhöhten wirtschaftlichen Wertschöpfung führt.
Ich bedanke mich für die Bereitschaft der Nationalparkpartner, unseren Nationalpark Gesäuse in Ihr Betriebsleitbild aufzunehmen und zukünftig als Botschafter für den Nationalpark Gesäuse aufzutreten und diese Philosophie in ihrem Betrieb leben wollen.
Wir bieten gerne unsere Zusammenarbeit an und unser gesamtes Mitarbeiterteam in unseren kompetent geführten Büros in Weng und Admont steht allen Partnern jederzeit gerne mit Rat und Auskunft zur Verfügung.
Auf gute Zusammenarbeit und alles Gute
Ihr Werner Franek Nationalparkdirektor
Nach der feierlichen Übergabe der Partnerurkunden wurde zu einem edlen Mahl geladen, das von den Partnerwirten zubereitet und serviert wurde.
Nach dem Festakt wurde auch der Leader+ Fördervertrag für das Informationsbüro in Admont unterzeichnet. (v. l. n. r.) Leopold Schöggl, Reinhard Mitterbäck, Werner Franek, Erich Mitterbäck, Günther Posch