Betriebsausflug zum ältesten Nationalpark der Alpen

Intuitiv orientieren wir uns immer an den Älteren. Der große Bruder, die Eltern, sie scheinen mehr Lebenserfahrung und Weisheit zu haben. Auch im Naturschutz ist Erfahrung wichtig. Grund genug für das Team des Nationalparks Gesäuse, der der jüngste Nationalpark der Alpen ist, seinen ältesten Bruder, den Schweizer Nationalpark, zu besuchen.

Gegründet wurde das Schutzgebiet im Jahre 1914 unter Auflage massiver Naturschutzmaßnahmen. Wegepflicht im Sommer, komplette Gebietssperrung im Winter, keine Jagd, keine forstlichen Eingriffe…

„Ich war von der Landschaft begeistert. Sehr alpin aber nicht ganz so schroff wie das Gesäuse“, erinnert sich Andreas Hollinger, Fachbereichsleiter für Kommunikation an die Bildungsreise. „Vor den Kopf gestoßen hat mich die Wegepflicht. Man darf die markierten Wanderwege nicht verlassen. Auf die meisten Gipfel führt kein Weg. Man kann sie also nicht besteigen“ – so Hollinger weiter. „Dieser Verzicht hat aber auch seine guten Seiten. Für die Natur und für die Besucher. Die Wildtiere haben sich an die „berechenbaren“ Menschen gewöhnt und flüchten nicht, solange die Wege nicht verlassen werden. Im Val Trupchun haben wir Steinböcke, Gämse, Rothirsche, Murmeltiere, Steinadler und Bartgeier an nur einem Tag und teilweise auf sehr kurze Distanz beobachten können.“

Auch Nationalparkdirektor Herbert Wölger war von der konsequenten Arbeit im ältesten Nationalpark der Alpen angetan. „Als vor 105 Jahren der Schweizer Nationalpark gegründet wurde, war das eine bahnbrechende, neue Herangehensweise, wie man mit Natur umgeht. Man muss sich vorstellen, das war eine Zeit, in der große technische Errungenschaften umgesetzt wurden. Gerade in der Schweiz waren viele moderne Bahn- und Tunnelprojekte in Bau begriffen oder gerade fertig gestellt. Und dann stellt man ein so großes Gebiet für die Wissenschaft unter Schutz.

Auch für unser Management können wir uns von den Schweizern viel abschauen. Sie sind in vielen Bereichen Vorreiter. Was aber unsere wichtigste Erkenntnis ist: Es braucht Geduld! Auch in der Schweiz dauerte es über 100 Jahren bis der Slogan „Natur Natur sein lassen“ in den Köpfen und Herzen der Bevölkerung angekommen ist“.

Rückfragen:
Andreas Hollinger - 0664/8252305 - andreas.hollinger@nationalpark.co.at
info@nationalpark.co.at

 


 

Allgemeine Rückfragen zum Nationalpark Gesäuse:
Isabella Mitterböck (Nationalpark Gesäuse) Tel: 0664-34 65 629

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Gruppenbild
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Blick durchs Spektiv
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Hirsche im Val Trupchun
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Bartgeier im Val Trupchun
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