Klimabündnis-Partner vom Rio Negro zu Besuch im Nationalpark Gesäuse

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Klimabündnis-Partner vom Rio Negro zu Besuch im Nationalpark Gesäuse

25 Jahre Klimabündnis am Rio Negro – Partner aus Brasilien berichteten über Erfolge der langjährigen Partnerschaft und drohende Gefahren für den Amazonas-Regenwald.

Admont, 9. Oktober. Doppelten Grund zum Feiern gab es beim Besuch der Klimabündnis-Partner aus dem Amazonas-Regenwald. Zum einen das 25jährige-Jubiläum der Partnerschaft mit den Klimabündnis-Gemeinden in Österreich und zum anderen die weitere Ausdehnung des Regenwald-Schutzgebietes. Die Stadtgemeinde Trofaiach ist seit 1995 Klimabündnis-Gemeinde und unterstützt seither indigene Völker am Rio Negro bei ihren Bemühungen den Regenwald zu schützen. Andreas Hollinger vom Nationalpark Gesäuse begrüßte Marivelton Rodrigues Barroso, den Präsidenten des Dachverbandes von über 90 indigenen Organisationen am Rio Negro, und den Anthropologen Renato Martelli Soares. Die brasilianische Delegation bekam einen Einblick in den Nationalpark Gesäuse und interessierte sich insbesondere für den sanften Tourismus.


25 Jahre Klimabündnis-Partnerschaft am Rio Negro

„Durch die internationale Zusammenarbeit ist es gelungen, eines der größten zusammenhängenden Regenwaldschutzgebiete der Welt zu schaffen. Erst kürzlich ist wieder eine Fläche in der Größe Tirols dazugekommen. Knapp 135.000 km² sind jetzt geschützt – das ist so groß wie Österreich und die Slowakei zusammen“, erklärt Renato Martelli Soares. Mit Unterstützung aus Österreich konnten in 25 Jahren die Rechte der indigenen Bevölkerung gestärkt und viele Projekte umgesetzt werden: Von mit Photovoltaik betriebenen Funkgeräten über Gemeinschaftsboote und die Einführung eines  indigenen Schulwesens bis zum von Frauen geführten regionalen Kunsthandwerkszentrum Wariró. Nachhaltiger Tourismus wurde als zusätzliche Verdienstmöglichkeit aufgebaut.

Ein langer Atem ist aber weiterhin wichtig. Das machte der Präsident der FOIRN, Dachverband der indigenen Organisationen am Rio Negro, unmissverständlich klar: „Die Klimakrise ist auch bei uns spürbar. Gleichzeitig steigt der wirtschaftliche und politische Druck auf indigene Völker und den Regenwald. Die Partnerschaft im Klimabündnis ist heute genauso wichtig wie vor 25 Jahren.“


Weitere Infos zum Programm in der Steiermark:

Neben den Nationalpark Gesäuse  besuchten die indigenen Partner aus der Klimabündnis-Partnerregion am Rio Negro auch noch die Stadtgemeinden Trofaiach und Bruck an der Mur, sowie in Graz VertreterInnen von Stadt Graz und Land Steiermark.

www.klimabuendnis.at/rionegro


Bild (v.l.n.r.): Patrícia Kandler (Klimabündnis Österreich), Marivelton Rodrigues Barroso (FOIRN), Andreas Hollinger (NP Gesäuse), Renato Martelli Soares (ISA), Johann Kandler (Klimabündnis Österreich), Foto: Klimabündnis