Ausreißen – ausgraben – entsorgen!

Ausreißen – ausgraben – entsorgen!

Ende Juli rückte ein 7-köpfiges Team mit Spaten und Schaufel aus, um einem Vorkommen des Japanischen Staudenknöterichs im Nationalpark abermals an den Kragen zu gehen.

Der Japanische Staudenknöterich gilt als hoch invasiver Neophyt, der durch sein schnelles Wachstum und seine großflächige Ausbreitung die Vielfalt unserer Pflanzen- und somit auch unserer Tierwelt beeinträchtigt.

Um den Staudenknöterich in die Knie zu zwingen, muss er so tief wie nur möglich ausgegraben werden. Das ist leichter gesagt, als getan – meterlange Rhizome und tiefreichende Wurzeln erschweren das Vorhaben. Und zu guter Letzt muss das Schlachtfeld auch noch gründlichst aufgeräumt werden, denn aus einem kleinen, vergessenen Stängelstück kann sich innerhalb kurzer Zeit wieder eine vollständige Pflanze entwickeln.

Der Staudenknöterich-Bestand an der Enns wurde heuer bereits zum dritten Mal bearbeitet und die Bekämpfungsmaßnahmen zeigen erste Erfolge. So konnte seine Wuchskraft mittlerweile um zwei Drittel reduziert werden. Insgesamt wurden neun Müllsäcke á 80l voll Pflanzenmaterial beseitigt, die zur fachgerechten Entsorgung zum Abfallwirtschaftsverband nach Liezen gebracht wurden.
Im Herbst erfolgt noch eine Nachkontrolle, um etwaige Neuaustriebe zu beseitigen.

Der Neophyten-Aktionstag fand, wie bereits in den Jahren davor, wieder in Kooperation mit der HBLFA Raumberg-Gumpenstein statt. Vielen Dank für eure großartige Unterstützung!