2014 - Dauerbeobachtung waldfreier Standorte

Vegetationsaufnahme im Gseng - die Schuttfluren sind meist karg bewachsen.

Vegetationsaufnahme im Gseng - die Schuttfluren sind meist karg bewachsen.

Autor(en): Höbinger T., Zimmermann T., Kreiner D.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die zentralen Bereiche der Schuttrinne, die durch regelmäßige Schuttumlagerungen geprägt sind, sehr artenarm sind. Dort wo sich Vegetation etablieren kann, findet man vorwiegend Arten der Pestwurzfluren.

Auch die Weiden, besonders Salix purpurea, zählen zu den Erstbesiedlern der Rohschuttstandorte und bilden in den Bereichen mit ausreichender Wasserversorgung dichte Bestände an Jungpflanzen. Ältere Individuen gibt es allerdings nur in den gefestigteren Bereichen. In weniger stark bewegten Bereichen nimmt die Artenanzahl deutlich zu. Die Bunt-Reitgras dominierten Schuttfluren sind die charakteristische Vegetationseinheit dieser Schuttbereiche. Auffällig war auch die zum Zeitpunkt der Aufnahmen hohe Anzahl an Bergahorn-Keimlingen in vielen Bereichen der Schuttrinne.

In den Randbereichen der Schuttrinne findet ein Übergang zu den Waldgesellschaften statt. An den gefestigten Sandorten am Rande der Schuttrinne wachsen bereits Latschen, Fichten und Föhren. In der Krautschicht mischen sich Arten der Pestwurzfluren mit einzelnen Vertretern der Waldgesellschaften wie Erica carnea oder Carex alba.



Berichte und Veröffentlichung

Höbinger T., Zimmermann T., Kreiner D. (2014): Dauerbeobachtung waldfreier Standorte. Vegetationsmonitoring ehemaliger Abbauflächen in den Schuttgräben Gseng und Weißenbachl. Weng, 19 S.

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