Haindlkarrunde

Haindlkarrunde

 

Eine Lieblingstour von Marianne Skacel (Ranger)

 

 

Karte Haindlkarrunde

  • Ausgangs- und Endpunkt: Bushaltestelle Weidendom oder Weidendomparkplatz
  • Seehöhen: Weidendom 590m, Haindlkarhütte 1.121m, Gsengscharte 1.219m
  • Gehzeit: Weidendom – Leierweg – Haindlkarparkplatz: 0,5h; weiter zur Haindlkarhütte: 1,5h; weiter zur Gsengscharte (höchster Punkt): 20min; Gsengscharte – Sagenweg/Wilder John - Weidendom: 1,5 h, Gesamtgehzeit ca 3,5 – 4h
  • Schwierigkeit/Wegbeschaffenheit: leichte bis mäßig schwierige Wege und Steige in unterschiedlichem Gelände, ab Gsengscharte kurzfristig teilweise steiles Gelände (versichert mit Stahlseilen und Ketten), gutes Schuhwerk erforderlich
  • Besonderheiten: alpine Landschaft, Felssturzblöcke, Alpensalamander, Gämsen, Zierliche Federnelke, Frauenschuh, Themenweg Wilder John
  • Einkehrmöglichkeiten: Haindlkarhütte, Gasthaus zur Bachbrücke (beim Weidendom)

Übersichtskarte zum Vergrößern anklicken!

Diese wunderschöne und kurze Tour beginnt bei der Bushaltestelle Weidendom oder beim Weidendomparkplatz und führt zuerst über den Leierweg weiter entlang des Verbindungsweges durch einen Buchenmischwald zum Haindlkarparkplatz (1x Bundesstraße überqueren). Dort beginnt der Anstieg ins Haindlkar, Weg Nr. 658– begleitet von den zarten Sträuchern der Felsenbirnen und der violett blühenden Besenheide. Kalkliebende Vogelbeeren, Latschen und vereinzelt auch Wacholdersträucher begleiten durch die alpin anmutende Umgebung, rauf, vorbei an der urigen alten Haindlkarhütte (1.080 m) zur neuen Haindlkarhütte (1.121 m).

Das Haindlkar

Mit etwas Glück kann man entlang des Weges auch einen schwarzen Alpensalamander entdecken. In der neuen Haindlkarhütte ist gut essen und von der Terrasse sind oft Kletterer beim Bezwingen der Hochtor-Nordwände zu beobachten (Fernglas kann auf der Hütte ausgeliehen werden). Nach einer kurzen Stärkung geht's weiter am Weg Nr. 658. Dieser führt anfangs durch einen Schuttstrom und dann durch ein Latschenfeld auf den höchsten Punkt der Wanderung, auf die Gsengscharte (1.219 m). Eindrucksvolle Ausblicke hat man hier auf die schroffen Felsen der Hochtorgruppe. Der Blick reicht sogar in das weite Admonter Becken.

 Beim Abstieg (Trittsicherheit erforderlich) führen die ersten paar Meter über Felsen, die mit Stahlseilen und Ketten versichert sind, hinunter durch das sonnige und eindrucksvolle Schotterfeld Gseng. Setzt man sich weiter unten im sicheren Latschenbereich an ein schönes Platzerl, kann man dort die gebirgsabtragenden Prozesse gut erahnen. Beim aufmerksamen Wandern wird man die eine oder andere Gams erspähen oder auch am Wegrand die Zierliche Federnelke (streng geschützter Endemit) finden. Vom Gseng kommen wir dann auf den Sagenweg (Nr. 71, 608) und gehen rechts Richtung Norden zum Ende des Themenweges Wilder John. Von hier gehen wir durch den Wald und kommen bei einer Hütte zum Besucherbereich Hellichter Stein, wo man im kühlen Nass des Johnsbaches seine Füße wieder erfrischen kann. Entlang des Wilden Johns, der mit abwechslungsreichen Stationen die Geschichte des Johnbaches erzählt, wächst im Frühling die größte heimische Orchideenart, der Frauenschuh. Ein paar Meter nach der Überquerung des Schuttstroms Humlechner Graben kommt man wieder zum Erlebniszentrum Weidendom (Parkplatz, Bushaltestelle, Gasthaus).