2013 - Haselmäuse und Siebenschläfer im Nationalpark Gesäuse - Steiermark

Haselmäuse brauchen vertikale Strukturen ©Blatt/Resch

Haselmäuse brauchen vertikale Strukturen ©Blatt/Resch

Autor(en): Blatt C., Resch S.

Im Nationalpark Gesäuse wurden im Jahr 2012 mit der Haselmaus (Muscardinus avellanarius) und dem Siebenschläfer (Glis glis) die Vorkommen zweier Bilcharten dokumentiert. Die Auen entlang der Enns und die vegetationsreichen Ränder der Schuttkegel erwiesen sich dabei als potenzielle Lebensräume. Die vorliegende Untersuchung sollte an den Beispielen Haslau und Scheibenbauernschütt unter Verwendung von 20 Nestboxen und 80 Neströhren Aufschluss über die Bedeutung dieser Standorte für die beiden Arten geben. Während sich der Siebenschläfer unspezifisch gegenüber Umweltfaktoren zeigte, lagen die Neststandorte der Haselmaus vorwiegend in lichten Bereichen mit einer ausgeprägten Krautschicht und einer vergleichsweise geringen Deckung der Strauch- und Baumschicht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass in geeigneten Lebensräumen im Nationalpark von einer durchschnittlichen bis hohen Populationsdichte des Siebenschläfers und von einer geringen Populationsdichte der Haselmaus auszugehen ist. Zusätzlich zur Untersuchung ausgewählter Flächen erfolgten Spurenkartierungen und die Bewertung des Johnsbachtals als potenziellem Verbreitungskorridor der Haselmaus. Hier zeigte sich, dass trotz teilweise starker Einschränkungen eine durchgehende Nutzung stattfindet.



Berichte und Veröffentlichung

Blatt C., Resch S. (2013): Haselmäuse und Siebenschläfer im Nationalpark Gesäuse - Steiermark. Im Auftrag der Nationalpark Gesäuse GmbH. Salzburg, 18 S.

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