Waldwildnis per Bescheid

Im Gesäuse liegt der dritte Biotopschutzwald Österreichs

Darf man den Wald sich selbst überlassen? So mancher Förster ist noch der Meinung, dass ein Wald für seine Erhaltung die schützende Hand des Menschen braucht. Dem ist nicht so, Wälder gibt es schon viel länger als die Menschheit. Nur dort, wo der Wald in erster Linie Wirtschaftswald ist, kann durch forstliche Eingriffe die Ertragskraft erhöht werden.

Holzertrag ist nicht das Ziel des Nationalparks Gesäuse, vielmehr das Zulassen der freien natürlichen Entwicklung. Daher braucht es auch keine waldbaulichen Eingriffe.

Den Wald sich selbst zu überlassen erlaubt das österreichische Forstgesetz nur in wenigen Fällen. Dazu muss ein Wald als Biotopschutzwald ausgewiesen sein. Seit 2018 gibt es im Nationalpark Gesäuse, nach dem Wildnisgebiet Dürrenstein und dem Nationalpark Kalkalpen, nun den dritten derartigen Biotopschutzwald Österreichs. Damit darf sich ganz gesetzeskonform eine Waldwildnis entwickeln. Für den Naturschutz im Gesäuse ist das ein echter Meilenstein!

Aber nicht der gesamte Nationalpark ist Biotopschutzwald. Auf einem kleinen Teil der Fläche, wie zum Beispiel im Randbereich, schreibt die Forstbehörde die Bekämpfung des Borkenkäfers vor, um wirtschaftlichen Schäden in benachbarten  Wirtschaftswäldern vorzubeugen. 

Rückfragehinweis: Forstdirektor DI Andreas Holzinger, Tel: 0664/53 64 135

 

 



Allgemeine Presseanfragen:
Isabella Mitterböck, Tel. 0664/34 65 629

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Borkenkäfermanagement
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