Wie gesund ist schlafen in Dunkelheit?

Im Gesäuse sind die Nächte außergewöhnlich dunkel. Besonders im Nationalpark, aber auch in der gesamten Region. Der größte Faktor dafür ist die Entfernung zu den großen Städten, aber auch positive Initiativen der Gemeinden tragen viel dazu bei. Beispielsweise hat die Gemeinde Admont bei der Straßenbeleuchtung auf LED-Beleuchtung umgestellt. Das spart nicht nur Energie, die neuen Lampen strahlen das Licht dorthin, wo es hingehört: auf den Boden und nicht in die Umgebung.

Was bedeutet das aber aus medizinischer Sicht? Hat schlafen in Dunkelheit Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und langfristig auf unsere Gesundheit?

„Absolut ja!“, sagt Dr. Dieter Hager, Facharzt für Unfallchirurgie, Spezialist im Bereich Handchirurgie, vor allem aber Mediziner, der sich mit diesem Thema schon seit vielen Jahren beschäftigt. „Licht am Schlafplatz macht uns krank. Das kann im schlimmsten Fall bis zu Krebserkrankungen führen. Mittlerweile ist das auch wissenschaftlich belegt. Die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, sagt, Lichtverschmutzung ist ein sogenannter Krebsrisikofaktor 2b, das bedeutet ein hochpotenzielles Risiko. Man kann das in etwa mit Bewegungsmangel und Übergewicht vergleichen. Wenn wir in Dunkelheit schlafen, produziert unser Körper das Hormon Melatonin. Es ist für unseren Tag-Nacht-Rhythmus verantwortlich und in weiterer Folge für ein kräftiges, stabiles Immunsystem. Bei Licht – und da reicht schon die Straßenbeleuchtung, die in unser Schlafzimmer scheint – produzieren wir nicht genug Melatonin. Wenn das über einen längeren Zeitpunkt passiert, laufen wir Gefahr, krank zu werden. Vor allem Kinder sind da ganz besonders betroffen. Die sollten unbedingt in Dunkelheit schlafen.“

Dunkle Nächte, gesunder Schlaf - wieder einmal zeigt sich, dass die Gesäuseregion eine besonders lebenswerte Region ist. Lichtverschmutzung zu vermeiden ist so einfach und jeder Einzelne kann mitmachen: Licht abschalten und aus!

Weiterführende Informationen zu diesem Thema in einer Ausgabe des Nationalparkradios:
https://cba.fro.at/405068

Rückfragen:
Andreas Hollinger - 0664/8252305 - andreas.hollinger@nationalpark.co.at

 


 

Allgemeine Rückfragen zum Nationalpark Gesäuse:
Isabella Mitterböck (Nationalpark Gesäuse) Tel: 0664-34 65 629

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Auf der Hirontalm
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Blick auf Hall
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In der Nacht im Nationalpark
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