2010 - FFH-Tagfalter im Nationalpark Gesäuse

Der Hufeisenklee-Gelbling ist nur einer der zahreichen Tagfalterarten im Gesäuse.

Der Hufeisenklee-Gelbling ist nur einer der zahreichen Tagfalterarten im Gesäuse.

Autor(en): Koschuh A.

Vorliegende Erhebung hat zum Ziel die Verbreitung der FFH-geschützten Tagfalter mit ihren Lebensräumen im Nationalparkgebiet des Gesäuses zu erfassen um auf Basis der erhobenen Daten zu einer Beurteilung des Erhaltungszustandes zu gelangen. Aufgrund des eher geringen Aufwandes von 5 Tagen mit Exkursionen müssen die vorliegenden Ergebnisse als vorläufige Übersichtskartierung verstanden werden. Zusammen mit Vorerhebungen und Daten aus der Literatur lassen sich Verbreitungsmuster der Arten ableiten.

Geländeerfahrung, die Kenntnis der Lebensräume besiedelter Habitate im Gebiet und anderen vergleichbaren Gebieten aus den nördlichen Kalkalpen sowie eine Luftbildinterpretation führt in dieser Arbeit zu einer flächigen Ausweisung von Potentialen auf Basis der ÖK (Österreichische Karte), die als Grundlage für nachfolgende Erfassung der Tagfalter-Arten dienen kann. Gleichzeitig zeigt diese Karte auch noch vorhandene Erfassungsdefizite im Gebiet auf. Wissensdefzite bestehen vor allem noch im Bereich der Almen, Lawinenrinnen aber auch noch in schwer zugänglichen Gebieten, wie einige Gräben und steile Hänge unter 1100 m Seehöhe, weshalb hier noch mit Vorkommen der gesuchten Arten gerechnet werden kann. Zudem gibt es bezüglich der Verbreitung und Nutzung potentieller Raupennahrungspflanzen für die im Gebiet vorkommenden Arten Maculinea arion und Parnassius mnemosyne Forschungsbedarf.

Im Gebiet des Nationalparks Gesäuse wurden bisher 5 geschützte FFH-Tagfalterarten festgestellt. Hiervon gelten Lopinga achine und Euphydryas aurinia im Gebiet als verschollen. Den günstigsten Erhaltungszustand „A“ im Gebiet hat der Apollofalter (Parnassius apollo), der vor allem nördlich der Enns vorkommt und in guten Beständen seine Lebensräume großflächig in steilen strukturreichen Felswänden und steinigen Lawinenrinnen findet. Der Schwarze Apollofalter (Parnassius mnemosyne) hat den Erhaltungszustand „B“. Er ist streng an Vorkommen von Lerchensporn (Corydalis spp.) in strukturreichen halboffenen Lebensräumen gebunden, die er entlang der Enns, dem Johnsbach, anderen Bächen und in feuchten Lawinenrinnen Vorliegende Erhebung hat zum Ziel die Verbreitung der FFH-geschützten Tagfalter mit ihren Lebensräumen im Nationalparkgebiet des Gesäuses zu erfassen um auf Basis der erhobenen Daten zu einer Beurteilung des Erhaltungszustandes zu gelangen. Aufgrund des eher geringen Aufwandes von 5 Tagen mit Exkursionen müssen die vorliegenden Ergebnisse als vorläufige Übersichtskartierung verstanden werden. Zusammen mit Vorerhebungen und Daten aus der Literatur lassen sich Verbreitungsmuster der Arten ableiten.



Berichte und Veröffentlichung

Koschuh A. (2010): FFH-Tagfalter im Nationalpark Gesäuse. Erhebungen im Jahr 2009. Nationalpark Gesäuse. Im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH. Graz, 50 S.

An Adobe Acrobat fileKoschuh_2009_FFH_Tagfalter_Gesaeuse
5.13 MB