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"Aus meiner Sicht"
Die Gedanken von Nationalparkdirektor DI Werner Franek zu den Klostermarkttagen:
Ich erinnere mich gerne an die festliche Gründungsveranstaltung des Nationalparks am Nationalfeiertag 2002. Viele Redner haben damals hervorgehoben, dass nun die Region zwei zukunftsweisende Säulen hat, einerseits das berühmte Stift Admont als geistiges Zentrum der Region mit seinem weltberühmten Kulturschatz - dem Museum und Ausstellungen. Andererseits der Nationalpark als Garant für den immerwährenden Schutz der einmaligen Naturlandschaft und Angebots- und Werbeträger für Erholung und der Naturbildung.
Die Eröffnungsfeier und Festreden des Nationalparks haben mich damals sehr beeindruckt und so haben dann bald nach Aufnahme des Nationalparkbetriebes die Vertreter des Stiftes und wir vom Nationalpark den Kontakt geknüpft und die ersten Ideen für Kooperationsprojekte wurden geboren.
So wie unser Betrieb im Nationalpark mit der stetigen Erweiterung der Programme, Angebote und der Infrastruktur wuchs, vertiefte und vervielfältigte sich auch die Kooperation mit dem Benediktinerstift zunehmend. Nach bald 3,5 Jahren Nationalparkbetrieb können wir schon auf eine beachtliche Anzahl von Kooperationsprojekten zurückblicken.
Ich denke dabei an die vielen gemeinsamen Aktionstage – etwa für Schulen – den gemeinsam beworbenen und organisierten Tag der offenen Tür „Natur und Kultur“, gemeinsame Veranstaltungen im Sommerprogramm, Messeauftritte und Insertionen, die vielen Sonderzugfahrten zum Stift und weiter in den Nationalpark, die gemeinsame Fernsehproduktion für den Bayrischen Rundfunk, sowie die vielen Aktionstage mit dem Stiftsgymnasium. Allein im Vorjahr führten wir ca. 400 „stiftische“ Schülerinnen und Schüler durch den Nationalpark mit Programm im Weidendom.
In Zukunft geht es aber auch darum, neue Gäste durch die Kooperation und die Angebotsvielfalt Stift/Nationalpark anzusprechen. Bereits im Herbst wollen wir mit einem gemeinsamen Angebot an den deutschsprachigen Busreisemarkt gehen und kreieren gerade einen umfassenden Prospekt für Busreiseanbieter.
Viele Synergien ergeben sich aber auch nur aus dem einfachen Tagesgeschäft. Die Einbindung des Stiftes in den Universumfilm des Nationalparks oder im Rahmen des Pausenfilmes „Österreichische Nationalparke“ beim nächsten Neujahreskonzert der Wiener Philharmoniker mit fast 500 Millionen Zusehern in allen Kontinenten ist für uns vom Nationalpark selbstverständlich. Es geht darum, das Motto „Natur und Kultur“ als Chance zu sehen und somit auch die Einbindung des Partners im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu leben.
Als Herr Mag. Christian Ceplak von der Tourismusabteilung des Stiftes Admont mit der Idee an mich herangetreten ist, gemeinsam zu den Klostermarkttagen einzuladen und neben den Klöstern auch Nationalparkpartnerbetriebe einzubinden, war ich gleich von dieser Idee überzeugt. Durch die Einbindung der Nationalpark Partnerbetriebe holen wir mit dieser Veranstaltung noch umfassender die Wirtschaft der Nationalparkregion ins Boot. Natur/Kultur/Wirtschaft sind somit die Eckpfeiler dieses Festes – eine Vernetzung die im Rahmen unseres Nationalpark Partnerprojektes seit über einem Jahr zunehmend gelebt wird.
Die Klostermarkttage spiegeln einmal mehr das Zusammenspiel Natur und Kultur wider, wobei die Kultur noch um die Facette „Kulturlandschaft“ erweitert wird, zumal ja alle kulinarischen Köstlichkeiten der mitwirkenden Klöster in den landwirtschaftlich geprägten, artenreichen Kulturlandschaften in 14 europäischen Landschaften produziert werden. Vom Menschen geprägte nachhaltig bewirtschaftete Kulturlandschaften beherbergen eine ernorme Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten – oftmals andere oder sogar mehr Arten als in unberührten Naturlandschaften der Nationalparke, wo wiederum hunderte Tier- und Pflanzenarten ihre Nische vorfinden, die sie wiederum auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen, Äcker oder Obstgärten nicht finden.
Natur und Kultur – Vielfalt nicht nur für die Menschen sondern für die gesamte Schöpfung mit ihren tausenden Tier- und Pflanzenarten. Es wäre höchst beeindruckend, den biologischen Reichtum der 14 Klosterregionen mit ihren Natur- und Kulturlandschaften zu dokumentieren. Einen Streifzug durch den kulinarischen Reichtum konnten wir allerdings hier im Rosarium des Stiftes Admont im Rahmen der Klostermarkttage genießen.
Ich bedanke mich beim Organisationsteam der Klostermarkttage, Herrn Wirtschaftsdirektor Helmuth Neuner und seinem Team der Tourismusabteilung, bei den mitwirkenden Klöstern, den Nationalpark Partnerbetrieben die für das leibliche Wohl sorgen sowie dem Organisationsteam des Nationalparks mit Ing. Hollinger und Dr. Mitterböck, den Kolleginnen der Forschungswerkstatt des Nationalparks, der Museumswerkstatt der Musik sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums.
Herzlichst Ihr
Werner Franek Nationalparkdirektor
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