2009 - Lepidoptera Gesäuse - Bericht 2008

Das Gesäuse beherbergt mehr als 1.000 Falterarten, darunter einige wahre Besonderheiten. Die Daten aus dem Gesäuse fließen zur Archivierung und zur weiteren Verarbeitung in das Lepidat-System (Funddaten von Schmetterlingen).

Das Gesäuse beherbergt mehr als 1.000 Falterarten, darunter einige wahre Besonderheiten. Die Daten aus dem Gesäuse fließen zur Archivierung und zur weiteren Verarbeitung in das Lepidat-System (Funddaten von Schmetterlingen).

Autor(en): Habeler H.

Der Bericht 2008 beinhaltet folgende wesentlichen Ergebnisse: In der Scheibenbauerschütt wurden 420 Arten und im Kammerlgraben 423 Arten festgestellt. Als besonders "ertragreich" erwies sich das Langgries mit folgenden Besonderheiten: Pempelia palumbella ist eine wärmeliebende Art, die in der Steiermark nicht über 950m SH vorkommt. Phiaris helveticana war bisher nur im Wechselgebiet vor fast 100 Jahre alten Angabe nachgewiesen und wurde im Langgries wieder gefunden. Hier findet sich auch eine von nur drei steirischen Populationen des Bärenspinners Tyria jacobeae.
Die Aufnahmen im Gesäuse erfolgen seit 2005 v.a. mit Lebend-Lichtfallen. Von 2005 bis 2008 konnten insgesamt 729 Arten nachgewiesen wertden (ca. 18.300 beobachtete und determinierte Individuen).

Einige Arten sind aus unbekannter Ursache stark im Rückgang begriffen. Allgemein verbreitete Arten haben in Lawinenrinnen sehr starke Populationen ausgebildet. Die gewaltigen Zerstörungspotentiale von Lawinen schaffen offene Lebensräume ohne menschliche Eingriffe die einer reichhaltigen Insektenwelt Lebensraum beitet.



Berichte und Veröffentlichung

Habeler H. (2009): Lepidoptera Gesäuse - Bericht 2008. Im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH. Weng, 3 S.

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