Rauchbodenweg

Rauchbodenweg

Gemütliche Wanderung am Rauchbodenweg mit Abstecher auf das Buchsteinhaus – ein Ausflug für die ganze Familie und eine der Lieblingsrouten von Isabella Mitterböck (Leiterin des Nationalpark-Reisebüros) und Martin Zorn (Nationalpark-Förster und Ranger)

 

Karte Rauchbodenweg

  • Ausgangspunkt: Gstatterboden oder Parkplatz Buchsteinhaus
  • Endpunkt der Wanderung: Erlebniszentrum Weidendom
  • Seehöhen: Parkplatz Buchsteinhaus 573m, Rauchboden 657m (höchster Punkt), Buchsteinhaus 1.546m, Erlebniszentrum Weidendom 590m
  • Gehzeit: Gstatterboden – Weidendom: ca. 1,5h (3,5km). Optional Gstatterboden – Buchsteinhaus (nur Aufstieg!): ca. 3h (Tagestour mit Kindern)
  • Schwierigkeit/Wegbeschaffenheit: Leichter Wanderweg/Forststraße; Alternativroute zum Ennsradweg R7; Buchsteinhaus: mäßig schwieriger Steig in unterschiedlichem Gelände, gutes Schuhwerk erforderlich
  • Besonderheiten: Einzigartige Ausblicke auf die Hochtor- und Reichensteingruppe, grandiose Tiefblicke zur brausenden Enns, naturnahe Wälder, Mountainbikestrecke, Buchsteinhaus (mit Sonnenterasse!)
  • Einkehrmöglichkeiten: Nationalpark-Pavillon Gstatterboden, GH Zur Bachbrücke/Weidendom, Buchsteinhaus

Übersichtskarte zum Vergrößern anklicken!

L 04 339 KlamWas haben Nationalpark-Förster Martin Zorn und Reisebüroleiterin Isabella Mitterböck gemein? Sie zieht es immer wieder mit ihren Familien zum Rauchbodenweg und manchmal, wenn ein ganzer Tag zur Verfügung steht, zum Verkosten eines neuen g´schmackigen Gerichtes auf das Buchsteinhaus! Das Besondere an dieser Route ist das hautnahe Erleben aller 3 prägenden Lebensräume des Nationalparks, die sich auch im Nationalpark-Logo widerspiegeln: Wasser, Wald und Fels. Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz Buchsteinhaus in Gstatterboden. Nach Überquerung der Ennsbrücke biegt man linkerhand in den Rauchbodenweg ein, der gleich mit einem kurzen Steilstück beginnt. Als Belohnung erwarten uns ein grandioser Ausblick auf die mächtige Hochtorgruppe mit ihrer höchsten Erhebung, dem 2.369m hohen Hochtor, und ein atemberaubender Tiefblick auf die brausende, naturbelassene Enns. Der schattige Wald, den man nun durchwandert, bietet mit seinen Totholz-Käferbäumen, die in einem Nationalpark bewusst liegen gelassen werden, einen idealen Nährboden und ganz besonderen Lebensraum für viele Lebewesen.

Hier im Bereich einer alten Kohlstätte, beginnt der abwechslungsreiche Aufstieg (Wegbezeichnung Nr. 641) durch naturbelassenen Wald mit bereits durchgeführten Bestandesumwandlungen auf das Buchsteinhaus. Bald gelangt man zu einem Schuttstrom (Kuhgraben), den man überquert und weiter in Richtung Brucksattel wandert. Das letzte Stück führt über einen nicht allzu schwierigen und schattigen Zick-Zack-Weg bis zum Buchsteinhaus, das am Übergang zwischen Wald und Latschenzone in 1.546m Höhe liegt. Die Aussicht von der neu gestalteten Sonnenterrasse auf die gegenüber liegende Bergwelt und das köstliche Essen lassen alle Aufstiegsmühen sogleich vergessen! Für diese Tagestour sollte man (vor allem mit Kindern) nicht zu spät weggehen, wetterfeste Bekleidung, festes Schuhwerk und vor allem genügend Getränke mitnehmen – entlang des Weges findet man nämlich kein Wasser!


E 02 982 FueBleibt man auf dem Rauchbodenweg, dann überquert man bald eine Brücke, die über den Kühgraben führt. Hier kann man das gelungene Aufforstungsprojekt der Wildbachverbauung bestaunen. Auf der gegenüber liegenden Seite bietet sich ein grandioser Blick ins Haindlkar mit dem legendären Peternpfad, benannt nach dem Wilderer „Schwarzer Peter", der einst in diesen steilen Felsschluchten sein Unwesen trieb. Gemächlich und leicht ansteigend geht es weiter und mit viel Glück (aber auch, wenn man nicht allzu laut ist), begegnet man morgens und abends einer Schar Gämsen, die sich an der Quelle, die die Straße überflutet, laben. Nun beginnt die Forststraße zu fallen und das letzte Stück, bevor man zur Bahnhaltestelle Johnsbach kommt, ist gekennzeichnet von fichtendominierten Wäldern aus früheren Zeiten. In diesem Bereich ist die Naturverjüngung und Bestandesumwandlung, die von den Steiermärkischen Landesforsten durchgeführt werden, gerade im Gange.

Bei der Haltestelle Johnsbach tun sich herrliche Blicke ins Johnsbachtal und auf die umgebende Bergwelt des Gesäuses auf und hier wird es vor allem für Kinder wieder besonders spannend! Man überquert mit Vorsicht die Bahngleise und den neuen, rollstuhlgerechten Johnsbachsteg mit tollem Sichtfenster auf die wild dahin brausende Enns. Den Abschluss dieses erlebnisreichen Ausflugs bildet ein Besuch des Erlebniszentrums Weidendom oder des Sagenweges „Der Wilde John", der sich in gut 1,5h entlang von Erlebnisstationen ins Johnsbachtal schlängelt.

Für die Rückkehr zum Auto in Gstatterboden gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder man wandert entlang des Rauchbodenweges zurück oder man nimmt ein Taxi der Gseispur bzw. einen Öffentlichen Bus.

Und seit Kurzem kann man den Rauchbodenweg zu Isabellas und Martins Freude auch mit dem Mountainbike befahren, denn beide sind nicht nur leidenschaftliche Wanderer, sondern auch passionierte Radfahrer!