2013 - Die Wasserspitzmaus und andere Kleinsäuger entlang des Johnsbachs (Nationalpark Gesäuse – Steiermark)

Die Wasserspitzmaus ist eine gute Schwimmerin ©Blatt/Resch

Die Wasserspitzmaus ist eine gute Schwimmerin ©Blatt/Resch

Autor(en): Blatt C., Resch S.

Die Wasserspitzmaus (Neomys fodiens) ist aufgrund ihres Schutzstatus sowie der geringen Zahl aktueller Nachweise in der Region für den Nationalpark Gesäuse von besonderem Interesse. Infolge der Sichtbeobachtung eines Individuums der Gattung Neomys entlang des Johnsbachs im Jahr 2012 erfolgte die Untersuchung eines etwaigen Vorkommens. Zwischen Juli und August 2013 wurden zur Erhebung potenzieller Standorte beköderte Losungstunnel für 2 Wochen an 10 Abschnitten am Ufer des Johnsbachs ausgebracht. Anschließend wurden an Orten mit positiven Ergebnissen Lebendfänge mit Longworth- und Trip-Trap-Fallen im Umfang von 240 Fangeinheiten durchgeführt. Unter den 35 gefangenen Kleinsäugetieren – die Mehrzahl davon Rötelmäuse Myodes glareolus – fanden sich auch 2 Individuen von Neomys fodiens. Nachweise gelangen im, durch unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten gekennzeichneten, beidseitig bewaldeten Unterlauf. Flussaufwärts konnte nur dort ein Vorkommen festgestellt werden, wo kleine Rinnsale und angespültes Gehölz Strukturvielfalt schaffen.



Berichte und Veröffentlichung

Blatt C., Resch S. (2013): Die Wasserspitzmaus und andere Kleinsäuger entlang des Johnsbachs (Nationalpark Gesäuse – Steiermark). Im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH. Salzburg, 13 S.

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